Brivaracetam

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Strukturformel
Strukturformel Brivaracetam
Allgemeines
Freiname Brivaracetam
Andere Namen
  • (2S)-2-[(4R)-2-Oxo-4-propylpyrrolidin-1-yl]butanamid
  • UCB 34714
Summenformel C11H20n2O2
CAS-Nummer 357336-20-0
PubChem 9837243
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Antikonvulsivum

Wirkmechanismus

Ligand am synaptischen Vesikelprotein 2A

Eigenschaften
Molare Masse 212,29 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Der Arzneistoff Brivaracetam ist ein oral appliziertes Antikonvulsivum. Brivaracetam wurde von der belgischen Firma UCB entwickelt und wird unter dem Handelsnamen Rikelta vertrieben.

Pharmakologie[Bearbeiten]

Wirkmechanismus[Bearbeiten]

Brivaracetam ist ein Ligand am synaptischen Vesikelprotein 2A (SV2A)[2]. Zusätzlich inhibiert es spannungsabhängige Natriumkanäle im Nervensystem. Chemisch leitet sich Brivaracetam von Levetiracetam ab, wobei es aufgrund seiner höheren Affinität zum SV2A-Rezeptor eine 10mal stärkere antikonvulsive Wirksamkeit aufweist.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Brivaracetam wird fast vollständig oral resorbiert und über die Niere ausgeschieden, die renale Clearance beträgt 0,06 ml/min/kg. Brivaracetam weist ein Verteilungsvolumen von 0,6 L/kg auf und wird sowohl über CYP-abhängige, als auch CYP-unabhängige Wege abgebaut. Es ist geringfügig lebertoxisch und Untersuchungen zur karzinogenen Wirkung In vitro (Ames-Test) waren negativ. Allerdings führen hohe Dosen Brivaracetam in Kombination mit Carbamazepinen zum schnelleren Abbau von diesen. Seine Plasmahalbwertszeit beträgt 8 h und die Plasmaproteinbindung weniger als 20 %.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Michael Freissmuth, Stefan Böhm, Stefan Offermanns: Pharmakologie Und Toxikologie: Von den Molekularen Grundlagen zur Pharmakotherapie 2012, S. 308.