Bartolomeo Platina

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Platina und Papst Sixtus IV., Fresko von Melozzo da Forlì

Bartolomeo Platina (eigentl. Bartolomeo Sacchi, * 1421 in Piadena, lat. Platina, bei Cremona, Lombardei; † 21. September 1481 in Rom) war ein italienischer Humanist und Bibliothekar.

Platina hat seit dem Jahr 1449 in Mantua studiert, im Jahr 1453 wurde er zum Lehrer der Kinder von Ludovico Gonzaga. Im Jahr 1457 siedelte er nach Florenz über, im Jahr 1462 nach Rom. Der Papst Sixtus IV. ernannte 1475 Bartolomeo Platina, mit der Bulle "Ad decorem militantis Ecclesiae", zum ersten Bibliothekar der moderneren Vatikanischen Apostolischen Bibliothek. In Auftrag des Papstes verfasste Platina eine später von Katholiken und Protestanten gleichermaßen geschätzten Papstchronik, die insbesondere in der Darstellung der eigenen Zeit hohen Quellenwert besitzt. Sie erschien 1479 erstmals im Druck. 1580 wurde sie auf den Index der katholischen Kirche gesetzt. Bereits 1546 wurde sie von dem Straßburger Reformator Kaspar Hedio ins Deutsche übersetzt zusammen mit der ersten deutschen Übersetzung der Grabrede Philipp Melanchthons auf Martin Luther gedruckt.

1474 erschien in Venedig, und ein Jahr später in Rom, sein De honesta valuptate et valitudine (Von der Eehrlichen, zimlichen, auch erlaubten Wollust des leibs), das als erstes Kochbuch der Renaissance gilt. Der Bestseller, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, enthält neben Kochanleitungen auch Empfehlungen zur Gestaltung eines Haushalts.

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