Caelius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Hügel in Rom. Für weitere Bedeutungen siehe Caelius (Begriffsklärung).
Schematische Karte der sieben Hügel Roms

Der Caelius (lateinisch Caelius mons, italienisch Celio) ist einer der berühmten sieben Hügel Roms. Er liegt östlich des Palatins und südlich des Esquilins. Die Höhe beträgt 50 m, die Flächenausdehnung etwa 2 km × 500 m.

Der Caelius entsprach etwa der II. augusteischen Region Roms, die den Namen Caelimontium trug. Er lag teilweise außerhalb der sakralen Stadtgrenze, des pomerium. Über den Hügel verlief eine Straße zur Porta Caelimontana und parallel dazu mehrere Wasserleitungen.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich wurde der Hügel nach den dort stehenden Eichen auch Querquetulanus mons genannt.[1] Der Name Caelius ging angeblich auf Caele (Caelius) Vibenna zurück, einen Etrusker aus Vulci zur Zeit des Königs Servius Tullius.

Auf oder am Caelius gab es mehrere Heiligtümer, so den Hain der Camenae, den Tempel der Minerva Capta, des Hercules Victor und einen Kultplatz der Diana.

Der Caelius war in der Kaiserzeit nach einem Brand im Jahr 27[1] für seine sehr hohen Grundstückspreise und seine wohlhabenden Bewohner bekannt. Dieser Eindruck ist heute allerdings verblasst. Die einzigen hier noch vorhandenen erwähnenswerten Gebäude aus der Antike sind die Caracalla-Thermen.

In der Kaiserzeit wurden auf dem Caelius ein großer Tempel für den vergöttlichten Kaiser Claudius und mehrere Militärlager erbaut.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b Tacitus, Annalen 4, 65.

41.88333333333312.550Koordinaten: 41° 53′ 0″ N, 12° 30′ 0″ O