Cheongsam

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Zwei junge Frauen in der Mode der 1930er Jahre.

Das Cheongsam (chinesisch 長衫 / 长衫Pinyin chángshān ‚langes Kleid‘) oder auch Qipao (chinesisch 旗袍Pinyin qípáo, W.-G. ch'i-p'ao) ist ein populäres chinesisches Frauen-Kleidungsstück vor allem in dem 20. Jahrhundert mit typischen Merkmalen:

  • hoch geschlossener Kragen,
  • Knöchellänge,
  • Knöpfe oder Schlaufenverschlüsse an der Schulter
  • und Schlitze an den Seiten.

Es ist aus feinen Stoffen wie Seide oder Satin mit geringem Materialverbrauch herzustellen. Das Cheongsam ist allerdings – auch in China – keine Alltagskleidung, sondern ein Kleidungsstück für besondere Anlässe.

Der ins Englische übernommene Name „Cheongsam“ (長衫), der langes Kleid bedeutet, kommt aus dem Kantonesischen (Jyutping: coeng4 saam1). In anderen Teilen Chinas wird es auch „Qipao“ (旗袍) genannt. Dieser Name kommt aus der Mandschu-Zeit der Qing-Dynastie. Die Mandschu teilten die Bevölkerung in Banner () ein und nannten sich selbst „Bannerleute“ (旗人qírén). Das gewöhnlich von den Mandschu-Frauen getragene Kleid wurde nun „Bannerkleid“ (qipao) genannt. Auch nach der Revolution von 1911, die die Mandschu-Dynastie beendete, wurde das Kleid weiterhin getragen und zum traditionellen Kleidungsstück für chinesische Frauen.

Die Blütezeit des Qipaos waren die 1930er Jahre, als in Shanghai die klassische Form entstand. Spätere Qipaos unterscheiden sich hauptsächlich in Länge und Stoffmuster davon. Der Entstehungszeitpunkt erklärt sich aus dem Umstand, dass damals das 2000jährige Feudalsystem endete und China erstmals mit der modernen ausländischen Kultur in Berührung kam.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Qipao – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Was ist ein Qipao?