Xinhai-Revolution
|
|||
| Verteidiger | |||
|---|---|---|---|
| Zu stürzender Herrscher: | Kaiser Puyi | ||
| Zu stürzende Regierung : | Qing-Dynastie der Mandschu | ||
| Oberbefehlshaber (Verteidiger): | Yuan Shikai | ||
| Revolution | |||
| Anführer: | Sun Yat-sen | ||
| Name der Bewegung(en): | Tongmenghui (ab August 1912 Kuomintang) | ||
| Oberbefehlshaber (Revolution): | Yuan Shikai | ||
| Ort | |||
| Ort: | Peking | ||
| Reich: | Chinesisches Kaiserreich | ||
| Details | |||
| Typ: | Bürgerliche Revolution | ||
| Epoche/Ära: | 20. Jahrhundert | ||
| Ergebnis: | Erfolgreicher Regierungs- wechsel, Übergang zum Bürgerkrieg |
||
| Anmerkung: | Wohlwollender Vertrag Einführung eines Parlamentes |
||
| Zeit | |||
| Von: | 1911 | ||
| Bis: | 1912 | ||
Die Xinhai-Revolution (chinesisch 辛亥革命 xīnhài gémìng) war eine gesellschaftliche Umwälzung im China des beginnenden 20. Jahrhundert, benannt nach dem Jahr Xinhai (Januar 1910 – Februar 1911) des Chinesischen Mondkalenders. Die Revolution beendete die Regentschaft des letzten Mandschu-Kaisers Puyi der Qing-Dynastie und bedeutete letztlich damit das Ende, dieses über 2100 Jahre, seit 221 v. Chr., in verschiedenen Dynastien Ostasiens währenden Kaisertums. Die Xinhai-Revolution begann im Herbst 1911 und endete Anfang 1912. Durch sie konnte am 1. Januar 1912, die erste chinesische Republik gegründet werden.
Inhaltsverzeichnis |
Verlauf [Bearbeiten]
Siehe auch → Geschichte Chinas
Die Revolution begann mit einem bewaffneten Aufstand, in der historischen Stadtmitte des heutigen Wuhan, in Wuchang am Jangtsekiang, und breitete sich in einer Welle republikanischer Umsturzversuche durch die südlichen Provinzen Chinas aus. In den Konzessionen in Shanghai und in Hongkong wie auch im Ausland, vor allem in Tokio, hatte sich längst eine Opposition gebildet, die bereit für diese Revolution war. Der Kaiser Puyi, schickte kaiserlichen Truppen unter dem Befehl Yuan Shikais, zur Niederschlagung der Erhebung.
Durch ein Telegramm von Chen Qimei vom 29. Oktober 1911 wurde Chiang Kai-shek rechtzeitig zur Desertion vom japanischen Militär und zur Rückkehr aus Japan bewogen und organisierte einen Aufstand in Hangzhou. Chen startete am 3. November einen Angriff mit mehreren hundert Rebellen auf das Shanghaier Manufakturbüro. Dabei wurde er von den Mandschu gefangen genommen, jedoch einen Tag später von seinen Revolutionären aus dem Gefängnis befreit. In einer Machtprobe mit anderen revolutionären Gruppen der Stadt machte er sich selbst zum Militärgouverneur. Weitere Teile Chinas wurden zu diesem Zeitpunkt bereits von lokalen Gruppen kontrolliert, über die die Zentralregierung in Peking nur auf dem Papier die Oberhoheit hatte.
Sun Yat-sen hörte von der erfolgreichen Rebellion gegen die Qing und kehrte sofort aus den Vereinigten Staaten nach China zurück.
Am 6. Dezember setzte Kaiserinwitwe Longyu den Prinzen Chun II als Regenten ab.
Am 29. Dezember wurde Sun in einer Konferenz von Provinzrepräsentanten in Nanjing zum Übergangspräsidenten der Republik China gewählt. Kaiserinwitwe Longyu unterzeichnete den „Edikt der Abdankung des Qing-Kaisers“ (清帝退位詔書 Qīngdì tuìwèi zhàoshū) am 12. Februar 1912, nachdem General Yuan Shikai ein Abkommen zwischen dem Kaiserhof in Peking und der Republik-Regierung in Nanjing ausgehandelt hatte. Infolge dessen Yuan zum ersten offiziellen Präsidenten Chinas ernannt wurde. Durch die „Artikel über die bevorzugte Behandlung des Qing-Kaisers nach seiner Abdankung“ (清帝退位優待條件 Qīngdì tuìwèi yōudài tiáojiàn) (auch Wohlwollender Vertrag genannt), unterzeichnet zusammen mit der neuen chinesischen Republik, war es Puyi erlaubt, seine Titel zu behalten und bestimmte protokollarische Privilegien und Ehren zu genießen. Als Vorbild diente das italienische „Gesetz der Garantien“ von 1870, das den Status des Papstes in Italien regelte.
Auf die Revolution folgte eine lange Reihe von Machtkämpfen und Bürgerkriegen, insbesondere der Chinesische Bürgerkrieg. Erst mit dem Ende der Kulturrevolution sollte die Volksrepublik China wieder für eine gewisse Zeit Ruhe und Stabilität erleben.
Literatur [Bearbeiten]
- Thomas Weyrauch: Chinas unbeachtete Republik. 100 Jahre im Schatten der Weltgeschichte. Band 1: 1911–1949. Longtai, Giessen (i. e.) Heuchelheim 2009; ISBN 978-3-938946-14-5.
- Mechthild Leutner : chinesische Revolution (pdf), in: Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus, Bd. 2, Argument-Verlag, Hamburg, 1995, Sp. 480-487.
Film [Bearbeiten]
- Der mit neun Oscars, vier Golden Globes und weiteren renommierten Filmpreisen, ausgezeichnete Film „Der letzte Kaiser“ von 1987 des Regisseurs Bernardo Bertolucci, beschreibt das Leben des Kaisers und verdeutlicht seine Rolle in der Xinhai-Revolution.
- Der Film „1911“ von 2011 der Regisseure Jackie Chan und Zhang Li, handelt von der Xinhai-Revolution. Dabei verkörpern Winston Chao den Revolutionsführer Sun Yat-sen und Jackie Chan einen seiner wichtigsten Gefolgsleute, Huang Xing.
Weblinks [Bearbeiten]
- Site of the Government of Wuchang Uprising (englisch)