Apis (ägyptische Mythologie)

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Apis in Hieroglyphen
Altes Reich
V28 Aa5 Q3 G38 G7

V28 Aa5 Q3 G38

Mittleres Reich
V28 Q3
Aa5
G43 Z4 E1

V28 Q3 G43 A40

Neues Reich
Aa5 Q3 E1

Q3
Aa5
Z4 G43 E1

Hep
Ḥp
Hep
Griechisch Απις (Apis)
Sahidisches Koptisch ϩⲁⲡⲉ (Hape)
Bohairisches Koptisch ϩⲁⲡⲓ (Hapi)
Bull Apis Altemps Inv182.584 n2.jpg
Apis
Mumienmaske für einen Stier (Kunsthistorisches Museum Wien)

Apis (altägyptisch Hep; koptisch-sahidisch Hape; koptisch-bohairisch Hapi[1]; aramäisch py, חפי) war der griechische Name des heiligen Stieres von Memphis, der als Verkörperung des Gottes Ptah verehrt wurde.

Bedeutung[Bearbeiten]

Ursprünglich war der Apis-Stier ein Symbol für die Fruchtbarkeit. Er wurde seit der Ersten Dynastie im Tempel des Ptah in Memphis verehrt. Später fungierte der Apis-Stier als „Herold“ des Ptah und wurde dessen „herrliche Seele“, die auf der Erde in der Gestalt des Stieres erscheint. Der Apis-Stier wurde auch als Orakel angesehen.[2]

Alte Schriften berichten über Apis, dass er Schrecken verbreitete, kleinere Tempel zum Einsturz brachte und sogar Kinder und Greise tötete.

Der Apis-Kult[Bearbeiten]

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Der Apis-Stier musste eines natürlichen Todes sterben, was eine Staatstrauer auslöste, bis ein neuer Stier gefunden war, der die heiligen Zeichen aufwies. Man opferte ihm dann einen roten Stier, der dem Seth geweiht war. Allerdings war die Lebenszeit des Apis-Stieres auf 25 Jahre begrenzt, was einer Periode entspricht, die aus der Bewegung der Sonne und Mond entsteht. In der Hauptkultstätte in Memphis wurde dann regelmäßig ein neuer Stier untergebracht, damit der alte Stier geopfert (im Nil ertränkt) werden konnte. Der Leichnam des Stieres wurde innerhalb von 70 Tagen mumifiziert und von Priestern des Ptah im Serapeum von Sakkara beigesetzt. Vor der 19. Dynastie erfolgte die Bestattung in Einzelgräbern, danach und bis zur ptolemäischen Zeit in kleineren bzw. größeren Krypten.

Den toten Stier identifizierte man mit Osiris und verehrte ihn als Osiris-Apis oder Serapis.

Darstellung[Bearbeiten]

Das Tier selbst war schwarz und wies heilige Zeichen auf: dreieckiger weißer Fleck auf der Stirn und ein weißer Fleck in Form einer Mondsichel auf der rechten Seite. Seit dem Neuen Reich wurde er mit der Sonnenscheibe zwischen den Hörnern dargestellt. Gelegentlich finden sich jedoch auch Abbildungen, die ihn als Mensch mit Stierkopf darstellen.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Apis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adolf Erman, Hermann Grapow:, Wörterbuch der ägyptischen Sprache, Band III, S. 70, Nr. 1-4.
  2. Manfred Lurker: Lexikon der Götter und Symbole der alten Ägypter.S. 45.
  3. Rolf Felde: Ägyptische Gottheiten. Wiesbaden 1995, S. 7.