Borgholm
| Borgholm | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Schweden | |||
| Provinz (län): | Kalmar län | |||
| Historische Provinz (landskap): | Öland | |||
| Gemeinde (kommun): | Borgholm | |||
| Koordinaten: | 56° 53′ N, 16° 39′ O56.88333333333316.65Koordinaten: 56° 53′ N, 16° 39′ O | |||
| Einwohner: | 3.071 (31. Dezember 2010)[1] | |||
| Fläche: | 2,56 km² | |||
| Bevölkerungsdichte: | 1.200 Einwohner je km² | |||
Borgholm ist eine Stadt auf der schwedischen Insel Öland und Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Sie liegt an der Westküste der Insel.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Im nahe gelegenen Ort Köpingsvik befand sich bereits in der Wikingerzeit ein Marktplatz. An der Stelle an der sich das heutige Borgholm befindet lag im Mittelalter ein Fischerdorf Borgh. Nördlich des heutigen Hafens stand auf dem Friedhof Kapelludden eine steinerne Kapelle, welche jedoch nicht erhalten ist. Im Umfeld des Orts standen mehrere Befestigungsanlagen, welche die Schifffahrt auf dem Kalmarsund bewachten. Am bedeutendsten war das Schloss Borgholm, welches 1806 niederbrannte und seitdem nur noch als Ruine besteht. 1816 erhielt Borgholm die Stadtrechte,[2] obwohl zu dieser Zeit nur 33 Personen im Ort lebten. Es gab lediglich drei Höfe und einige Herbergen. Die Stadt wurde dann nach einem Plan errichtet. Von der zum Hafen führenden Hauptstraße Storgatan gehen rechtwinklig die Seitenstraßen ab. Borgholm wurde schnell zum wichtigsten öländischen Handelsplatz. Bis zum Jahr 1850 war die Bevölkerungszahl auf 700 Menschen angestiegen.
Ab 1842 entstand die heutige Kirche von Borgholm, die zunächst als Schulgebäude errichtet wurde. 1867 nahm die erste öländische Tageszeitung, das Ölandsbladet, seine Tätigkeit in Borgholm auf. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Borgholm, vor allem aufgrund der nahegelegenen Königsresidenz Schloss Solliden, zu einem Touristenort. Im gleichen Zeitraum entstanden auch verschiedene Eisenbahnlinien, die 1962 stillgelegt wurden. Nachdem 1973 die Ölandbrücke fertiggestellt war, pendelten viele Bewohner Borgholms nach Kalmar zur Arbeit.
[Bearbeiten] Bauwerke und Denkmäler
Die bekanntesten Borgholmer Bauwerke sind die Schlossruine Borgholm und das Schloss Soliden. Unweit dieser Schlösser liegt die Parklandschaft Borgehage. Neben der Kirche von Borgholm und dem Stadtmuseum Borgholm sind jedoch auch die bronzezeitlichen Grabanlagen Blå rör, nordöstlich der Stadt und die Schiffssetzung von Borgholm erwähnenswert. Jüngeren Datums ist der Jagdstein nordöstlich der Schlossruine der an königliche Jagden des 19. Jahrhunderts erinnert. An der Landstraße nach Köpingsvik liegt unterhalb der Sankt-Elof-Quelle ein sogenannter Opferhaufen.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Mit einem der größten Jachthäfen Schwedens aber auch einem Schwimmbad, Gaststätten und Hotels ist Borgholm ein ausgeprägter Touristenort. In der Stadt erscheint auch die öländische Zeitung Ölandsbladet.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Borgholm ist der Geburtsort des schwedischen Sängers Folke Rydberg (1900 - 1969). Die schwedische Schriftstellerin Eva Bexell, deren Werke zum Teil auch auf Deutsch erschienen, wuchs in Borgholm auf. 1946 wurde in Borgholm der spätere Formel 1-Rennfahrer Slim Borgudd geboren. Der schwedische Journalist Jens von Reis, geboren 1973, stammt ebenfalls aus der Stadt.
Johan Fredrik Caspersson, 1813 geborener schwedischer Politiker, verstarb 1880, der Bildhauer Johan August Gustafsson (geboren 1852) 1932 in Borgholm. Auch die schwedische Sängerin Brita Borg (1926-2010) verstarb im Ort.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Tätorternas landareal, folkmängd och invånare
- ↑ Die Kirche zu Borgholm, 1994
Tätorter: Björkviken | Borgholm | Köpingsvik | Löttorp | Rälla
Småorter: Åkerby och Lopperstad | Binnerbäck | Böda | Bredsättra | Byxelkrok | Furuhäll, Blårör och Solbergamarken | Gärdslösa | Långlöt | Lindby | Löt | Mellböda och Böda | Rälla tall | Räpplinge | Runsten och Bjärby | Sandby | Sandvik | Sättra | Södvik | Sörby | Spjutterum | Stora Rör | Störlinge | Tjusby | Vedborm