CorelDraw Graphics Suite

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CorelDraw Graphics Suite
CorelDRAWX7logo.svg
Screenshot Corel Draw X4.png
Basisdaten
Entwickler Corel
Aktuelle Version X7
(2014)
Betriebssystem Microsoft Windows
Kategorie Grafiksoftware
Lizenz proprietär
Deutschsprachig ja
www.corel.com

CorelDraw Graphics Suite (eigene Schreibweise: CorelDRAW Graphics Suite) ist eine insbesondere auf Windows-Systemen verbreitete Grafik- und Bildbearbeitungs-Softwaresammlung der Corel Corporation.

Die Versionsnummern wurden erst bis 12 (2003) hochgezählt, in den nachfolgenden Versionen wurde die „10“ durch die römische Ziffer X ersetzt, somit mit X3 (2006) bis X7 (2014) bezeichnet.

Komponenten[Bearbeiten]

CorelDraw wird als Paket von Anwendungen (Graphics Suite) zur Grafikbearbeitung vertrieben. Es enthält in der Version X7 folgende Komponenten:

Hauptprogramme[Bearbeiten]

Zusätzliches[Bearbeiten]

Zudem sind verschiedene zusätzliche „Helferlein“ enthalten, wie SWiSH miniMax 2 (in CorelDraw X6 nicht mehr enthalten), Cliparts, Schriften und Sonstiges.

In den Versionen 10–12 lag zudem noch Corel Rave zur Erstellung einfacher Flash-Animationen bei.

CorelDraw Generieren.png CorelDraw Alterieren.png
Möglichkeiten von CorelDraw (X4)

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Version des Programms wurde für Microsoft Windows entwickelt und im Jahr 1989 als Version 1.2 veröffentlicht (die Versionen 1 und 1.1 waren interne Vorabversionen). Später kam eine Version für Apple Macintosh hinzu, wobei Version 11 die letzte Version für Macintosh-Systeme darstellt. Zeitweise gab es auch eine eigenständige Unix-Version (CorelDraw 3), die später durch eine Wine-basierte (CorelDraw 9) nur für Linux ersetzt und schließlich ganz aufgegeben wurde.

Das Besondere an den ersten CorelDraw-Versionen war, dass Vektor-Schriften in einem proprietären Format mitgeliefert wurden. Windows 3.0 unterstützte noch keine TrueType-Schriftarten. Um trotzdem Postscript-Fonts nutzen zu können und die mitgelieferten Corel-Fonts im .wfn-Format auch als Druckerfont auf entsprechende Drucker hochladen zu können, lag diesen Versionen das Dienstprogramm WFN-Boss bei. So war Corel von den PostScript-Schriften der Firma Adobe unabhängig. Das umfangreiche Schriftenpaket, 2010 bestehend aus über tausend OpenType- und PostScript-Schriften, ist bis heute beibehalten worden. Zumindest einzelne ältere Versionen waren auch zusammen mit Ventura erhältlich. Schon die ganz frühen Versionen erlaubten auch den Export von Grafiken in einen Font (zunächst ins Corel-eigene Format), wodurch sich CorelDRAW auch als einfacher Font-Editor einsetzen lässt.

Daneben war es in den ersten Versionen nur möglich, im schwarzweißen Outline-Modus zu arbeiten, die tatsächliche farbige Grafik bekam man dann erst nach Umschalten in den Vorschaumodus zu sehen. Dies war ein Zugeständnis an die damals sehr leistungsschwachen Rechner. Trotzdem dauerte das Rendern des Vorschaubildes nicht selten einige Sekunden bis Minuten, je nach Komplexität des Bildes.

Die neueren Versionen beinhalten zunehmend Funktionen aus dem Desktop-Publishing und der Druckvorstufe. So gibt es eine direkte PDF-Ausgabe, eine Druckvorschau, die komplexe Montagebögen ermöglicht, und eine kalibrierte Farbvorschau, die durch die Verwendung der Trapping-Methode auch Farbmischungen anzeigt.

In der Version X5 wurde das Farbmanagement vollständig neu programmiert und entspricht nun dem weltweiten Industriestandard, der weitgehend von Adobe geprägt wurde. Das führt allerdings zu teils erheblichen Farbunterschieden beim Bearbeiten von Dateien aus vorherigen Versionen.

Das eigene versionsabhängige Vektorformat hat die Dateiendung CDR. Das Meta-Austauschformat mit der Dateiendung CMX kann plattformübergreifend z. B. von den Programmen Inkscape und Skencil gelesen werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • CorelDRAW 11 Graphics Suite Kompendium; Borges, Redeker, Schumacher; Markt+Technik Verlag; München 2003; ISBN 3-8272-6361-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: CorelDraw Graphics Suite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien