Bonifatius von Tarsus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Martyrium des Bonifatius von Tarsus (aus dem Weißenauer Passionale, Ende 12. Jahrhundert)

Bonifatius von Tarsus (* wohl in Rom; † um 306 in Tarsus (Türkei)) ist ein römischer, altkirchlicher Märtyrer, der um 306 n. Chr. in Tarsus getötet wurde.

Der in Rom geborene Bonifatius war ursprünglich kein Christ, wurde aber gesandt, in der Region um Tarsus Reliquien christlicher Märtyrer zu finden und zurück nach Rom zu bringen. In Tarsus musste er die Schrecken der Christenverfolgung unter Kaiser Galerius miterleben. Beeindruckt, dass die zu Tode Gefolterten dennoch im Glauben nicht schwankten, ließ er sich taufen und bekannte sich öffentlich zu seinem Glauben, wofür er das Martyrium durch siedendes Pech erlitt. Der Überlieferung nach brachten seine Begleiter seinen Leichnam zurück nach Rom, wo er an der Via Latina beigesetzt wurde.

Der Name „Bonifatius“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „der gutes Geschick Verheißende“. Nach ihm nannte sich Winfried, der „Apostel der Deutschen“, besser bekannt als Bonifatius.

Bonifatius von Tarsus gehört zu den Eisheiligen und wird häufig als Jüngling oder bärtiger Greis und beim Erleiden des Martyriums in heißem Pech dargestellt.

Gedenktag:

  • katholisch 14. Mai
  • orthodox: 19./20. Dezember

Siehe auch[Bearbeiten]

 Commons: Bonifatius von Tarsus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]