Chametz

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Abgehängte Verkaufsregale zum Pessachfest im Supermarkt

Chametz (hebr. חמץ) (in aschkenasischer Aussprache Chometz oder Chumetz) heißt wörtlich übersetzt Gesäuertes.

Gemeint ist in der Regel Gesäuertes im Sinne der in der Tora genannten, am Pessachfest verbotenen Speisen. Es sind dies alle Nahrungsmittel, die eine der fünf Getreidearten Weizen, Hafer, Roggen, Gerste und Dinkel enthalten und bei ihrer Herstellung mehr als 18 Minuten mit Wasser in Berührung waren, ohne gebacken zu werden. Alle diese Nahrungsmittel müssen nach dem jüdischen Religionsgesetz vor Pessach aus dem Haus entfernt und jegliches Eigentum daran aufgegeben werden.

Der Hintergrund dieses Brauchs ist, dass die Israeliten beim Auszug aus Ägypten, der am Pessachfest gefeiert wird, aufgrund des eiligen Aufbruchs den Brotteig noch nicht durchsäuert hatten und daher nur ungesäuertes Brot backen konnten (Ex 12,39). Das Fest der ungesäuerten Brote wird gleichzeitig von JHWH zur Vorschrift für alle späteren Jahre gemacht (Ex 12,17.20) - wobei die Vorschrift im Text bereits vor der Herkunft genannt wird, was chronologisch nicht ganz einsichtig ist.

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