Catharose de Petri

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Catharose de Petri

Catharose de Petri (Pseudonym für Henriette Stok-Huizer; * 1902; † 1990) war eine niederländische Autorin einiger Schriften des Lectorium Rosicrucianum, dem sie seit 1935 als Mitglied angehörte. Von Antonin Gadal wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg zur Archidiakonesse des Lectorium Rosicrucianum ernannt, dessen stellvertretende Großmeisterin sie später wurde.[1]

Leben[Bearbeiten]

Frau Stok-Huizers Pseudonym Catharose de Petri, wurde innerhalb der Organisation akzeptiert und kombiniert Katharer (Catha), Rosenkreuzer (Rose) und den Stein (Petri).[2][3]

Catharose de Petri umgab sich in der Hierarchie des Lectorium Rosicrucianum mit dem Nimbus, eine freiwillig inkarnierte abgesandte Botin der „Bruderschaft von Shamballa“ zu sein. Shamballa, wird gemäß der Doktrin des Lectorium in der Wüste Gobi lokalisiert.[4][5][6]

Streitigkeiten um den Führungsanspruch im Lectorium Rosicrucianum[Bearbeiten]

Am 17. Oktober 1965 hatte Jan van Rijckenborgh seinen Sohn, Henk Leene, zu seinem Nachfolger als Großmeister des Lectorium Rosicrucianum bestimmt. Seine engste Mitarbeiterin, Catharose de Petri, und die Spirituelle Leitung des Lectorium Rosicrucianum wollten diese Entscheidung jedoch zunächst nicht anerkennen, weshalb es in der Führung des Lectorium zu jahrelangen Streitereien kam.

Machtkämpfe um die Vergabe des Großmeistertitels[Bearbeiten]

Jan van Rijckenborgh beharrte bis zu seinem Tod darauf, dass es keine „Großmeisterin“ im Lectorium geben wird, und bestand darauf, seinen Sohn als „Großmeister“ einzusetzen, weil dies der Wunsch der „Bruderschaft“ sei. Daraufhin begann ein jahrelanger Machtkampf, weshalb der Großmeister Jan van Rijckenborgh resigniert resümierte, dass seine Arbeit wohl umsonst gewesen sei.

Nach dem Tod des Großmeisters und Gründers des Lectorium Rosicrucianum am 17. Juli 1968, wurde zunächst dessen Sohn Henk Leene, dann dessen Tochter Els Hamelink-Leene und schließlich Catharose de Petri dessen Nachfolgerin. In der Folgezeit setzte sich Catharose de Petri als Großmeisterin innerhalb des Lectorium Rosicrucianum durch, wobei dieser Titel für sie zunächst umstritten war, weil Antonin Gadal sie seinerzeit nur als Mitarbeiterin (Archidiakonesse) des Lectorium Rosicrucianum bezeichnet hatte, und nur Jan van Rijckenborgh von Gadal den Großmeistertitel verliehen bekam.[7][8][9][10]

Werke[Bearbeiten]

Nach dem II. Weltkrieg veröffentlichte sie mehrere Schriften des Lectorium Rosicrucianum, die viele gnostische und neugnostische Anspielungen enthalten.[11]. Horst E. Miers, der Autor des Lexikon des Geheimwissens, hat beobachtet, dass bei etlichen Büchern Rijckenborghs erst in den Neuauflagen nach dessen Tod Catharose de Petri als Mitautorin erscheint.[12]

Publikationen (Auswahl der auf deutsch erschienenen Werke)[Bearbeiten]

  • Transfiguration
  • Das Siegel der Erneuerung
  • Sieben Stimmen sprechen
  • Das goldene Rosenkreuz
  • Das lebende Wort
  • Reveille!
  • Die Apokalypse der neuen Zeit

Gemeinsam mit Jan van Rijckenborgh:

  • Die Bruderschaft von Shamballa
  • Der universelle Pfad
  • Die große Umwälzung
  • Die universelle Gnosis
  • Die chinesische Gnosis (Kommentar zum Tao Te King)
  • Das Lichtkleid des neuen Menschen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. S. 482.
  2. Tobias Churton: The Invisible History of the Rosicrucians: The World's Most Mysterious Secret Society. Inner Traditions Verlag, Rochester, Vermont 2009. S. 511. ISBN 978-1594772559.
  3. Harald Lamprecht, Neue Rosenkreuzer, Göttingen 2004, S. 256
  4. Rudolf Passian: Licht und Schatten der Esoterik. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München 1991, S. 422-423.
  5. Friedrich-Wilhelm Haack: Geheimreligion der Wissenden. Neugnostische Bewegungen Arbeitsgemeinschaft für Religions- und Weltanschauungsfragen, 7. Auflage, München 1989, S. 43.
  6. Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen: EZW-Information Nr. 71. Stuttgart XI/1977, S. 13-14, 29-32, 23. PDF-Download: [1] (PDF; 494 kB)
  7. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. S. 482.
  8. Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004, ISBN 3-7205-2533-3, S. 68-71.
  9. Harald Lamprecht, Neue Rosenkreuzer, Göttingen 2004, S. 260, 286-289ff.
  10. Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen: EZW-Information Nr. 71. Stuttgart XI/1977, S. 32 PDF-Download: [2] (PDF; 494 kB)
  11. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. Seite 482 und S. 373-377
  12. Harald Lamprecht, Neue Rosenkreuzer, Göttingen 2004, S. 286-288