Blake-Knoten

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Blake-Knoten
Blake-Knoten
Typ Klemmknoten
Anwendung Auf- und Abstieg am Kletterseil
Ashley-Nr
Synonyme Prohaska, Bellunese – Klemmknoten[1]
Englisch Blake's hitch

Der Blake-Knoten ist ein Klemmknoten, der beim seilunterstützten Baumklettern gebräuchlich ist. Obwohl er sicher klemmt, wird er oft mit einem Stopperknoten gesichert.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Knoten wurde das erste Mal 1981 von Heinz Prohaska vorgestellt. Er nannte den Knoten gesteckter Wickelknoten oder tucked coil hitch. 1990 zeigte er ihn ein weiteres Mal in der Höhlenkletterer-Zeitschrift Nylon Highway #30.[2][3] Getrennt davon stellte Jason Blake den Knoten 1994 einem Brief an das Magazin Arborist World der Baumkletter-Welt vor. Der Knoten wurde forthin in Fachkreisen als Blake's hitch verbreitet und erlangte unter diesem Namen Bekanntheit.[4]

Anwendung[Bearbeiten]

Der Knoten kann zum Auf- und Abstieg am Kletterseil benutzt werden.

Beim Aktionsklettern wird der Blake-Knoten teilweise auch zum Spannen von Transparenten und ähnlichem verwendet. Dabei wird das lose Ende durch eine Öse geführt und dann der Knoten um den ersten Teil des Seiles gewickelt. Auf diese Weise kann einfacher nachgespannt werden als z.B. mit dem Schmetterlingsknoten.

Knüpfen[Bearbeiten]

Der linksgeknüpfte Blake Knoten

Das lose Ende dreieinhalb bis sechseinhalb mal um das Kletterseil wickeln. Dann das Ende unter den ersten zwei Wicklungen am Kletterseil entlangführen und zwischen der zweiten und der dritten Wicklung rausziehen. Einen Stopperknoten am Ende machen und ihn nah an den Wicklungen festziehen.

In der Praxis ist es hilfreich, den Daumen in die ersten zwei Wicklungen mit einzuwickeln, um später das Ende leichter einfädeln zu können.

Auf dem Bild in der Infobox ist als Stopperknoten ein einfacher Überhandknoten gezeichnet. Eine bessere Wahl ist eine Endacht (auch Achtknoten, siehe Zeichnung rechts), da dieser Knoten leichter aufzuknoten ist. [3]

Falls der Knoten wegen eines rutschigen Kletterseils nicht sicher hält, sollte eine weitere Wicklung hinzugefügt werden. Das Ende wird weiterhin unter die letzten zwei Wicklungen geklemmt. Wenn das „Wickelseil“ nicht gut hält, weil es z.B. zu starr ist, sollte noch eine weitere Wicklung angebracht und das Ende darunter eingeklemmt werden. Damit wird mehr „Angriffsfläche“ erzielt, welche das Tragseil besser klemmen kann.


Alternativen[Bearbeiten]

Haltegriff „Blocker“ nach ABoK# 505
  • Beim Klettern wird die Prusikschlinge verwendet.
  • In der Seefahrt wird mit einem Seilstrang der Stopperstek verwendet.
  • Mit einer Bandschlinge wird auch der FB-Bandklemmknoten verwendet.
  • Eher selten wird der Kreuzklemmknoten verwendet.
  • Soll der Karabiner als Haltegriff dienen, muss ein „Blocker“ mit einer Reepschnur um das Seil gewickelt werden. Der Karabiner wird nur am ersten und letzten Auge durchgeführt.

Ähnliche Knoten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Seiltechniken für Bergführer; 6.6 Bellunese-Klemmknoten (PDF-Seite 29; 2,6 MB).
  2. Nylon Highway Nr. 30 von 1990 (PDF; 1,5 MB)
  3. a b Animated Knots by Grog: Blake's Hitch
  4. a b Son of a Hitch: A Genealogy of Arborists' Climbing Hitches (PDF; 2,4 MB) aus Arborist News April 2005 (Englisch)