Bukówka (Słupsk)

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Bukówka
Bukówka führt kein Wappen
Bukówka (Polen)
Bukówka
Bukówka
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Słupsk
Gmina: Słupsk
Geographische Lage: 54° 31′ N, 17° 6′ O54.51944444444417.0975Koordinaten: 54° 31′ 10″ N, 17° 5′ 51″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 59
Kfz-Kennzeichen: GSL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Danzig

Bukówka (deutsch Deutsch Buckow) ist ein Dorf bei Słupsk (Stolp) in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Es bildet ein Schulzenamt in der Gmina Słupsk (Landgemeinde Stolp) im Powiat Słupski (Stolper Kreis).

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das kleine Dorf liegt in Hinterpommern, etwa acht Kilometer nordöstlich von Słupsk und 101 Kilometer westlich der Wojewodschaftshauptstadt Danzig.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ehemalige Rittergut Deutsch Buckow war in älterer Zeit ein Lehen der Familie Below. Im Jahr 1491 kam es durch Tausch von Ländereien in den Besitz der Familie Puttkamer. Um 1784 gab es in Deutsch Buckow ein großes und ein kleines Vorwerk, zwei Bauern, drei Kossäten und acht Haushaltungen.[1] Im Jahr 1801 wurde das Gut nach dem Konkurs des Lehnsherrn Karl Gustav von Puttkamer verkauft und wechselte dann mehrfach seinen Besitzer. Vor Mitte des 19. Jahrhunderts lag die Gerichtsbarkeit von Deutsch Buckow in den Händen eines Patrimonialgerichts.[2] Im Jahr 1894 wurde das Gut von Siegfried von Boehn aufgekauft. Dieser war der letzte Besitzer des Guts vor 1945.

Vor 1945 gehörte die Ortschaft zum Landkreis Stolp im Regierungsbezirk Köslin der Provinz Pommern. 1925 standen in Deutsch Buckow dreizehn Wohngebäude. 1932 verfügte das Dorf über eine einstufige Volksschule, in der ein einzelner Lehrer 45 Kinder unterrichtete. Die Gemeindefläche war 573 Hektar groß. 1938 wurde das Dorf in Bukau umbenannt. Im Jahr 1939 wurden 38 Haushaltungen und 179 Einwohner gezählt.

Bukau wurde im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt und anschließend zusammen mit ganz Hinterpommern Teil Polens. Im Oktober 1945 nahmen Polen das Dorf in Besitz. Die Bevölkerung wurde nach und nach vertrieben. Später wurden in der Bundesrepublik Deutschland 83 und in der DDR 28 aus Bukau vertriebene Dorfbewohner ermittelt.[3]

Bukau wurde in Bukówka umbenannt.

Kirchspiel[Bearbeiten]

Die Dorfbewohner von Deutsch Buckow waren überwiegend evangelisch. 1925 hatte das Dorf 13 Bewohner katholischer Konfession, was 6,4 % der Einwohnerzahl entsprach. Das Dorf war in der in der Altstadt von Stolp gelegenen St.-Petri-Kirche eingepfarrt und gehörte damit zum Kirchenkreis Stolp-Altstadt.

Mit dem Ort verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 945–946, Nr. 10
  2. W. F. C. Starke: Beiträge zur Kenntnis der bestehenden Gerichtsverfassung und der neuesten Resultate der Justizverwaltung in dem Preußischen Staate. Teil II, Band 1: Preußen, Posen, Pommern, Schlesien, Berlin 1839, S. 254
  3. Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Lübeck 1989, S. 422-423 (Download Ortsbeschreibung Bukau (PDF-Datei; 800 kB))