Song Qingling

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Song Qingling

Song Qingling (chinesisch 宋慶齡 / 宋庆龄Pinyin Sòng Qìnglíng, W.-G. Sung Ch’ing-ling) (* 27. Januar 1893 in Kunshan, Jiangsu, China; † 29. Mai 1981) war eine der drei Song-Schwestern, deren Männer zu den bedeutendsten Politikern Chinas im 20. Jahrhundert gehörten. Als Madame Sun Yat-sen wird sie als diejenige beschrieben, „die China liebte“. Ihr Taufname war Rosamond.

Leben[Bearbeiten]

Song Qingling wurde als Tochter des wohlhabenden Geschäftsmanns und Missionars Charlie Soong geboren, besuchte die Oberschule in Shanghai und absolvierte das Wesleyan College in Macon, Georgia, USA.

Nach dessen Scheidung von Lu Muzhen heiratete sie am 25. Oktober 1915 in Japan Sun Yat-sen. Qinglings Eltern waren entschieden gegen diese Ehe, da Dr. Sun 26 Jahre älter als sie war. Nach Suns Tod 1925 wurde sie 1926 in das Zentrale Exekutivkomitee der Kuomintang gewählt, trotzdem ging sie nach der Vertreibung der Kommunisten aus der KMT 1927 ins Exil nach Moskau.

Obwohl sie sich während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges (1937–1945) mit der Kuomintang versöhnte, stand sie im Chinesischen Bürgerkrieg auf der Seite der Kommunisten. Sie trat aber der Partei nicht bei, sondern gehörte zur Vereinigten Front, die über dem Revolutionären Komitee der Kuomintang stand.

1939 begründete sie in Hongkong das China Welfare Institute (ursprünglich China Defense League).

Sie baute 1949 das Magazin China heute (ursprünglich China Reconstructs / China im Aufbau) mit der Unterstützung von Israel Epstein auf. Dieses Magazin wird monatlich in sechs Sprachen herausgegeben (Chinesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Arabisch und Spanisch).

Nach der Gründung der Volksrepublik China 1949 wurde sie Vizepräsidentin der Volksrepublik China, Vorsitzende der Gesellschaft für Chinesisch-Sowjetische Freundschaft und Ehrenpräsidentin der All-China Women’s Federation. 1951 erhielt sie den Stalin-Friedenspreis, und 1953 wurde eine Sammlung ihrer Werke unter dem Titel Kampf für das Neue China veröffentlicht. Von 1968 bis 1972 war sie zusammen mit Dong Biwu amtierendes Staatsoberhaupt.

Büste

Am 16. Mai 1981, zwei Wochen vor ihrem Tod, wurde sie in die Kommunistische Partei Chinas aufgenommen und zur Ehrenpräsidentin der Volksrepublik China ernannt.

Im Gegensatz zu ihrer jüngeren Schwester Song Meiling, die mit ihrem Mann Chiang Kai-shek nach Taiwan floh, wird Song Qingling in Festlandchina sehr verehrt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sterling Seagrave: Soong Dynasty. Sidg. & J, 1985, ISBN 978-0-283-99238-4
  • Thomas Weyrauch: Chinas unbeachtete Republik. 100 Jahre im Schatten der Weltgeschichte. Band 1: 1911 - 1949. Longtai, Giessen (i. e.) Heuchelheim 2009, ISBN 978-3-938946-14-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Song Qingling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien