Arif Sağ

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Arif Sağ (* 1945 in Dalli, Landkreis Aşkale, Provinz Erzurum, Türkei) ist ein türkisch-alevitischer Sänger und Politiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Arif Sağ machte bereits früh seine ersten musikalischen Schritte, als er mit drei bis vier Jahren die Türkü (traditionelle türkische Volkslieder) entdeckte. Bis zum Alter von 14 Jahren baute er seine Grundkenntnisse weiter aus, um ein Aşık (traditioneller Sänger, der sich auf der Saz begleitet) zu werden.

Zwischen 1960 und 1970 begann seine professionelle Laufbahn. Seine erste Platte „Gafil gezme şaşkın bir gün ölürsün“ entstand 1963. Im Jahre 1965 ging er zum Radiosender von Istanbul als Bağlamaspieler. Im Jahre 1975 erhielt er eine Anstellung als Professor beim nationalen Konservatorium für türkische Musik in Istanbul (Istanbul Devlet Türk Müziği Konservatuarı), um es im Jahre 1982 zu verlassen und seine eigene Schule zu gründen, das „Musikhaus von Arif Sağ“ (Arif Sağ müzik evi).

Im Jahre 1982 gab er sein erstes „bağlamarécital“ im Theater „San tiyatrosu“ in Istanbul. Es folgten Tourneen und Konzerte in Europa und in Japan, darunter ein Konzert mit dem philharmonischen Orchester von Köln im Jahre 1996 und eine Tournee mit dem Gitarristen Tomatito durch zwölf europäische Städte im Jahre 2000.

Am 2. Juli 1993 nahm er in Sivas mit seiner Frau Yildiz Sağ am Pir Sultan Abdal-Festival teil. Beide überlebten den Brandanschlag aufs Madimak Hotel.

Sağ hat auch mit anderen Aşıks zusammengearbeitet, darunter Musa Eroğlu, Muhlis Akarsu und Yavuz Top. Er ist Komponist eines „Konzerts für Bağlama“ und hat den Stil „Einfallsreichtumsarabeske“ in der Türkei geschaffen. Mit Kollegen wie Erdal Erzincan und Erol Parlak veranstaltete eine Tournee durch Europa. Weiterhin spielte er bei den großen Konzerten „Die Nacht der 1000 Gitarren“ und „Die Nacht der 2000 Gitarren“ mit.

Arif Sağ ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Diskographie[Bearbeiten]

  • Gurbeti ben mi yarattım (1981, bei Kalan Müzik 1998)
  • Direniş (1983)
  • İnsan olmaya geldim (1983)
  • Muhabbet 1-5 (1984 - 1987)
  • Duygular dönüştü söze (1989)
  • Türküler yalan söylemez (1990)
  • Biz insanlar - Kerbela (1990)
  • Resital 1 (in Zusammenarbeit mit Musa Eroğlu) (1990)
  • Ben çaldım siz söyleyin (1991)
  • Halaylar ve oyun havası (1992)
  • Umut (1995)
  • Seher Yıldızı (in Zusammenarbeit mit Belkıs Akkale) (1996)
  • Konzert for Bağlama (1998)
  • Golden Bağlama (1999)
  • Halay (2000)
  • Dost Yarası (2002)
  • Davullar Çalınırken (2005)
  • Ezo Gelin (2007)

Literatur[Bearbeiten]

  • Irene Markoff: Arif Sağ – Alevi, Bağlama Teacher, and Performer Par Excellence. In: Virginia Danielson, Dwight Reynolds, Scott Marcus (Hrsg.): The Garland Encyclopedia of World Music. Bd. 6. The Middle East. Garland, London 2002, S. 789–792

Weblinks[Bearbeiten]