Boris Bukowski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Boris Bukowski (2014)

Boris Bukowski, bürgerlich: Fritz Bukowski (* 5. Februar 1946 in Gleisdorf oder in Fürstenfeld[1]) ist ein österreichischer Musiker.

Leben[Bearbeiten]

Während des Gymnasiums in Fürstenfeld und des anschließenden Studiums in Graz (1974 Dr. iur.) war Bukowski Schlagzeuger in Rockbands wie Music Machine, ab 1972 bei Magic 69 (später MAGIC) und ab 1977 Sänger. Es entstanden zwei Rockalben mit deutschen Texten, die bei der Kritik sehr gut ankamen, kommerziell aber nur ein Achtungserfolg waren. 1980 entstand das dritte Album, „Sick“, mit englischen Texten, danach löste sich die Band nach zahlreichen Konzerten auf.

Von 1979 bis 1991 betrieb Bukowski gemeinsam mit Andi Beit das Magic Sound Studio. Dort entstanden unter anderem die Aufnahmen für „Cafe Passé“ der Ersten Allgemeine Verunsicherung, „Schwarze Energie“ von Peter Weibels Hotel Morphila Orchester, Alben von S.T.S. sowie Bukowskis erstes Soloalbum. Seine Single „Trag meine Liebe wie einen Mantel“ war drei mal Nr. 1 in den Ö3-Charts und das Album erreichte Gold für ca. 42.000 verkaufte Tonträger.

Seit 2001 ist Bukowski nach acht Jahren Abstinenz wieder zurück auf der Konzertbühne. Sein Buch „Unter bunten Hunden“, eine Autobiographie in Anekdoten, erschien 2013. 2014 arbeitet er an einem neuen Album, an dem u.a. Wolfgang Schlögl mitwirkt, und ist Protagonist in dem 90-minütigen Dokumentarfilm „Fritze mit der Spritze“ von Markus Mörth über die Anfänge der steirischen Rockmusik.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1977: Ich bin müde (Album)
  • 1978: Herzflimmern (Album)
  • 1980: Sick (Album: mit englischen Texten)
  • 1985: Boris Bukowski (Album: mit „Euer Fritze mit der Spritze“ u.a.)
  • 1987: Intensiv (Album: u.a. mit „Kokain“, „hart und weich zugleich“)
  • 1989: 100 Stunden am Tag (Album: mit Studiomusikern wie Drummer Curt Cress, arbeitete mit Udo Lindenberg, Tina Turner, The Who uvm. und Bassist Tony Levin (Peter Gabriel, David Bowie, John Lennon u.a.))
  • 1991: Ganz stark im Kommen (Album: am Bass Pino Palladino, arbeitete u.a. mit Elton John, Tears for Fears, The Who uvm)
  • 1992: Sampler „hart und weich zugleich“
  • 1993: Gott ist eine Frau (Album)
  • 1999: 6 (Album: mit dem Bukowski sich durch Verwendung von loops neu positioniert)
  • 2000: Best Of (Album: erscheint bei EMI)
  • 2002: striptease (Live Album)
  • 2005: Bukowski + Freunde (Album)

Filmographie[Bearbeiten]

  • 1993 spielt Boris Bukowski eine Hauptrolle in Peter Patzaks Spielfilm „Waikiki“.

Literatur[Bearbeiten]

  • 2013 erschien seine Autobiografie „Unter bunten Hunden“.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Boris Bukowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Kleine Zeitung: Doku über heimische Rockmusik, 28. April 2014