Carl Friedrich Mylius

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Carl Friedrich Mylius

Carl Friedrich Mylius (* 10. Januar 1827 in Frankfurt am Main; † 23. Mai 1916 ebenda) war ein deutscher Fotograf.

Leben[Bearbeiten]

Grab in der Familiengruft auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Mylius war Sohn eines Uhrmachers und absolvierte in Frankfurt eine Lehre als Lithograf. 1842/43 studierte er an der Städelschule, blieb jedoch ohne Abschluss.

Während seiner Wanderjahre arbeitete er in verschiedenen Städten Süddeutschlands. 1851 heiratete er in Nürnberg. 1854 kehrte er nach Frankfurt am Main zurück, wo er bis zu seinem Tode 1916 lebte.

Mylius spezialisierte sich auf die Architektur- und Landschaftsfotografie. Seine Aufnahmen dokumentieren den Veränderungs- und Wachstumsprozess, den Frankfurt in dieser Zeit durchlief. Motiv seiner Arbeit, und damit zeituntypisch, waren bis auf wenige Ausnahmen nicht die gefeierten Neubauten dieser Ära, sondern vornehmlich die in ihrem mittelalterlichen Zustand erhaltene Altstadt. Zahllose Aufnahmen sind von unschätzbarem historischen Wert, da sie vielfach die einzigen fotografischen Zeugnisse vor Umbau oder Zerstörung ganzer Stadtteile darstellen.

Er arbeitete ausschließlich mit dem nassen Kollodiumverfahren und blieb auch dann noch bei dieser Technik, als in den 1870er Jahren das Trockenplattenverfahren aufkam. Etwa 50 seiner Glasnegative sind im Frankfurter Stadtarchiv (heute Institut für Stadtgeschichte) erhalten.

Mylius liegt auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben.

Literatur[Bearbeiten]

  • D. Bartetzko, D. Hoffmann, A. Junker, V. Schmidt-Linsenhoff: Wie Frankfurt photographiert wurde. 1850–1914. München 1977: Schirmer-Mosel.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl Friedrich Mylius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien