American Sign Language

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American Sign Language

Gesprochen in

Vereinigte Staaten, Kanada, Guatemala, Philippinen, Ghana, Nigeria, Tschad, Burkina Faso, Gabun, Kongo, Zentralafrikanische Republik, Elfenbeinküste, Mauretanien, Kenia, Madagaskar, Benin, Togo, Simbabwe, Singapur, Hongkong
Sprecher ca. 250 000–500 000 Muttersprachler in den USA[1]
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache von -
Sprachcodes
ISO 639-1:

-

ISO 639-2:

sgn

ISO 639-3:

ase

Die American Sign Language (häufig mit ASL abgekürzt) ist die dominierende Gebärdensprache in den USA, Kanada, einigen karibischen Inseln, Nigeria, Ghana und anderen Ländern in Afrika.

Diesen Namen hat der Linguist Dr. William Stokoe von Gallaudet University 1960 gekürt, als er die manuelle Sprache der Studenten analysierte. Als erster Linguist stellte er fest, dass diese Sprache entgegen der herrschenden Meinung der Pädagogen alle Eigenschaften einer Sprache besitzt. Er legte dar, dass die Sprache auch aus einer finiten Zahl von Elementen, vergleichbar mit den Phonemen der Lautsprachen aufgebaut und auf Wort- und Satzebenen strukturiert ist.

Wie bei jeder Gebärdensprache unterscheidet sich ASL in Grammatik der Wort- und Satzbildung und in Semantik vom umgebenden Englisch. ASL hat den Ursprung bei der alten Französischen Gebärdensprache (LSF) und der Gebärdensprache der Einwohner der Insel Martha’s Vineyard und teilweise bei den Zeichensprachen der amerikanischen Indianer. Die Sprache entstand erst in der ersten Amerikanischen Schule für gehörlose Kinder in Hartford, Connecticut (American School for the Deaf), die 1817 durch Thomas Hopkins Gallaudet und den gehörlosen Franzosen Laurent Clerc gegründet wurde.

ASL gewinnt immer mehr an Bedeutung in internationalen akademischen Begegnungen, da vermehrt gehörlose Akademiker aus Ländern mit verschiedenen Gebärdensprachen in den USA studieren und sie in diesen Begegnungen verwenden. Die ASL gilt jedoch vor allem in Europa nicht als Lingua Franca.

Das Vokabularium von ASL wird auch Schimpansen, Bonobos und Gorillas beigebracht. Einige erwarben so einen Wortschatz von über 1000 Wörtern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitchell Ross E. et al.: How Many People Use ASL in the United States? In: Sign Language Studies Volume 6. Gallaudet Research Institute, Washington D.C. 2006, S. 26 (online).

Weblinks[Bearbeiten]