Calciumhypochlorit
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| Keine Strukturformel vorhanden | |||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||
| Name | Calciumhypochlorit | ||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | Ca(ClO)2 | ||||||||||||||
| CAS-Nummer | 7778-54-3 | ||||||||||||||
| Kurzbeschreibung | weißes bis graues Pulver mit starkem Chlorgeruch | ||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||
| Molare Masse | 142,98 g/mol | ||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
2,35 g·cm−3[1] |
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| Schmelzpunkt | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
177 °C (Zersetzung)[1] |
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| Löslichkeit | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||
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| LD50 |
850 mg·kg−1[1] |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||||||
Calciumhypochlorit ist das Calciumsalz der Hypochlorigen Säure mit der chemischen Formel Ca(OCl)2. Es muss vom sogenannten Chlorkalk (Bleichkalk) unterschieden werden, der ein gemischtes Chlorid-Hypochlorit-Salz mit der Formel CaCl(OCl) darstellt. Herstellungsbedingt enthalten beide Produkte noch Anteile von Calciumhydroxid. Chlorkalk wurde erstmals 1799 von Charles Tennant hergestellt[4].
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Eigenschaften
Calciumhypochlorit und Chlorkalk sind weiße, nach Chlor riechende Pulver oder Granulate. Chlorkalk ist nur wenig in Wasser löslich, während Calciumhypochlorit besser wasserlöslich ist; konzentrierte Lösungen sind grünlichgelb gefärbt[4]. Beide entwickeln mit Säuren, sogar der Kohlensäure der Luft, Chlor. Beispiel anhand der Salzsäure mit Chlorkalk:
Beim Stehen und mit manchen Metalloxiden wird (besonders bei Lichteinwirkung) Sauerstoff freigesetzt.
[Bearbeiten] Herstellung
Die Gewinnung von Chlorkalk erfolgt durch Einwirken von Chlorgas auf feuchten gelöschten Kalk (Calciumhydroxid) in der Kälte[4]:
Zur Herstellung von Calciumhypochlorit wird eine Calciumhydroxid-Suspension bei -20 °C chloriert[4], so dass nur das Calciumchlorid in Lösung geht.
[Bearbeiten] Verwendung
[Bearbeiten] Medizin
Chlorkalk wurde zuerst durch den Mediziner Ignaz Semmelweis erfolgreich als Desinfektionsmittel eingesetzt; dadurch konnte die Sterblichkeit von Wöchnerinnen erheblich gesenkt werden. Allerdings greift Chlorkalk nicht nur Bakterien und Viren, sondern auch die Haut an. Daher ist die Verträglichkeit nicht sehr gut und die Bereitschaft zur regelmäßigen Anwendung gering. Besser akzeptiert sind heute Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis. Ferner wird es auch zur Dekontamination von diversen Kampfstoffen (z. B. Sarin oder Senfgas) und als Algizid (Algenbekämpfungsmittel) eingesetzt.
[Bearbeiten] Technische Verwendung
In der Technik werden Chlorkalk bzw. Calciumhypochlorit als Bleichmittel für Zellstoff, Papier und Textilien verwendet, wobei sie aber aus Umweltschutzgründen durch andere chlorfreie Bleichverfahren verdrängt werden. Calciumhypochlorit wird auch zur Herstellung von Chloroform, zum Bleichen von Schellack und bei der Cobaltgewinnung zur Abtrennung von anderen Metallen verwendet.
[Bearbeiten] Sicherheitshinweise
Calciumhypochlorit ist gesundheitsschädlich (LD50 oral Ratte: 850 mg/kg[5]) und sollte kühl und trocken gelagert werden, da es zur Zersetzung unter Selbsterhitzung neigt. Oxidierbare Stoffe und Säuren müssen unbedingt ferngehalten werden.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b c d e Sicherheitsdatenblatt (Merck)
- ↑ Sicherheitsdatenblatt JT Baker
- ↑ Eintrag zu CAS-Nr. 7778-54-3 im European chemical Substances Information System ESIS
- ↑ a b c d Römpp CD 2006, Georg Thieme Verlag 2006
- ↑ Betriebsanweisung Calciumhypochlorit [7778-54-3]




