Charles Segal

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Charles Paul Segal (* 19. März 1936 in Boston, Massachusetts; † 1. Januar 2002 in Cambridge, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Altphilologe.

Leben[Bearbeiten]

Segal besuchte die Boston Latin School und studierte Klassische Philologie in Harvard. Sein Examen 1957 erhielt das Prädikat „summa cum laude“. 1961 wurde er zum Ph.D. promoviert und in die akademische Gemeinschaft Phi Beta Kappa aufgenommen. 1964–67 war Segal Professor an der University of Pennsylvania, 1968–86 an der Brown University, 1987–90 an der Princeton University. 1990 folgte er einem Ruf nach Harvard als Walter C. Klein-Professor der Klassischen Philologie. Gastprofessuren hatte er an den Universitäten Columbia und Brandeis inne, sowie Ecole des Hautes Etudes und der Ecole Normale Superieure.

Sein Spezialgebiet war die Interpretation antiker Literatur, vor allem der griechischen Tragödie und der griechischen und römischen Epik und Lyrik, in methodischer Anwendung des Strukturalismus. Auch mit zeitgenössischer Literaturkritik setzte er sich auseinander. Seine Schriften über Euripides, Sophokles, Lukrez, die Odyssee, Bukolik, Orpheus u.v.a. wurden in viele Sprachen übersetzt und fanden weltweite Verbreitung.

Bevor er seine Schrift über Ovids Metamorphosen beenden konnte, starb er nach langer Krebserkrankung am Neujahrstag 2002. Er wurde von seiner Witwe Nancy Jones Segal, zwei Kindern und zwei Enkeln überlebt. Sein Kollege Richard F. Thomas, Professor und Vorsitzender des Classics Department an der Harvard University, bezeichnete Segal in einem Nachruf als den umschauendsten und gebildetsten Literaturforscher des 20. Jahrhunderts[1].

Mitgliedschaften und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Segal war Mitglied der Fulbright-Kommission, Solomon R. Guggenheim Foundation, des National Endowment for the Humanities, des National Humanities Center, der American Academy in Rome (deren Prix de Rome er erhielt) und des Center for Hellenic Studies. 1992 wurde er zum ordentlichen Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1994 war er Präsident der American Philological Association.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zitiert im Nachruf der Harvard Gazette, 2002 (siehe Weblinks)

Weblinks[Bearbeiten]