Antithrombin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Antithrombin
Antithrombin

Antithrombin (Antithrombin III, AT3) ist ein endogenes Serpin (SERinProteaseINhibitor), das

1. die Serinproteasen der plasmatischen Gerinnung hemmt.

  F II
  F VII
  F IX
  F X
  F XI
  F XII

2. Thrombin (F IIa) proteolytisch abbaut.

3. an den Endothelzellen die Synthese des t-PA (Plasminogenaktivator vom Gewebetyp) aktiviert.

Antithrombin ist der Gegenspieler des Thrombin. Es wird durch Heparin in seiner Wirksamkeit verstärkt und beschleunigt (ca. 1000-fach). Ein Mangel von Antithrombin III kann also eine Unwirksamkeit des Heparins oder einen hohen Heparinbedarf zur Folge haben. Nach Operationen sinkt das AT III regelmäßig ab. Es ist daher nur eingeschränkt geeignet, eine Verbrauchskoagulopathie nachzuweisen. AT III kann substituiert werden (Anbinex Inj.Lsg., AT III Immuno Inj.Lsg., Atenativ Inj.Lsg.: 1 IE/kg erhöht den AT III-Spiegel um ca. 1 - 1,5%).

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge