Carl Friedrich von Ledebour

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Carl Friedrich von Ledebour, Botaniker

Carl Friedrich Ledebour, ab 1823 von Ledebour oder auch von Ledebur (* 8. Juli 1786 in Greifswald; † 4. Juli 1851 in München) war ein deutscher Botaniker, Professor und kaiserlich russischer Staatsrat. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Ledeb.“.

Familie[Bearbeiten]

Ledebour war der Sohn des schwedischen Militärauditeurs Johann Ledebour († 1785). Er gehört nicht zum westfälischen Adelsgeschlecht von Ledebur. Seine Mutter war Anna Maria Hagemann, seit 1799 Leiterin einer Mädchenschule in Barth. Er heiratete 1815 Elisabeth von Mirbach (1786–1863), die Tochter des Starost von Gitany und Erbherr von Krussen Georg Christoph von Mirbach und dessen Ehefrau Christine Emerentia von Nolde. Das Paar war kinderlos und adoptierte ein Tochter.

Leben[Bearbeiten]

Ledebour wurde nach dem Studium der Rechtswissenschaft und der Naturgeschichte im Jahr 1805 Professor der Botanik und Leiter des Botanischen Gartens der Universität Greifswald. Von 1811 bis 1836 war er Professor und Direktor des Botanischen Gartens in Dorpat (heute Tartu in Estland), den er selbst einrichtete und zu europäischem Ruhm brachte.

Seine Studienreisen führten Ledebour unter anderem nach Russland, Sibirien und Zentralasien; von dort brachte er zahlreiche handgefertigte Farbtafeln der russischen Flora zurück. Die Erforschung der Pflanzenwelt des russischen Reiches dankte ihm Zar Alexander I. im Jahr 1823 mit der Erhebung in den Adelsstand. Nach seiner Emeritierung im Jahr 1836 lebte er zunächst in Odessa, ging dann nach Heidelberg und München, wo er 1851 starb.

Zwei Porträts des Botanikers sollen sich in der Mailingerschen Porträtsammlung der Stadt München befinden.

In seinem Werk Flora altaica gibt Ledebour die Erstbeschreibung von Arten wie dem Asiatischen Wildapfel (Malus sieversii, von ihm noch als Pyrus sieversii benannt) und der Sibirischen Lärche (Larix sibirica).

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Kaiserlich russischer Staatsrat
  • Träger mehrerer hoher Orden

Die Pflanzengattung Ledebouriella H. Wolff und die Trollblume Trollius ledebourii sind nach ihm benannt.

Werke[Bearbeiten]

  • Flora altaica, 1829–1834, die erste Florabeschreibung des Altaigebirges; 4 Bände.
  • Icones plantarum novarum vel imperfecte cognitarum floram rossicam, imprimis altaicam, illustrantes, 1829–1834; 5 Bände
  • Flora rossica, 1841–1853, 4 Bände; wohl die erste komplette Florabeschreibung des Russischen Reiches.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]