Bamfield

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Bamfield
Bamfield
Bamfield
Lage in British Columbia
Bamfield (British Columbia)
Bamfield
Bamfield
Staat: Kanada
Provinz: British Columbia
Regionaldistrikt: Alberni-Clayoquot
Koordinaten: 48° 50′ N, 125° 8′ W48.82864-125.13491Koordinaten: 48° 50′ N, 125° 8′ W
Fläche: 4,87 km²
Einwohner: 155 (Stand: 2011)
Bevölkerungsdichte: 31,8 Einw./km²
Zeitzone: Pacific Time (UTC−8)
Postleitzahl: V0R
Bamfield East
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Canadian Climate Normals 1971-2000. In: Environment Canada. Abgerufen am 14. September 2012.
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bamfield East
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Max. Temperatur (°C) 7,8 9, 10,3 12, 14,3 16, 18,1 18,8 18,1 14,1 10, 7,7 Ø 13
Min. Temperatur (°C) 1,7 2,1 2,6 4,1 6,8 9,1 10,6 10,8 9,1 6,3 3,5 1,8 Ø 5,7
Niederschlag (mm) 387,7 344, 321,7 205,1 144,8 105,5 61,2 75,1 102,9 290,6 443,4 407,3 Σ 2.889,3
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Quelle: Canadian Climate Normals 1971-2000. In: Environment Canada. Abgerufen am 14. September 2012.

Bamfield ist ein Ort an der Westküste von Vancouver Island in British Columbia, Kanada, im Verwaltungsbezirk Alberni-Clayoquot Regional District. Er liegt am südlichen Eingang zum Barkley Sound, einem Gebiet, das entweder über See, von Port Alberni oder Ucluelet, oder über eine 80 km lange Holzfällerstraße zu erreichen ist. 2006 hatte er 251 Einwohner bei einer Fläche von 4,75 km². 123 der 191 Gebäude waren bewohnt. Die im Gebiet ansässigen Huu-ay-aht sind einer von sieben Nuu-chah-nulth-Stämmen, die an diesem Sund leben.

Der Ort teilt sich in Bamfield West, das auf der Mills Peninsula liegt und nur auf dem Wasser erreichbar ist, und Bamfield East, das auf der anderen Seite des Bamfield Inlet liegt. Letzteres liegt zwischen Bamfield Inlet und Grappler Inlet, an dessen Ende sich ein kleiner Hafen (Port Desire) befindet.

Geschichte[Bearbeiten]

1849 verließ ein Schiffsschreiner namens William Eddy Banfield sein Schiff, um mit den Indianern auf dem Gebiet der Huu-ay-aht Handel zu treiben. Um 1860 etablierte Banfield einen dauerhaften Handelsposten, der später seinen Namen trug. 1862 starb er unter ungeklärten Umständen. Zwar wurde ein Huu-ay-aht wegen Mordes angeklagt, doch ließ sich keine Schuld nachweisen.[1] Vieles spricht dafür, dass er beim Kanufahren ertrunken ist.

Krankheiten dezimierten die Huu-ay-aht derartig, dass sie ihren Hauptort Kiix?in (Huu7ii) aufgeben mussten. Einige der Langhäuser und Pfähle stehen noch heute dort. Die Band hofft, aus dem Dorf eine „heritage site“ machen zu können und sie für den Tourismus zu öffnen. Unterstützt werden sie dabei vom Historic Sites and Monuments Board of Canada. Die rund 100 Huu-ay-aht leben heute überwiegend in der Pachena Bay. Sie sind dabei mit der kanadischen Regierung und der Provinzregierung einen Vertrag abzuschließen, der ihr Reservat erheblich vergrößern soll, zugleich aber ihren Besitz privatisiert.

1902 wurde Bamfield Endpunkt eines Untersee-Telegrafenkabels, das den britischen Teil Nordamerikas mit Australien verband. 1903 eröffnete die erste Poststation, doch der Buchstabierfehler eines Regierungsangestellten machte aus Banfield kurzerhand Bamfield – obwohl der Ort weiterhin am Banfield Inlet liegt.[1]

1959 schloss die Telegrafenstation, nachdem das Kabel bis Port Alberni verlängert worden war. Dort eröffneten 1972 die Bamfield Marine Sciences eine Forschungsstelle, die auch im Dienste des Tourismus arbeitet. Dieser Tourismus konzentriert sich bisher auf Fischfang, Kajakfahren und Wandern, weitet sich aber auf kulturelle und historische Gebiete aus.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Der Zensus im Jahre 2011 ergab für die Ansiedlung eine Bevölkerungszahl von 155 Einwohnern.[2] Die Bevölkerung der Ansiedlung hat dabei im Vergleich zum Zensus von 2006 um 38,2 % abgenommen, während im Durchschnitt der gesamten Provinz Britisch Columbia die Bevölkerung gleichzeitig auch um 7,0 % anwuchs. Von den Einwohnern der Ansiedlung waren 85 männlich und 70 weiblich. 92,9 % der Anwohner waren älter als 15 Jahre, die Zahl der Kinder und Jugendlichen liegt damit erheblich unter dem Schnitt der Provinz.

Von den rund 250 Einwohnern des Zensus im Jahr 2006 gaben 190 Bewohner an, indianische Vorfahren zu haben, 25 waren Angehörige einer First Nation. Jeweils rund 50 Einwohner sprachen Spanisch bzw. Italienisch.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Andrew Scott: The Encyclopedia of Raincoast Place Names: A Complete Reference to Coastal British Columbia. Harbour Publishing, Madeira Park, BC, Oktober 2009, S. 56.
  2. Bamfield Community Profile. Census 2011. In: Statistics Canada. 30. Juli 2012, abgerufen am 8. Oktober 2012 (englisch).
  3. Bamfield Community Profile. Census 2006. In: Statistics Canada. 12. Juni 2010, abgerufen am 8. Oktober 2012 (englisch).