Burg Steen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

p3

Burg Steen
Burg Steen in Antwerpen

Burg Steen in Antwerpen

Entstehungszeit: um 1200 bis 1225
Burgentyp: Niederungsburg, Ortslage
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ort: Antwerpen
Geographische Lage 51° 13′ 22″ N, 4° 23′ 51″ O51.2227777777784.3975Koordinaten: 51° 13′ 22″ N, 4° 23′ 51″ O
Burg Steen (Antwerpen)
Burg Steen

Die Burg Steen am rechten Scheldeufer ist die Stadtburg von Antwerpen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung der Burg Het Steen („Der Stein“) datiert auf das 12. Jahrhundert. Damit gilt sie als ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt Antwerpen. Die Burg war Teil der Stadtbefestigung und sollte den Zugang zur Stadt aus der Richtung der Westerschelde schützen. Im Jahr 1520 bestimmte Kaiser Karl V., dass die Burg renoviert und umgebaut werden sollte, um Artillerie aufnehmen zu können.

Später wurde die Burg als Gefängnis genutzt. Davon zeugt heute noch das Kruzifix über dem Eingang. Es symbolisiert die Stelle, an der zum Tode verurteilte Verbrecher ihr letztes Gebet vor der Hinrichtung zu sprechen hatten.

Bis 1823 diente der Steen als Gefängnis, anschließend hatte das Gebäude unterschiedliche Bestimmungen, z. B. als Wohnhaus, Sägewerk und Fischlager. Ab 1862 war das Gebäude ein Museum für Altertümer und von 1952 bis 2008 das Nationale Schifffahrtsmuseum. Hier konnten Schiffsmodelle berühmter, historischer Schiffe, ebenso Malereien, nautische Instrumente, Fotos und Dokumente besichtigt werden. Ebenso betrachtet werden konnte das Original des Leichters West Hinder III. Die Sammlung kann jetzt im Museum aan de Stroom besichtigt werden.[1]

Anlage[Bearbeiten]

Am Abend

Über den Urzustand der Burg ist wenig bekannt. Die neuere Anlage aus dem 16. Jahrhundert wurde aber nach den Maßgaben des Adels nach mehr Wohnlichkeit erbaut. Der eigentliche Bergfried existiert nicht mehr. Dagegen wurden massive, palastartige Gebäude gebaut. Über dem Haupteingang ist ein Wehrgang angebracht, der mit Pechnasen bestückt ist. Ein massiver Rundturm mit Zinnen sichert den Eingang an der rechten Seite, ein weiterer Rundturm mit Kegeldach und Pechnasen befindet sich links. Seeseitig wurden Bastionen zur Unterbringung der Artillerie eingebaut. Auffällig ist der Baustil der Anlage. Deutlich hanseatisch geprägt sind die stufenförmigen Dachgiebel.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burg Steen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Touristenleitsystem der Stadt Antwerpen