Burli (Lied)

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
Burli
  DE 41 06.06.1988 (7 Wo.)
  AT 24 15.06.1988 (4 Wo.)

Burli ist ein Lied der österreichischen Popband EAV. Es ist Lied Nummer Acht auf dem 1987 erschienenen Album Liebe, Tod & Teufel.

Das Lied handelt von einem Jungen namens Burli, welcher nach einem GAU eines Kernkraftwerks zur Welt kam und zahlreiche Mutationen aufweist. So heißt es im Lied: Der Burli hot links und rechts drei Uhrli, am Kopf hot er a Schwammerl, zwölf Zechn auf die Fiaß ... In weiterer Folge wird die Lebensgeschichte von Burli von der Geburt über das Erwachsenwerden bis hin zur ersten Liebe beschrieben. Die Geschichte findet schließlich ein Happy-End, als Burli seine (durch die radioaktive Strahlung ebenfalls mutierte) Nachbarin Amalia kennenlernt und heiratet. Der Text deutet dabei an, dass Burli auch mehr als ein Geschlechtsteil hat.

Hintergrund für das Lied war die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, was sowohl durch den Text als auch durch das Erscheinungsdatum ersichtlich wird[2]. Ein Charakteristikum der EAV ist es, Lieder zu aktuellen Ereignissen zu schreiben.

Skandal um Burli[Bearbeiten]

Zum Skandal um das Lied kam es schließlich im Februar 1988, als der Radiosender Bayern 3 dem Lied behindertenbeleidigende Aussagen unterstellte. In der Folge wurde das Lied in der gesamten Bundesrepublik praktisch nicht mehr im Radio gespielt und war entsprechend der einzige EAV-Hit in den 80ern, der nicht in die deutschen Airplay-Charts kam.

Für einen weiteren Skandal sorgte die Single von Burli, da sie außerdem noch ein Lied namens Kurti bzw. Wann man gehn muss enthielt, welches die NS-Vergangenheit des österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim zum Thema hatte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE AT
  2. Liedzeile: Auch sie hat einiges zuviel, Als Andenken an Tschernobyl