Apple Macintosh

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Dieser Artikel beschreibt die Computerbaureihe. Zu weiteren Bedeutungen des Begriffes Macintosh siehe Macintosh (Begriffsklärung).

Der heute einfach als Mac [mæk] bezeichnete Macintosh [ˈmækɪntɒʃ] von Apple war der erste Mikrocomputer mit grafischer Benutzeroberfläche, der in größeren Stückzahlen produziert wurde. Bis heute tragen die Personal Computer von Apple die Produktbezeichnung Mac in Kombinationen wie Mac mini, MacBook, iMac und Mac Pro.

Geschichte[Bearbeiten]

Prototyp des ersten Macintosh-Modells, 1981
Das erste Macintosh-Modell von 1984

Der erste Mac war der Nachfolger des technisch ähnlichen, aber wirtschaftlich erfolglosen und 10.000 US-Dollar teuren Apple Lisa. Der Macintosh 128k wurde am 24. Januar 1984 von Apple-Mitbegründer Steve Jobs vorgestellt. Der Werbespot „1984“ für den Mac wurde beim Super Bowl XVIII aufgeführt. Zum Preis von 2495 US-Dollar (entsprach damals etwa 7200 DM / ungefährer Verkaufspreis in Deutschland: 10.000 DM) erhielt man einen Rechner auf der Basis von Motorolas 68000-CPU, die mit 8 MHz getaktet war und auf 128 Kilobyte Arbeitsspeicher (RAM) zugreifen konnte – was sich schnell als zu wenig erwies. Ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 400 KByte Speicherplatz und ein integrierter 9-Zoll-Monitor vervollständigten den ersten Macintosh.

Ebenso wie der Vorgänger Lisa war auch der Macintosh mit einer grafischen Benutzeroberfläche und einer Maus ausgestattet. Zum damaligen Zeitpunkt war dies ein völlig neuartiges Konzept für Personal Computer, da alle bisherigen Systeme auf dem Markt über Tastatureingaben in einer Kommandozeile bedient wurden. Das Betriebssystem des Macintosh hatte ursprünglich keinen Namen und wurde nur „System“ (mit angehängter Versionsnummer) genannt. Ab Version 7.5.1 hieß es dann Mac OS (abgeleitet von Macintosh Operating System). Es war von Beginn an auf die Bedienung mit der Maus zugeschnitten und enthielt zu diesem Zeitpunkt revolutionäre Konzepte, wie den „Papierkorb“, mit dem das Löschen von Dateien wieder rückgängig gemacht werden konnte, den „Schreibtisch“, Drag & Drop, das Auswählen von Text oder Objekten zwecks Änderung der Attribute und das Navigieren im Dateisystem mit Hilfe von Icons. Weitere grundlegende Konzepte, die den Anwendern die damals noch weitverbreitete Scheu vor der Benutzung von Computern nehmen sollten, waren die Undo-Funktion und die durchgängig einheitliche Bedienung verschiedener Anwendungsprogramme.

Trotz dieser Neuerungen verkaufte sich der neue Computer anfangs nur in kleinen Stückzahlen. Gründe dafür wurden in seinem hohen Preis und darin gesehen, dass er in seiner Form und Art der Benutzung weit von dem entfernt war, was man zu jener Zeit gemeinhin unter einem professionellen Computer verstand (Monitore mit grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund und die Eingabe langer Kommandozeilen). Erst die Nachfolgemodelle des originalen Macintoshs konnten eine größere Nutzerschaft an sich binden, die dann einen hohen Gesamtmarktanteil erreichte, jedoch zahlenmäßig von Windows-Systemen überholt wurde. Der Marktanteil des Macintosh war um 2000 auf einen Tiefstand von je nach Zählmethode zwischen drei und fünf Prozent gesunken. Mit der Einführung von Mac OS X stieg der Marktanteil kontinuierlich und hat 2011 in den USA etwa 13 % und weltweit ca. 6 % erreicht.[1]

Von Sommer 1994 bis September 1997 wurde das Betriebssystem Mac OS an andere Computerhersteller (unter anderem Umax und Power Computing) lizenziert. Die aus dieser Lizenz resultierenden Macintosh-kompatiblen Computer wurden Mac-Clones genannt.

