Alt Porn

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Typisches Alt-Porn-Model

Alt Porn (auch bekannt als „alt-porn“, „altporn“, alternaporn, oder einfach nur „alt“) ist die Abkürzung für „alternative Pornografie“. Merkmal des Alt Porn sind Darstellerinnen mit alternativem Aussehen aus Subkulturen wie Punks, Goths und Skatern. Alt Porn wird oft von kleinen und unabhängigen Websites oder Filmemachern produziert. Die Models haben meist körperliche Veränderungen wie Tätowierungen, Piercings oder vorübergehende Veränderungen wie gefärbte Haare. Auch der Begriff „Indie Porn“ wird manchmal benutzt, obwohl er mehr allgemein für unabhängige Pornografie benutzt wird, unabhängig von einer Affinität zu irgendeiner alternativen Subkultur.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Während speziell in Richtung alternative Kultur orientierte Pornografie nicht vor den 1990er Jahren entstand, werden die Arbeiten von Gregory Dark, David Aaron Clark, Michael Ninn und Stephen Sayadian von einigen als Vorgänger des Alt Porn angesehen. Das Cinema of Transgression oder Richard Kern und Nick Zedd (genau wie Kerns spätere fotografische Arbeiten) können auch als frühe Beispiele von Alt Porn angesehen werden.

Der erste Ort, der explizit der „subkulturellen Erotik“ gewidmet war, war das Hochglanzmagazin „Blue Blood“, das im Jahr 1992 startete und Models mit einem Gothic- oder Cyberpunk-Look zeigte. Der größte Markt für Alt Porn entwickelte sich jedoch im Internet. Neben einigen kurzlebigen privaten Websites war die erste explizite Alt-Porn-Website GothicSluts.com von Blue Blood zu Beginn des Jahres 1999, gefolgt von Raverporn.net (umbenannt in EroticBPM.com) im Juli desselben Jahres und von NakkidNerds im Dezember. Supercult startete im Jahr 2000, gefolgt von SuicideGirls im Jahr 2001, die die populärste und finanziell lukrativste Alt-Porn-Website wurde. Mit dem Erfolg von SuicideGirls ist die Anzahl der Alt-Porn-Websites seit 2002 enorm gestiegen. Zusätzlich zu den erwähnten Websites gehören BurningAngel.com und GodsGirls.com zu den bekannten Websites.

Die Begriffe „Alternative Pornografie“ oder „Alt Porn“ wurden in den frühen 2000er Jahren in Bezug auf SuicideGirls, RaverPorn und ähnlichen Seiten kreiert; langjährige Projekte, wie Blue Blood, nutzten allgemein Begriffe wie „subcultural erotica“.

Alt-Porn-Websites unterscheiden sich oft von anderen „normalen“ Pornoseiten durch das Angebot an Message Boards, Blogs, Social networking und anderen Tools von Online-Gemeinschaften, die Models und Nutzer zur Kommunikation anregen.

Videos[Bearbeiten]

Videos des Genre „Alt Porn“ stellen mittlerweile eine wachsende Nische im Hardcore-Markt dar. Im Jahr 2001 wurden zwei Amateurvideos mit dem Titel „Technosex“ produziert, die Models aus der Rave-Szene zeigen und mit einem Techno-Soundtrack unterlegt sind. Seit 2004 produziert der Regisseur Eon McKai Alt-Porn-Videos für die Produktionsfirma VCA, eine Mainstream-Hardcorefirma, und im Jahr 2006 wechselte er zu Vivid Entertainment Group, um unter dem neuen Label Vivid-ALT alternative Pornofilme zu drehen. Vivid-ALT hat auch die Regisseure Dave Naz, Octavio Winkytiki, Benny Profane, Dana DeArmond und Vena Virago unter Vertrag. Zu den bekannten Darstellern des Genre zählen Joanna Angel, Justine Joli, Katja Kassin, Dana DeArmond, Kurt Lockwood, Rob Rotten, Sasha Grey, Mia Rose, Ava Rose und Charlotte Stokely. Im Jahr 2005 erhielt der Film Stuntgirl des Regisseurs Jack the Zipper bei den AVN Awards die Auszeichnungen „Best All Sex Release“, „Best Couples Sex Scene – Video“ (Angelica Costello und Manuel Ferrara) sowie „Best Director – Non Feature“.

Filmauswahl[Bearbeiten]

  • Joanna Angel: Joanna Angel's Guide 2 Humping (2006)
  • Guy Capo: Gothsend 1–4 (2004–2005), Klub Slutz (2007)
  • Rick Davis: Punk Rock Pussy (2006)
  • Dana DeArmond: Dana DeArmond does the Internet, Role Modeling (2007).
  • Vonn Fink: Sister Midnite (2007)
  • Joe Gallant: The Skin Trade (2007)
  • Kimberly Kane: Morphine (2008), Triple Ecstasy (2006)
  • Eon McKai: Art School Sluts (2004), Kill Girl Kill 1–3 (2005), Neu Wave Hookers (2005), Girls Lie (2006), Debbie Loves Dallas (2007), Doll Underground (2008).
  • Dave Naz: Sugar Town (2008), Skater Girl Fever (2006).
  • Antonio Passolini: The Ozporns (2002), Café Flesh 3 (2003).
  • Benny Profane: Hospital (2008), Bullets & Burlesque (2008).
  • Vena Virago: Honey Bunny, Eatside Story.
  • Octavio Winkytiki: The Bad Luck Betties, Man´s Ruin, The ReBelle Rousers (2006).
  • Jack the Zipper: Stuntgirl (2004), Blacklight Beauty (2005), Razordolls (2006)

Literatur[Bearbeiten]

  • „Corporate Red Tape on My Mouth and the Punk Art Porn Allstars“ by Amelia G, BlueBlood.net, October 29th, 2006.
  • „Altporn: Just Because it Looks Punk Rock, Doesn’t Mean it Is“ by Brandon Stosuy, BlackBook magazine (website) #45, 2006.
  • „Richard Kern“ (interview) by Daniel Robert Epstein, SuicideGirls, September 1, 2004.
  • „About Us“, BlueBlood.com.
  • „Supercult“
  • a b c „Evolution of Alternative: History and controversies of the alt-erotica industry“ by Ginny Mies, American Sexuality, September 25, 2006.
  • „AltPorn: AltPorn Genre History Timeline (part 1)“ by Beeker the StatsNrrd, Altporn.net, April 28, 2007.
  • „AltPorn: AltPorn Genre History Timeline (part 2)“ by Beeker the StatsNrrd, Altporn.net, May 15, 2007.
  • untitled comment by Forrest Black, altporn LiveJournal community, February 11, 2003.
  • „The Prince of Alt-Porn“ by Tristan Taormino, Village Voice, November 11th, 2005.
  • „Vivid Forms Vivid-Alt To Distribute Eon Mckai“ press release by Vivid PR, Adult Industry News (website), February 17, 2006.
  • „Vivid wins Alt war without shot being fired“ by Gram Ponante, Porn Valley Observed (website), May 10, 2006.
  • „SuicideGirls revolt“ by Deirdre Fulton, Portland Phoenix, October 7, 2005.
  • „Obscene But Not Heard“ by Peter Koht, Metroactive, January 4, 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alt porn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien