Berufssoldat

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Berufssoldaten sind Soldaten, die – im Gegensatz zu z. B. Zeitsoldaten – unbefristeten Dienst in einer Armee leisten.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Voraussetzungen[Bearbeiten]

In der Bundeswehr sind neben geistiger und körperlicher Eignung die deutsche Staatsangehörigkeit, das Eintreten für die freiheitlich demokratische Grundordnung sowie die Vollendung des 24. Lebensjahres Voraussetzung für die Übernahme in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten. Berufssoldaten haben durch die Ernennung einen beamtenähnlichen Status. Ihre Bezüge richten sich nach der Bundesbesoldungsordnung. Berufssoldaten werden mittels einer Bestenauslese aus bewährten Zeitsoldaten rekrutiert; die jährlich stattfindende Auswahlkonferenz entscheidet nach Eignung, Leistung und Befähigung der einzelnen Bewerber und wählt dann einen Bruchteil aus allen Bewerbern aus (ca. 10 Bewerber pro freie Stelle).

Kündigung[Bearbeiten]

Wie Beamte können Soldaten nicht kündigen, sondern ihre Entlassung beantragen. Der Dienstherr kann die Zustimmung an Bedingungen knüpfen:

  • in Kriegs- oder Krisenzeiten kann die Entlassung verweigert oder verzögert werden
  • der Dienstherr kann die Erstattung einer kostspieligen Ausbildung (z. B. zum Piloten) verlangen, sofern diese noch nicht durch eine ausreichend lange Dienstzeit abgegolten wurde
  • auch in Friedenszeiten kann die Entlassung verzögert werden, falls die Person nicht sofort ersetzbar ist
  • wenn durch das Dienstverhältnis eine Einberufung als Wehrpflichtiger entfallen ist (in wenigen Ländern möglich), entsteht möglicherweise eine erneute Verpflichtung zum Wehrdienst, alternativ Anspruch auf Rückzahlung der Differenz des Wehrsoldes zum bezogenen Gehalt.

Ist ein Soldat auf Zeit in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten übergeführt worden und entschließt sich daraufhin, den Dienst zu quittieren, ist dies für ihn mit dem Verlust der Pensionsansprüche (und einer Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung) sowie Ansprüche auf Berufsförderung oder Übergangsgebührnisse verbunden.

Ein Soldat ist nach § 46 Soldatengesetz zu entlassen, wenn er die deutsche Staatsangehörigkeit verliert oder ohne Genehmigung seinen Wohnsitz im Ausland nimmt; ferner in bestimmten Fällen, in denen seine Ernennung oder seine Versetzung in den Ruhestand fehlerhaft oder rechtswidrig war, wenn er sich weigert, den Diensteid abzulegen oder wenn er als Kriegsdienstverweigerer anerkannt ist.

Reguläres Dienstzeitende[Bearbeiten]

Die Versetzung in den Ruhestand (Pensionierung) richtet sich nach den Bestimmungen des § 44 Soldatengesetz. Sie erfolgt demnach spätestens mit dem Erreichen der allgemeinen Altersgrenze gemäß § 45 Abs. 1 Soldatengesetz – dienstgrad-/laufbahnabhängig mit 62 bzw. 65 Jahren. Sie kann jedoch unter bestimmten Umständen auch schon früher, nämlich nach dem Erreichen der besonderen Altersgrenze nach § 45 Abs. 2 Soldatengesetz erfolgen, dienstgrad-/laufbahn-/verwendungsabhängig liegt diese zwischen Vollendung des 40. und des 62. Lebensjahrs.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Berufssoldat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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