Produkte[Bearbeiten]

Zeitleiste der Macintosh-Modelle[Bearbeiten]

MacBook Air MacBook MacBook Pro iBook PowerBook Duo Macintosh Portable PowerBook Mac Pro Zylinder Mac Pro Tower Power Mac G5 Power Mac G4 Xserve eMac Power Mac G4 Cube Twentieth Anniversary Macintosh Power Macintosh Macintosh Quadra Macintosh LC Macintosh II Macintosh XL Mac mini Macintosh TV Macintosh Color Classic Macintosh Classic II iMac Macintosh Classic Macintosh SE/30 Macintosh Performa Macintosh SE FDHD Macintosh SE Macintosh Plus Macintosh 512K Macintosh 128K Extensible Firmware Interface New World ROM Old World ROM

Aktuelle Produkte[Bearbeiten]

Abbildung Name Typ Marktsegment Beschreibung
Mac mini Mac mini Desktop Privatanwender und professionelle Anwender Der Mac mini (Generation "Late 2012") ist das mit 19x19cm Stellfläche und 4cm Bauhöhe kleinste und zugleich preiswerteste Macintosh-Modell. Er wird ohne Monitor, Tastatur und Maus ausgeliefert. Es gibt ihn in drei Varianten. Zwei für den Arbeitsplatz, und eine Server-Variante. Alle Varianten sind mit Intel Core i5/i7 Prozessoren (Ivy Bridge) mit jeweils 4 Prozessorkernen ausgestattet und beherbergen die entsprechende Intel HD4000 Grafik. Ein Modell mit diskreter Grafiklösung wird seit Ende 2012 nicht mehr angeboten.

Das Einstiegsmodell ist mit einem 2,5-GHz-Core i5, 500-GB-Festplatte ausgestattet. Die größere Ausstattungsvariante bietet einen Core-i7-Prozessor mit wahlweise 2,3 oder 2,6 GHz, sowie eine Festplatte mit 1 TB Speicherkapazität. Beiden Modellen gemein ist die Basisausstattung mit 4 GB RAM (1600 MHz, DDR3). Optional kann der Speicher bei beiden Modellen auf 8 oder 16 GB aufgestockt werden. Bei den Festplatten bietet Apple die Möglichkeit, den Mac Mini auch mit einem Fusion Drive oder einer SSD zu bestellen. Der Austausch von Speicher und Festplatte kann aber vom Anwender auch später selbst vorgenommen werden. Die Server-Variante unterscheidet sich von der größeren Ausstattungsvariante lediglich in der zweiten Festplatte (ebenfalls als Fusion Drive oder SSD erhältlich) und im vorinstallierten Betriebssystem (OSX Server). Auf der Schnittstellenseite sind alle Mac Minis identisch. Die Rückseite des Gerätes beherbergt 4x USB 3.0, 1x FireWire-800, 1x Thunderbolt/Mini-Displayport, 1x HDMI, je ein analoger Audio Ein- und Ausgang sowie ein SD-Card-Einschub.

iMac iMac Desktop Privatanwender und professionelle Anwender (Stand 2012) Der iMac ist mit einem Prozessor aus der Intel Core-i-Serie ausgestattet. Als "All-in-One Design" kombiniert er Rechner und Bildschirm in einem Gehäuse. Maus und Tastatur (drahtlos) sind im Lieferumfang enthalten. Den iMac gibt es mit einem 21,5"-TFT-Monitor in 1080p und 2,5/2,7 GHz (Core i5) sowie als Aufrüstungsmöglichkeit mit einem 2,8 GHz-Core-i7-Prozessor. Die 27"-Monitor-Variante (2560 x 1440 Pixel) kommt mit einem 2,7/3,1 GHz (Core i5) oder einem 3,4 GHz-Prozessor (Core i7) daher. Als Grafikchips werden AMD Radeon HD 6750M (21,5"), 6770M (21,5" und 27") sowie 6970M (nur 27") eingesetzt. Der Arbeitsspeicher ist zwischen 4 und 16GB und der Festplattenspeicher zwischen 500 GB und 2 TB wählbar.

Seit dem 8. August 2011 bietet Apple in den USA einen speziellen, abgespeckten Bildungs-iMac an, der mit einem 3,1-GHz-Zweikern-Core-i3, 2 GB Arbeitsspeicher (bis zu 8 GB erweiterbar), 250 GB Festplatte sowie einer Radeon HD 6750M mit 256 MB Grafikspeicher (und ohne den neuen Thunderbolt-Anschluss) ein von der Leistung verringertes 21,5"-Modell zu einem möglichst günstigen Preis sein soll.

Mac Pro Mac Pro Workstation Professionelle Anwender Der Mac Pro ist das Workstation-Modell von Apple und der teuerste Rechner in der Produktpalette. Das Design wurde gegenüber dem Vorgängermodell komplett überarbeitet. Der Mac Pro steckt nun nicht mehr in einem Alu-Tower-Gehäuse, sondern in einem dosenähnlichen, glänzenden Gehäuse. Durch die Verwendung eines Thermalkerns, einer Art Metallrahmen um den alle Komponenten angebracht sind, ist der Mac Pro sehr leise. Allerdings fällt das CD/DVD-Laufwerk weg, sowie die meisten Erweiterungmöglichkeiten, wie z. B. PCI.

Standardmäßig wird der Mac Pro mit einem Intel Xeon-E5 3,7 GHz Quad-Core ausgeliefert. Man kann den Mac Pro auch wahlweise mit einem 3,5-GHz-6-Core, einem 3,0-GHz-8-Core oder einem 2,7-GHz-12-Core ausstatten lassen. Als Grafikkarte werden als Standard zwei AMD FirePro D300 (je 2 GB Speicher) verbaut. Man kann auch zwei AMD FirePro D500 (je 3 GB Speicher) oder zwei AMD FirePro D700 (je 6 GB Speicher) einbauen lassen. Der Arbeitsspeicher ist standardmäßig mit 12 GB bestückt (3x 4 GB, 1866 MHz DDR3 ECC), kann aber (auch nachträglich) bis auf 64 GB aufgerüstet werden.

MacBook Pro MacBook Pro Notebook Privatanwender und professionelle Anwender 13,3": Das kleinste MacBook Pro besitzt einen Intel Dual-Core-i5-Prozessor mit 2,5 GHz oder einen Dual-Core-i7 mit 2,9 GHz. Es hat keinen eigenen Grafikprozessor, sondern nutzt den im Prozessor eingebauten Intel-HD-4000-Prozessor.

13,3" mit Retina Display: Dieses MacBook hat, wie das 15,4" MacBook Pro Retina, kein CD/DVD-Laufwerk mehr, und das neue Gehäuse (1,8 cm hoch, Gewicht ca 1,6 kg). Auch ein Retina-Display wurde verbaut, es hat eine Auflösung von 2560x1600 Pixel und eine Pixeldichte von 227 ppi. Als Prozessor wird ein Intel Core i5 Dual-Core mit 2,4 GHz oder 2,6 GHz verbaut, oder ein Intel Core i7 mit 2,8 GHz. Es hat keinen eigenen Grafikprozessor, sondern benutzt Intels Iris Graphics. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB oder 8 GB bestückt.

15,4" mit Retina-Display: Seit Juni 2012 ist zusätzlich ein komplett neues MacBook-Pro-Modell ("MacBook Pro mit Retina Display") erhältlich, welches nicht nur ein neues Gehäuse (1,8 cm hoch, 2 kg schwer, kein optisches Laufwerk eingebaut) besitzt, sondern auch ein neues Display mit doppelter Auflösung von 2880 x 1800 Pixel und einer Pixeldichte von 220 ppi. Es wurde Mitte 2013 nochmals überarbeitet, und ist nun mit Intel Haswell-Prozessoren erhältlich. Diese sind Core i7 Quad-Core Prozessoren mit 2,0 GHz, 2,3 GHz oder 2,6 GHz. Für die Grafik sorgt Intels integrierte Iris Pro Graphics, wahlweise gibt es zusätzlich eine Nvidia GeForce GT 750M mit 2 GB Speicher.

17": Dieses MacBook Pro wird seit Juni 2012 nicht mehr angeboten.

Alle MacBooks haben eine beleuchtete, normalgroße Tastatur ohne Nummernblock. Das MacBook Pro 13" ist mit einer 1-TB-Festplatte oder einer SSD mit bis zu 512 GB, sowie mit bis zu 8 GB RAM erhältlich. Die Retina-Modelle haben Optionen für eine SSD mit bis zu 1 TB Speicher. Die Retina Modelle sind mit bis zu 16 GB RAM erhältlich, dieser ist nach dem Kauf aber nicht erweiterbar.

