Cabaret Voltaire (Band)

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Cabaret Voltaire
Allgemeine Informationen
Genre(s) Industrial, Techno
Gründung 1973
Auflösung 1994
Letzte Besetzung
Stephen Mallinder
Richard H. Kirk
Ehemalige Mitglieder
Keyboard
Chris Watson (1973–1981)

Cabaret Voltaire ist eine Industrial- und Techno-Band aus Sheffield, benannt nach dem Zürcher Cabaret Voltaire.

Geschichte

Cabaret Voltaire wurde 1973 in Sheffield von Stephen Mallinder, Richard H. Kirk und Chris Watson gegründet und war in erster Linie ein Projekt, um experimentelle Sounds zu erzeugen, weniger um Songs zu schreiben. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt traf die Band noch auf ein feindlich gesinntes Publikum, welches ihre elektronischen Klänge ablehnte und Rock ’n’ Roll erwartet hatte. Die Musiker wurden bei diesem Konzert durch Besucher attackiert und Stephen Mallinder zog sich den Bruch eines Wirbelknochens zu. Die Akzeptanz beim Publikum besserte sich erst mit dem Auftauchen des Punk in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre. Nachdem sie 1978 ihren ersten Plattenvertrag bei Rough Trade Records erhalten hatten, konnten die Bandmitglieder aufgrund der Verkaufserfolge ihrer ersten LPs Mix-up, incl. einer Coverversion des Seeds-Klassikers No Escape und The Voice of America sowie der Singles Extended Play, einer 7"-EP inklusive des Underground-Hits Do the Mussolini (Headkick) und Nag nag nag ihre bürgerlichen Berufe aufgeben.

Nach erfolgreichen Tourneen durch Europa, Amerika und Japan entschied sich Chris Watson im Jahre 1983, aus der Band auszuscheiden; gleichzeitig veränderte sich die Musik von Cabaret Voltaire in eine kommerziellere Richtung. Mit dem Album The Crackdown, erschienen bei Virgin Records, gelang ihnen in Großbritannien die bisher höchste Chartplatzierung, Platz 31. 1994 löste sich das Projekt zunächst auf. Nachdem Kirk Cabaret Voltaire ohne seine beiden ursprünglichen Mitstreiter Ende des letzten Jahrzehnts wiederbelebte, erschienen 2009 und 2010 Kollaborationen mit Kora sowie The Tivoli. Eine Reunion in der ursprünglichen Originalbesetzung schloss Kirk jedoch 2011 ausdrücklich aus.[1]

Diskografie

  • 1978: Cabaret Voltaire 1974-1976 (Cassette)
  • 1979: Mix-Up
  • 1980: The Voice of America
  • 1980: Three Mantras
  • 1981: Red Mecca
  • 1982: 2 x 45
  • 1982: Hai! (Live in Japan)
  • 1983: The Crackdown
  • 1983: Johnny Yesno
  • 1984: Micro-Phonies
  • 1984: James Brown/ Bad Self (Part 1) 12"
  • 1985: The Covenant, The Sword and the Arm of the Lord
  • 1987: Code
  • 1988: Eight Crépuscule Tracks
  • 1990: Groovy, Laid-Back and Nasty
  • 1990: The Living Legends (Singles Collection)
  • 1991: Body and Soul
  • 1991: Percussion Force
  • 1992: Plasticity
  • 1993: International Language
  • 1994: The Conversation
  • 2010: National Service Rewind

Literatur

  • RE/Search #6/7: Industrial Culture Handbook. RE/Search Publications, 1983. ISBN 0-940642-07-7

Weblinks

Einzelnachweise

  1. "Cabaret Voltaire - Johnny, I hardly knew ye", Sonic Seducer 01/12, S. 124