Präfektur (Frankreich)

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In Frankreich bezeichnet man als Präfektur (französisch préfecture) einen Verwaltungssitz. Im engeren Sinne versteht man unter einer Präfektur auch den Sitz des Präfekten, die der Stadt, in der dieser sich befindet, zugeordneten Verwaltungseinheiten oder auch das eigentliche Gebäude.

Im französischen Einheitsstaat untersteht die Präfektur dem Innenministerium in Paris.

Die Verwaltungseinheit der Präfektur ist eine Einrichtung, die zur Zeit des Konsulats unter Napoleon Bonaparte geschaffen wurde und bis heute Bestand hat.

Der Sitz der Präfektur ist der Hauptort (frz. chef-lieu) eines Départements. Der oberste Verwaltungsbeamte eines Départements ist der Präfekt (frz. préfet). Die darunter liegende Gliederungseinheit ist das Arrondissement, dem eine Unterpräfektur vorsteht, wenn sich in der Gemeinde (frz. commune) nicht bereits die Präfektur selbst befindet. Die Präfektur der Hauptstadt einer Region ist gleichzeitig auch die Präfektur dieser Region.

Heute gibt es in Frankreich 100 Präfekturen. Eine Ausnahme bildet der Großraum Paris, wo die Polizeipräfektur für die Départements Paris (Ordnungsnummer 75), Hauts-de-Seine (92), Seine-Saint-Denis (93) und Val-de-Marne (94) zusammengefasst ist. Die zuletzt genannten drei Départements haben aber dennoch ihren Hauptort, der ebenfalls als Präfektur bezeichnet wird:

  • 92 (Hauts-de-Seine): Nanterre
  • 93 (Seine-Saint-Denis): Bobigny
  • 94 (Val-de-Marne): Créteil

Offensichtlich wird dies auch durch die Stationsnamen der Métro und des RER: Nanterre-Préfecture (RER A), Créteil-Préfecture (M8).