Kolobom
| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| Q10.3 | Sonstige angeborene Fehlbildungen des Augenlides -Lidkolobom |
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| Q12.2 | Linsenkolobom | |
| Q13.0 | Iriskolobom | |
| Q14.2 | Angeborene Fehlbildung der Papille - Kolobom der Papille |
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| Q14.8 | Sonstige angeborene Fehlbildungen des hinteren Augenabschnittes - Kolobom des Augenhintergrundes |
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| ICD-10 online (WHO-Version 2011) | ||
Unter einem Kolobom (von griechisch κολοβωμα = das Verstümmelte) versteht man im weitesten Sinne eine angeborene oder erworbene Spaltbildung. Meistens wird der Begriff in der Augenheilkunde verwendet. Hier bezeichnet er eine angeborene (zum Teil vererbte) oder auch erworbene Spaltbildung von Iris (Regenbogenhaut), Linse, Augenlid oder Aderhaut.
[Bearbeiten] Pathogenese
Die Ursache für eine angeborene Spaltbildung liegt in der embryonalen Entwicklung begründet. Aufgrund von Fehlsteuerungen unterbleibt ein vollständiger Schluss der Augenbecherspalte. Je nach Ausprägung sind von der Spaltbildung nur ein Teil oder auch mehrere Teile des Auges betroffen. Erworbene Kolobome sind in der Regel auf äußere Gewalteinwirkung (bei Unfall oder Operationen) zurückzuführen. Dadurch kommt es zu einer Spaltung beispielsweise des Augenlides oder der Iris.
[Bearbeiten] Literatur
- Keith L. Moore, Trivedi V. Persaud, Christoph Viebahn: Embryologie. Entwicklungsstadien, Frühentwicklung, Organogenese, Klinik („The developing human“). 5. Aufl. Elsevier Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-41112-0, S. 518–519.
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