Bidatsu

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Bidatsu (jap. 敏達天皇, Bidatsu-tennō; * 538; † 14. September 585) war der 30. Tennō von Japan. Er regierte von 572 bis 585. Er war der zweite Sohn von Kaiser Kimmei. Seine Mutter war Kaiserin Iwahime, die Tochter Senkas.

Er wurde 569 (nach Kojiki 555) der Kronprinz Kaiser Kimmeis. Nachdem Kimmei im April 572 starb, folgte er diesem auf den Thron. Zu Lebzeiten war er als Nuna-kura-futo-tama-shiki no Mikoto (沼名倉太珠敷命) bekannt. Seine Residenz hatte er im (Ihare no) Wosada no Miya (他田宮, Wosada no miya), dessen Lage nicht gesichert ist. Dieser lag vermutlich im Shiki-gun, Präfektur Nara oder, wegen des Namens Ihare wegen, in der Nähe der anderen Ihare-Paläste bei Sakurai.

Er hoffte, den japanischen Einfluss in Korea wieder zu verstärken, was aber misslang. Seine religiöse Politik neigte sich dem Shintō zu. 585 verbot er wegen einer Epidemie den Buddhismus und ließ Tempel und Statuen Buddhas verbrennen. In dem gleichen Jahr wurde er selbst krank und starb.

Nachdem seine erste Frau in seinem vierten Regierungsjahr starb, heiratete er seine Halbschwester Prinzessin Kashikiya, bekannt als Kaiserin Suiko. Insgesamt soll er 16 Kinder von vier Frauen gehabt haben.

Das Ehepaar Kaiser Jomei und Kaiserin Kōgyoku stammten beide von ihm ab.

Vorgänger Amt Nachfolger
Kimmei Kaiser von Japan
572–585
Yōmei