Champdeniers-Saint-Denis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Champdeniers-Saint-Denis
Wappen von Champdeniers-Saint-Denis
Champdeniers-Saint-Denis (Frankreich)
Champdeniers-Saint-Denis
Region Poitou-Charentes
Département Deux-Sèvres
Arrondissement Niort
Kanton Champdeniers-Saint-Denis
Gemeindeverband Val d’Egrais.
Koordinaten 46° 29′ N, 0° 24′ W46.485-0.40388888888889119Koordinaten: 46° 29′ N, 0° 24′ W
Höhe 67–171 m
Fläche 21,81 km²
Einwohner 1.694 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 78 Einw./km²
Postleitzahl 79220
INSEE-Code

Champdeniers - Ortsbild mit ehemaliger Prioratskirche Notre-Dame

Champdeniers-Saint-Denis ist eine französische Gemeinde mit 1694 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) am Flüsschen Egray im Département Deux-Sèvres in der Region Poitou-Charentes.

Lage[Bearbeiten]

Der Ort Champdeniers liegt etwa 70 Kilometer (Fahrtstrecke) westlich von Poitiers und ca. 23 Kilometer nordöstlich von Niort. Die Kleinstadt Parthenay liegt ebenfalls etwa 23 Kilometer in nordöstlicher Richtung.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1469 weilte der französische König Ludwig XI. kurzzeitig in Champdeniers um in der Kirche Notre-Dame zu beten. Er war auf dem Weg nach Puyravault und Coulonges-sur-l'Autize, um dort eine Aussöhnung mit seinem jüngeren Bruder Karl von Valois zu erreichen, der sich − in einem Nachspiel des Hundertjährigen Krieges − auf die Seite des burgundischen Herzogs Karls des Kühnen gestellt hatte.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 1973 sind die ehemals eigenständigen Gemeinden Champdeniers, Saint-Denis und Champeaux zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.

Jahr 1975 1982 1990 1999 2004 2006 2009
Einwohner 1.580 1.518 1.456 1.491 1.532 1.569 1.664

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Notre Dame[Bearbeiten]

Hauptartikel: Notre-Dame de Champdeniers

Sonstiges[Bearbeiten]

Der wasserreiche Ort hatte im 18. Jahrhundert acht Gerbereien, von denen jedoch nur eine erhalten ist und besichtigt werden kann. Einige hübsche Waschhäuser finden sich im Umfeld der Stadt. Unterhalb des Ortes erstreckt sich ein etwa 2 Kilometer langes unterirdisches Fluss- und Höhlensystem, welches während der trockenen Sommermonate besichtigt werden kann.

Umgebung[Bearbeiten]

Etwa 6 Kilometer südwestlich liegt der kleine Ort Ste-Ouenne mit seiner einschiffigen romanischen Dorfkirche Ste-Eulalie aus dem 12. Jahrhundert (siehe Weblink). Der wunderbar klare Innenraum hat ein Spitztonnengewölbe und einige schöne Kapitelle.

Gut 11 Kilometer südöstlich liegt die spätromanische Wehrkirche von Augé (siehe Weblink).

Literatur[Bearbeiten]

  • Thorsten Droste: Das Poitou. Westfrankreich zwischen Poitiers und Angoulême – die Atlantikküste von der Loire bis zur Gironde. DuMont Köln 1999, S. 145 ff ISBN 3-7701-4456-2,

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Champdeniers-Saint-Denis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien