Bezalel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bezalel („im Schatten Gottes“) ist ein hebräischer Name, eine biblische Gestalt, und wurde namensgebend für die 1906 in Jerusalem gegründete Kunstgewerbeschule und heutige Kunstakademie.

Biblische Gestalt[Bearbeiten]

In der Bibel ist Bezalel ein angesehener Kunsthandwerker, der von Mose beauftragt wird, das Heiligtum des Wüstenzuges auszustatten. Im Buche Exodus 35,30 heißt es zu ihm: "Dann sagte Mose zu den Israeliten: Seht, der Herr hat Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, beim Namen gerufen. 31: und ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Klugheit und Kenntnis für jegliche Arbeit, 32: Pläne zu entwerfen und sie in Gold, Silber und Kupfer auszuführen 33: und durch Schneiden und Fassen von Steinen und durch Schnitzen von Holz allerlei Kunstwerke herzustellen. 34: Auch hat er ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan, die Gabe verliehen, andere zu lehren. 35: Er hat sie erfüllt mit Kunstsinn zum Ausführen jeder Arbeit eines Steinschneiders, eines Kunstwebers und eines Buntwirkers in violettem und rotem Purpur, Karmesin und Byssus sowie eines Webers. Sie können alle Arbeiten ausführen und die Pläne dazu entwerfen." (Ex 35,30-35 EU) An der Bibelgestalt orientiert sich auch die Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem.

Personen[Bearbeiten]

  • Von Einhard (* um 770 im Maingau; † 14. März 840 im Kloster Seligenstadt), dem Biografen Karls des Großen, wird berichtet, dass er wegen seiner praktischen Begabung in der Hofschule Karls den Beinamen Beseleel erhielt unter Bezugnahme auf den Erbauer der jüdischen Stiftshütte in Ex 35,30[1]
  • Bezalel Stern (1798–1853) war ein russischer jüdischer Pädagoge
  • Bezalel Ashkenazi (* um 1520; † um 1592) war ein in Ägypten lebender jüdischer Gelehrter.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedrich Wilhelm Bautz: Einhard. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 1479–1480.