Christian Saehrendt

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Christian Saehrendt (* 29. Januar 1968 in Kassel) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Publizist.

Leben[Bearbeiten]

Saehrendt studierte Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg [1], anschließend Neueste Geschichte und Europäische Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 2002 wurde er dort mit einer Arbeit über den Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner promoviert. Seit 1989 arbeitet er mit Steen T. Kittl zusammen [2], zwischen 1994 und 2000 leiteten beide die Produzentengalerie und Künstlergruppe Neue Anständigkeit in Berlin. Seit 2007 verfassten Saehrendt und Kittl gemeinsam sechs populärwissenschaftliche Monografien. Christian Saehrendt verfasst neben populärwissenschaftlichen Büchern kunstwissenschaftliche Studien und Fachbeiträge in Zeitschriften, Katalogen und Sammelbänden. Er ist Kolumnist beim Schweizer Monat und schreibt für die Neue Zürcher Zeitung.[3]

Seine Themen- und Arbeitsschwerpunkte sind Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, Kunstsoziologie, politische Kunst sowie populärwissenschaftliche Kunstvermittlung im Bereich Gegenwartskunst [4]. Eigenständig und in Kooperation mit Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeitete er u. a. an Projekten über Auswärtige Kulturpolitik, politische Denkmäler (Plastik und Architektur) über die Künstlergruppe „Die Brücke“.

Werke[Bearbeiten]

Populärwissenschaftliche Monographien[Bearbeiten]

  •  Christian Saehrendt, Steen T. Kittl: Du hast die Haare schön. Frisch frisierte Weisheiten für Sie und Ihn. DuMont, Köln 2014, ISBN 978-3-8321-9706-3, S. 240.
  •  Christian Saehrendt: Kassel. Ist das Kunst – oder kann das weg? Documenta-Geschichten, Märchen und Mythen. DuMont, Köln 2012, ISBN 978-3832193447, S. 240.[5]
  •  Christian Saehrendt: Blamage! Geschichte der Peinlichkeit. Bloomsbury, Berlin 2012, ISBN 978-3827010643, S. 200.[6]
  •  Christian Saehrendt, Steen T. Kittl: Alles Bluff!: Wie wir zu Hochstaplern werden, ohne es zu wollen. Oder vielleicht doch?. Heyne, München 2011, ISBN 978-3453178137, S. 304 (auch auf koreanisch erschienen).[7]
  •  Christian Saehrendt, Steen T. Kittl: Geier am Grabe van Goghs. Und andere hässliche Geschichten aus der Welt der schönen Künste. DuMont, Köln 2010, ISBN 978-3832190934, S. 304.
  •  Christian Saehrendt, Steen T. Kittl: Was will Kunst?. Campus, Frankfurt 2009, ISBN 978-3593386461, S. 200 (Auch auf koreanisch (Südkorea) und chinesisch (Taiwan) erschienen).
  •  Christian Saehrendt, Steen T. Kittl: Das sagt mir was: Sprachführer Kunst: Sprachführer Deutsch – Kunst / Kunst – Deutsch. DuMont, Köln 2008, ISBN 978-3832190941, S. 248.[8]
  •  Christian Saehrendt, Steen T. Kittl: Das kann ich auch!: Gebrauchsanweisung für Moderne Kunst. DuMont, Köln 2007, ISBN 978-3832177591, S. 248 (Sachbuchbestseller 2007. Auch auf türkisch, koreanisch, chinesisch (Taiwan und Volksrepublik) und auf spanisch (Spanien) erschienen, aktualisierte deutsche Auflagen 2009 und 2013 (Taschenbuch)).

Roman[Bearbeiten]

  •  Christian Saehrendt: Die radikale Absenz des Ronny Läpplinger. Walde+Graf, Zürich 2011, ISBN 978-3037740415, S. 270.[9]

Wissenschaftliche Monografien[Bearbeiten]

  •  Christian Saehrendt: Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation: Studien zur Rolle der bildenden Kunst in der Auswärtigen Kulturpolitik der DDR. Steiner Franz Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 9783515092272, S. 197 (In der Reihe Pallas Athene. Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, herausgegeben von Rüdiger vom Bruch und Eckart Henning Bd. 27). [10]
  •  Christian Saehrendt: Der Stellungskrieg der Denkmäler. Kriegerdenkmäler im Berlin der Zwischenkriegszeit (1919-1939). Dietz, Bonn 2004, ISBN 978-3801241506, S. 205 (herausgeg. von Michael Schneider und Dieter Dowe in der Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Friedrich-Ebert-Stiftung).
  •  Christian Saehrendt: " Die Brücke" zwischen Staatskunst und Verfemung: Expressionistische Kunst als Politikum in der Weimarer Republik, im "Dritten Reich" und im Kalten Krieg. Franz Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 9783515086141, S. 124 (Erschienen in der Reihe Pallas Athene. Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, herausgegeben von Rüdiger vom Bruch und Eckart Henning Bd. 13.).
  •  Christian Saehrendt: Ernst Ludwig Kirchner: Bohème-Identität und nationale Sendung. Lang, Peter, Frankfurt 2003, ISBN 978-3631501283, S. 241.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lori Waxman: Lori Waxmans Kunstkritik: Christian Saehrendt. 12. August 2012, abgerufen am 13. Mai 2013 (deutsch).
  2. Autorenportrait C. Saehrendt und S. Kittl In: Kölner Stadtanzeiger 28./29. April 2007.
  3. Christian Saehrendt. DuMont Buchverlag, abgerufen am 12. Mai 2013 (deutsch).
  4. Der Peter Lustig des Kunstbetriebs Interview/Autorenporträt C. Saehrendt In: Galore, Juni 2008.
  5. Mark-Christian von Busse: Führer zur Kunst in Kassel: Das Märchen von der documenta. 6. März 2012, abgerufen am 13. Mai 2013 (deutsch).
  6. Johan Dehoust: Hol dir den Adrenalinkick. 27. Februar 2012, abgerufen am 13. Mai 2013 (deutsch).
  7. Johanna Bruckner: Täuschen - ein Grundprinzip des Lebens. Süddeutsche.de, 4. Juni 2011, abgerufen am 13. Mai 2013 (deutsch).
  8. Eine wunderbar halbernste Lebenshilfe für den Kunstbetrieb In: Neue Zürcher Zeitung, 25. Oktober 2008.
  9. Christian Saehrendt: Die radikale Absenz des Ronny Läpplinger, Walde & Graf 2012. Portal Kunstgeschichte, S. 2, abgerufen am 13. Mai 2013 (deutsch).
  10. Benita Blessing: Christian Saehrendt. Kunst als Botschafter einer künst-lichen Nation: Studien zur Rolle der bildenden Kunst in der Auswärtigen Kulturpolitik der DDR. Abgerufen am 13. Mai 2013 (englisch).