MacBook Air MacBook Air Notebook Privatanwender Das MacBook Air ist ein auf niedriges Gewicht und Mobilität ausgerichtetes Notebook. Es ist nur 1 kg bis 1,3 kg schwer (je nach Konfiguration) und 17 mm dick. Es erreicht Akkulaufzeiten von bis zu 12 Stunden (13" Modell). Es hat kein optisches Laufwerk eingebaut (optional extern) und ist in den Displaygrößen 11" sowie 13" erhältlich. Alle MacBook Airs nutzen eine SSD, wobei die Speichergrößen 128, 256 oder 512 GB zur Auswahl stehen. Der Arbeitsspeicher umfasst 4 oder 8 GB. Die MacBook Air nutzen Intel-Dual-Core-i5-Prozessoren von 1,3 GHz oder Intel-Dual-Core-i7-Prozessoren mit 1,7 GHz. Als Grafikchip wird bei allen Modellen der im Haswell-Prozessor eingebaute Intel-HD-Graphics-5000-Chip verwendet.

Name[Bearbeiten]

Der Macintosh ist nach der Apfelsorte McIntosh benannt. Der McIntosh war der Lieblingsapfel von Jef Raskin, der Mitglied des Macintosh-Designteams war. Ein alternativer Name während der Entwicklungszeit des Projektes war „Bicycle“: Apple-Mitbegründer Steve Jobs sah den letztlich Macintosh genannten Rechner als „Bicycle for your mind“, doch aufgrund des Widerstandes des Entwicklerteams setzte sich die neue Bezeichnung nicht durch.

Für den Namen Macintosh hat Apple 1983 ein 10-jähriges Lizenzabkommen mit dem US-amerikanischen HiFi-Hersteller McIntosh Laboratory, Inc. abgeschlossen.[2]

Technische Ausstattung[Bearbeiten]

Ein MacBook von Anfang 2006

Typisch für die Hardware der kompakten Macintosh-Modelle war, möglichst alle Grundfunktionen auf der Hauptplatine zu vereinen. Von Anfang an waren in den Kompaktmodellen (Macintosh Plus, Macintosh SE, Macintosh Classic usw.) Grafik, Ton und netzwerkfähige serielle Schnittstellen integriert, kurz darauf kamen ADB und SCSI und später Ethernet und Modem hinzu. Schließlich wurden FireWire und USB Standard. Einsteigergeräte wie der iMac sind nur durch externe Anschlüsse erweiterbar. Die Modelle der Pro-Reihe bieten durch interne PCI- und AGP- bzw. PCIe-Steckplätze eine größere Flexibilität.

Die Prozessoren wurden zunächst von Motorola, später auch von IBM hergestellt. Motorola hat sich jedoch vollständig auf die Produktion von Mobiltelefonen konzentriert, während IBM PowerPC-Prozessoren nicht mehr in für Apple optimierten Ausführungen weiterentwickelte. Deshalb wurde nach Ankündigung im Jahr 2005 die gesamte Modellreihe auf Intel-Prozessoren umgestellt. Am 10. Januar 2006 wurden der erste Intel-iMac sowie die ebenfalls Intel-basierte Laptopreihe MacBook/MacBook Pro (Nachfolger der iBooks und PowerBooks) vorgestellt. Noch im selben Jahr wurden auch die Workstations (MacPro) und Server (Xserve) auf Intel-Prozessoren umgestellt.

Mit den ersten iMacs wurden zunehmend statt Eigenentwicklungen (wie ADB) verbreitete Komponenten (wie USB) verwendet. Bestehende Industriestandards wie ATA wurden auch in Mac-Computern Standard. Apples frühes Engagement für WLAN, Bluetooth oder Firewire als junge Industriestandards half diesen Techniken bei der Verbreitung.

Während Apple weiterhin seine Motherboards selbst entwickelt, sind seit 2006 die verwendeten Bausteine im Computer (Prozessoren, Controller, Grafik-, Sound-, Netzwerk-Chips) die gleichen wie in anderen Computern. Statt des BIOS wird allerdings das Extensible Firmware Interface verwendet. Seit der Umstellung auf Intel-Prozessoren kann Windows mit der Software „Bootcamp“ auf Apple-Computern installiert werden. Die technische Ausstattung von Mac-Rechnern weist keine relevanten Unterschiede zu anderen PCs auf. Durch die Zusammenstellung, das Motherboard-Design und die Konzeption des Gesamtrechners und das eigene, größtenteils proprietäre Betriebssystem behält Apple jedoch weiterhin die Kontrolle über das Gesamtgerät.

