Christian Hülsen

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Christian Hülsen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Christian Hülsen (* 29. November 1858 in Berlin; † 19. Januar 1935 in Florenz) war ein deutscher Klassischer Archäologe und Epigraphiker.

Hülsen studierte ab 1876 Klassische Archäologie, Klassische Philologie und Alte Geschichte in Berlin. Zu seinen Lehrern gehörten Ernst Curtius, Heinrich Jordan, Emil Hübner, Johannes Vahlen, Hans Droysen, Adolf Kirchhoff und Theodor Mommsen. Er wurde 1881 promoviert und ging als Stipendiat nach Rom an das Deutsche Archäologische Institut. Von 1887 bis 1909 war er Zweiter Secretar des Instituts in Rom. Seit 1905 war er auswärtiges Mitglied der römischen Accademia dei Lincei. 1907 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Preußischen, 1912 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Seit 1917 lehrte Hülsen als Honorarprofessor an der Universität Heidelberg. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in Florenz.

Bereits als Student arbeitete Hülsen am von Mommsen begründeten Corpus Inscriptionum Latinarum mit, für das er die Inschriften der Stadt Rom bearbeitete. Sein zweiter Forschungsschwerpunkt war die Topographie Roms. Dabei beschränkte er sich nicht auf die Antike, sondern beschäftigte sich auch mit mittelalterlichen Baudenkmälern und künstlerischen Darstellungen Roms aus späterer Zeit.

Schriften[Bearbeiten]

  • Varronianae doctrinae quaenam in Ovidii fastis vestigia extent. Goetsch & Mann, Berlin 1880 (Dissertation, Digitalisat online).
  • Corpus inscriptionum Latinarum Vol. 6. Inscriptiones urbis Romae Latinae. P. 4. Fasc. 1. Reimer, Berlin 1894. Fasc. 2. Reimer, Berlin 1902.
  • Das Forum Romanum. Loescher, Rom 1904. 2. Auflage 1905.
  • (mit Henri Jordan): Topographie der Stadt Rom im Alterthum. Bd. 1, Abth. 3. Weidmann, Berlin 1907.
  • (Hrsg.): Die römischen Skizzenbücher von Marten van Heemskerck im Königlichen Kupferstichkabinett zu Berlin. Bd. 1. Bard, Berlin 1913.
  • Römische Antikengärten des 16. Jahrhunderts. Winter, Heidelberg 1917.
  • Forum und Palatin. Drei-Masken-Verlag, München 1926.
  • Le chiese di Roma nel medio evo. Cataloghi ed appunti. Olschki, Florenz 1927; Nachdruck Olms, Hildesheim 1975, ISBN 3-487-05610-0 (teilweise online).
  • (Hrsg.): Das Skizzenbuch des Giovannantonio Dosio im Staatlichen Kupferstichkabinett zu Berlin. Keller, Berlin 1933.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Christian Hülsen – Quellen und Volltexte