Shambhala (Königreich)
Shambhala (auch Shambala, Shamballa, tibetisch: བདེ་འབྱུང་; Wylie: bde 'byung, ausgesprochen De-jang) ist im tibetischen Buddhismus ein mystisches Königreich, das irgendwo in Zentralasien verborgen sein soll. Es wird in diversen antiken Texten erwähnt, wie zum Beispiel im Kalachakra oder einigen antiken Schriften der Shangshung, welche den tibetischen Buddhisten im Westen von Tibet zeitlich vorangingen. Texte des Bön sprechen von einem sehr ähnlichen Königreich namens Olmolungring.
Wo auch immer seine historischen Wurzeln liegen mögen, Shambhala wurde nach und nach immer mehr als das Reine Land der Buddhisten angesehen, ein sagenhaftes Königreich, dessen Realität genauso phantastisch oder spirituell wie physisch oder geographisch ist. In dieser Form kam der Mythos von Shambhala in die westliche Welt, um dort nicht-buddhistische ebenso wie buddhistische spirituell Suchende und auch ansatzweise die Populärkultur im Allgemeinen zu beeinflussen.
Im Westen wurde sie z.B. durch Madame Blavatsky und die Theosophie bekannt. Es soll ein Ziel Nicholas Roerichs auf seinen Reisen gewesen sein, es zu finden: er vermutete es im Altai-Gebirge. Nach der Besetzung der Mongolei durch Japan 1937 versuchte Japan, die Legende für politische Zwecke zu nutzen, indem das Gerücht gestreut wurde, Japan sei Shambala.
Trivia [Bearbeiten]
- Im Videospiel Uncharted 2: Among Thieves sucht der Held Nathan Drake mithilfe eines Schlüsseldolches nach der sagenumwobenen Stadt Shambhala und findet sie schließlich, sie wird am Ende des Spieles durch Einwirken des Antagonisten zerstört.
- Im Videospiel Indiana Jones und der Turm von Babel besucht dieser ein Shamabala-Kloster, um dort einen Teil der zerstörten Maschine von Babel zu finden.
- Im Anime Fullmetal Alchemist – Der Film: Der Eroberer von Shamballa versucht die Thule-Gesellschaft in diese Welt zu gelangen
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Alexander Berzin, 2003, Falsche Mythen, die in anderen Ländern über Shambhala Verbreitung fanden