Für diese kontrollierte Computerplattform entwickelt Apple das Betriebssystem selbst. Laut Apple sollen Hard- und Software gut aufeinander abgestimmt sein, was Treiberprobleme verhindere und die Energieeffizienz verbessere. Hard- und Software sollen als Produkt eine Einheit bilden.

Weitere technische Ausstattungsmerkmale sind oder waren:

  • NuBus-Steckplätze sowie PDS-Steckplätze (Processor Direct Slot), später PCI-Steckplätze und AGP- bzw. PCIe-,
  • SCSI, später Advanced Technology Attachment (ATA) und FireWire
  • Apple Desktop Bus (ADB), später USB
  • Video-Ausgang: ursprünglich proprietäres System mit Kodierung der Monitoreigenschaften durch sog. Sense Pins im Anschlussstecker, zwischenzeitlich ADC mit kombiniertem Signal-/Stromversorgungskabel, aktuelle Modelle haben die verbreiteten VGA- oder DVI-Monitoranschlüsse. Seit März 2009 verwendet Apple in allen Produkten die selbstentwickelte Mini-Version des VESA-Standards DisplayPort.

Betriebssystem[Bearbeiten]

Hauptartikel: Mac OS (bis 9) und Mac OS X

Bereits die im März 2001 eingeführte Erstfassung des bis heute von Apple für den Macintosh verwendeten Betriebssystems Mac OS X weist gegenüber ihren (namentlichen) Vorgängern technisch gesehen praktisch keine Gemeinsamkeiten mehr auf. Mac OS X wurde auf Basis des NeXTstep-Betriebssystems entwickelt, eines Unix-Derivats. Dessen Herstellungsunternehmen NeXT, das Steve Jobs 1986 nach seinem Weggang von Apple gegründet hatte, war 1996 von Apple für 400 Millionen US-Dollar übernommen worden. Der Kernel von Mac OS X wurde Darwin getauft, er ist ein Open-Source-Unix-Derivat, das wie der Kernel von NeXTstep von FreeBSD und dem Mach Microkernel abgeleitet ist. Dies ermöglicht es, dass ein Großteil der Open-Source-Software, die unter anderen, offenen Unix-Derivaten entwickelt wurde, auch unter Mac OS X verwendet werden kann oder mit verhältnismäßig wenig Aufwand auf den Macintosh portiert werden kann.

Auf den Kernel setzt die sogenannte Aqua-Oberfläche auf, eine gegenüber dem „klassischen“ Mac OS völlig neu gestaltete Benutzeroberfläche, deren Designelemente (Transparenz- und Schatteneffekte, detailliertere Icons) zum Teil auch in Oberflächen von Unix/Linux- und Windows-Systemen Eingang fanden. Daneben steht jedoch auch – ein Novum für den Macintosh – die Bedienung per unixtypischer Kommandozeile zur Verfügung.

Mit der Vorstellung der Software Boot Camp im April 2006 wurde es erstmals möglich, einen Macintosh mit einem Betriebssystem für x86-Prozessoren zu starten, was etwa die Parallelinstallation eines Microsoft-Windows-Systems ermöglicht. Diese Möglichkeit besteht allerdings nur bei einem Apple-Rechner mit x86-Prozessor.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alan Deutschman: The Second Coming of Steve Jobs. Broadway, 2001, ISBN 0-7679-0433-8.
  • Andy Hertzfeld: Revolution in the Valley. O’Reilly Books, Sebastopol/CA 2004, ISBN 0-596-00719-1.
  • Leander Kahney: The Cult of Mac. No Starch Press, San Francisco 2004, ISBN 1-886411-83-2.
  • Guy Kawasaki: The Macintosh Way. Scott Foresman Trade, Glenview 1989, ISBN 0-673-46175-0.
  • Scott Kelby: Macintosh... The Naked Truth. New Riders Press, Indianapolis 1989, ISBN 0-7357-1284-0.
  • Steven Levy: Insanely Great: The Life and Times of Macintosh, the Computer That Changed Everything. Penguin Books, New York 2000, ISBN 0-14-029177-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Apple Macintosh – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.planet-apfel.de/2011/09/05/mac-os-x-erreicht-einen-weltweiten-marktanteil-von-mehr-als-6-prozent/
  2. McIntosh Laboratory Part 2