Backleben

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51.19916666666711.284722222222171Koordinaten: 51° 11′ 57″ N, 11° 17′ 5″ O

Backleben
Stadt Kölleda
Höhe: 171 m
Postleitzahl: 99625
Vorwahl: 03635

Backleben ist eine zur Stadt Kölleda gehörige Ortschaft. Es liegt südlich der Schmücke im Thüringer Becken. Nördlich des Ortes verläuft der Bach Schafau.

Geschichte[Bearbeiten]

Dorfkirche
Hofanlage

Grabfunde in der Ortsflur gibt es bereits aus der Bronzezeit. Das Dorf ist von seinem Namen her wahrscheinlich eine Gründung der aus dem heutigen Norddeutschland gekommenen germanischen Warnen oder Angeln.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 1160 zurück, danach schenkte der Lehnsmann Adelbero dem Hersfelder Kloster zwei Hufen in „Bacheleibun“.[1] Das Dorf gehörte dann nacheinander Herren von Beichlingen, von Schwarzburg, von Stolberg und ab 1505 von Werthern. Das frühere Rittergut soll auf die Grafen von Stolberg zurückgehen. Vermutlich war ein Gau-Gericht in Backleben angesiedelt. Bis zur Errichtung des Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gab es an dieser Stelle in Ortsmitte eine alte Gerichtslinde und einen alten Steintisch.

Backleben war 1696 von Hexenverfolgung betroffen. Eine alte Frau geriet in einen Hexenprozess.[2]

In Backleben gibt es die St. Severinus-Kirche mit Ausstattung und mehrere sehenswerte große Hofanlagen.

Backleben war ein Ortsteil der Gemeinde Großmonra und wurde mit dieser am 31. Dezember 2012 nach Kölleda eingegliedert.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Backleben verläuft die Bundesstraße 176.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Otto Dobenecker (Bearb. und Hg.): Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae (1152 1210). Bd.2 Teil 1, Fischer, Jena 1898. Nr. 204
  2. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 496.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Backleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien