Brénaz

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Brénaz
Brénaz (Frankreich)
Brénaz
Region Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Belley
Kanton Champagne-en-Valromey
Gemeindeverband Valromey.
Koordinaten 45° 57′ N, 5° 43′ O45.9483333333335.7227777777778709Koordinaten: 45° 57′ N, 5° 43′ O
Höhe 580–1.425 m
Fläche 9,79 km²
Einwohner 92 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 9 Einw./km²
Postleitzahl 01260
INSEE-Code

Brénaz ist eine Gemeinde mit 92 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im französischen Département Ain in der Region Rhône-Alpes.

Geographie[Bearbeiten]

Brénaz liegt auf 690 m, etwa 21 Kilometer nördlich der Stadt Belley (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich im südöstlichen Bugey, an aussichtsreicher Lage auf einer Verebnungsfläche in der Talschaft des Valromey, am Westfuß der Hergues, einer Jurakrete, die zum Höhenzug des Grand Colombier gehört.

Die Fläche des 9,79 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Valromey. Das Valromey bildet eine breite Senke zwischen zwei hohen, in Nord-Süd-Richtung orientierten Jurakämmen. Die westliche Gemeindegrenze verläuft entlang dem Bachlauf der Brise, welche das Gebiet nach Süden zur Arvière entwässert. Von der Brise erstreckt sich das Gemeindeareal ostwärts über das Plateau von Brénaz und den anschließenden dicht bewaldeten Steilhang bis auf die Hergues, auf der mit 1425 m die höchste Erhebung von Brénaz erreicht wird. Die östliche Grenze wird durch den Hauptkamm des vom Grand Colombier nach Norden auslaufenden Höhenzuges markiert, der mit 1363 m jedoch niedriger als die Hergues ist. Zwischen den beiden Kreten befindet sich eine Antiklinaltal.

Blick auf den Gebirgszug Hergues

Zu Brénaz gehören neben dem eigentlichen Ort auch verschiedene Weiler und Gehöfte, nämlich:

  • Boirin (700 m) südöstlich an das Dorf anschließend
  • Méraléaz (750 m) am Westhang der Hergues
  • Larnin (760 m) am Westhang der Hergues

Nachbargemeinden von Brénaz sind Songieu im Norden, Corbonod im Osten, Lochieu im Süden sowie Champagne-en-Valromey im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Pfarrei Méraléaz mit ihrer damaligen Kirche Saint Vincent wurde 1150 zum ersten Mal erwähnt, da sie dem Kartäuserkloster Chartreuse d'Arvières im benachbarten Lochnieu abgabepflichtig war. Im Jahre 1605 verlegte der Heilige Franz von Sales die Pfarrei nach Brénaz, worauf dort die heutige Dorfkirche Saint Martin erbaut wurde.[1][2] Seit dem Mittelalter stand Brénaz unter der Oberhoheit der Grafen von Savoyen. Mit dem Vertrag von Lyon gelangte das Dorf im Jahre 1601 an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Dorfkirche von Brénaz stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 115
1968 116
1975 103
1982 92
1990 95
1999 105
2007 93

Mit 92 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) gehört Brénaz zu den kleinsten Gemeinden des Département Ain. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte, verbleibt die Bevölkerungszahl seit Beginn der 1970er Jahre auf annähernd konstantem Niveau.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Brénaz war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner überwiegend von der Tätigkeit im ersten Sektor. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Artemare via Brénaz auf den Col de Richemond führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Champagne-en-Valromey und über den Höhenzug der Hergues mit Corbonod im Rhônetal (nur im Sommer geöffnet).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brénaz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  É. Philipon: Dictionnaire Topographique du Département de l'Ain. Imprimerie Nationale, 1911, S. 62, 253 (französisch, online, abgerufen am 4. Januar 2014).
  2.  Marie-Claude Guigue: Topographie Historique du Département de l’Ain. Bourg-en-Bresse et Lyon, A. Brun, 1873, S. 53, 228 (französisch, online, abgerufen am 18. Januar 2014).