LibreOffice

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LibreOffice
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LibreOffice 4.3 Writer
LibreOffice 4.3 Writer
Basisdaten
Entwickler The Document Foundation
Erscheinungsjahr 2011
Aktuelle Version 4.3.1[1]
(28. August 2014)
Betriebssystem Windows, GNU/Linux, Mac OS X, Solaris, FreeBSD und andere Unix-Varianten
Programmier­sprache C++, Java
Kategorie Office-Paket
Lizenz MPL, LGPL 3+ und GPL 3+[2]
(Freie Software)
Deutschsprachig ja, mehrsprachig
de.libreoffice.org

LibreOffice [ˈliːbrə ˈɒfɪs] (Abkürzungen: LibO oder LO)[3] ist eine freie Zusammenstellung gebräuchlicher Software für Arbeiten im Büro (Office-Paket). Dazu gehören Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und zum Erstellen von Zeichnungen. Ein Datenbankmanagementsystem und ein Formeleditor sind ebenfalls enthalten.

LibreOffice ist eine im September 2010 aus dem Office-Paket OpenOffice.org hervorgegangene Abspaltung, die seither unabhängig weiterentwickelt wird.[4][5] Hauptgrund für diesen Vorgang war die steigende Unzufriedenheit innerhalb der OpenOffice.org-Gemeinschaft nach der Übernahme des Projekts durch Oracle. Problematisch sei insbesondere die sinkende Unterstützung durch das Unternehmen und das Schweigen über die Zukunft des Projekts gewesen.[6] Nicht zuletzt bedingt durch die Spaltung der Gemeinschaft hat sich Oracle aus dem OpenOffice.org-Projekt vollständig zurückgezogen und die Software an die Apache Software Foundation übergeben, die des Weiteren Apache OpenOffice heißt.[7][8]

Da sich LibreOffice als die legitime Fortführung von OpenOffice.org sieht, knüpft das Projekt bei der Vergabe seiner Versionsnummern direkt an OpenOffice.org an. Die Versionsnummer der ersten stabilen Veröffentlichung vom 25. Januar 2011 lautete daher 3.3.0 und wird vom Projekt als Nachfolger von OpenOffice.org 3.2.1 betrachtet.[9] Im Sommer 2012 wurde mit der Version 3.6 das vierte Major-Release des Projekts veröffentlicht.[10] Die Förderung und Koordination des Projekts wird von der Stiftung The Document Foundation getragen,[11][12] die ihrerseits von ehemals führenden Mitgliedern der OpenOffice.org-Gemeinschaft gegründet wurde.[13]

Der Name LibreOffice ist ein Hybridwort, gebildet aus libre, dem spanischen und französischen Wort für frei, das einen Bezug zu freier Software herstellt, und dem Wort office (Büro), das den Zweck der Software, die Unterstützung bei der Büroarbeit, beschreibt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte von LibreOffice und der Document Foundation begann mit der Veröffentlichung der ersten Beta-Version des Office-Pakets am 28. September 2010. Die Ursachen für die Abspaltung vom OpenOffice.org-Projekt und damit die Vorgeschichte reicht jedoch bis in das Jahr 1999 zurück. LibreOffice sieht sich als legitime Fortführung von OpenOffice.org. Da OpenOffice.org seinerseits eine offizielle Abspaltung von StarOffice (zwischenzeitlich Oracle Open Office) darstellt, wird auch deren Geschichte als Teil des LibreOffice-Projekts verstanden.[4][5]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Nachdem 1999 das ursprüngliche Unternehmen hinter dem Projekt, Star Division, von Sun Microsystems übernommen worden war, wurden im darauf folgenden Jahr die Quellen des proprietären StarOffice freigegeben – OpenOffice.org entstand. Im Zuge dieser Freigabe regte Sun Microsystems bereits im Jahr 2000 die Gründung einer Stiftung an.[14][15] Das Ziel hinter diesem Vorhaben hat sich mit der Gründung der Document Foundation nicht verändert: Die Entwicklung des Office-Pakets soll unabhängig von Firmeninteressen weitergeführt und die Freiheiten sowohl von Entwicklern als auch von Anwendern gestärkt werden.[4][5]

Nachdem Sun Microsystems im Januar 2010 von Oracle übernommen worden[16] und daraus folgend auch die Entwicklung von OpenOffice.org in deren Verantwortung übergegangen war, entstand innerhalb der OpenOffice.org-Gemeinschaft Unzufriedenheit. Kritisiert wurde insbesondere, dass Oracle die Zukunft von OpenOffice.org offenließ und die Unterstützung des Projektes immer spärlicher ausfiel.[6] Im September 2010 entschieden sich schließlich führende Mitglieder der OpenOffice.org-Gemeinde,[13] die neue Document Foundation zu gründen.[4]

Abspaltung von Oracle[Bearbeiten]

Die Abspaltung und unabhängige Weiterführung des Office-Pakets wurde möglich, da OpenOffice.org als freie Software entwickelt wurde.[17] Anders als bei der Software selbst besaß Oracle am Namen „OpenOffice.org“ jedoch das ausschließliche Verwendungsrecht. Aus diesem Grund wäre eine Weiterführung des Projekts unter dem Namen OpenOffice.org nur mit Zustimmung von Oracle möglich gewesen. Die Document Foundation hat Oracle bei ihrer Gründung dazu eingeladen, sich an der Stiftung zu beteiligen, und darum gebeten, die Namensrechte an diese zu übergeben.[4][5] Anfang Oktober 2010 erklärte Oracle jedoch, OpenOffice.org wie bisher weiterführen zu wollen und die Namensrechte zu behalten.[18] Oracle betrachtete darüber hinaus LibreOffice als Konkurrenzprodukt und versuchte, die bestehenden Verflechtungen beider Projekte zu lösen.[19][20] In Ermangelung der Markenrechte an OpenOffice.org führt die Document Foundation folglich die Entwicklung unter dem Namen LibreOffice weiter.

Am 16. Februar 2011 veröffentlichte die Document Foundation einen Spendenaufruf, um eine Stiftung nach deutschem Recht gründen zu können.[11] Das Ziel war es, der Document Foundation den Status einer juristischen Person zu geben. Die zur Gründung benötigten 50.000 Euro waren acht Tage nach Veröffentlichung des Spendenaufrufs erreicht.[21]

Oracles Rückzug[Bearbeiten]

Im April 2011 erklärte Oracle, das OpenOffice.org-Projekt der Open-Source-Community übergeben zu wollen. Das bedeutete zunächst lediglich, dass die kommerzielle Variante von OpenOffice.org, StarOffice, eingestellt werden sollte.[22][7] Beobachter äußerten in diesem Zusammenhang jedoch die Vermutung, dass die Oracle-Entwickler vom Projekt abgezogen werden würden. In Verbindung damit, dass die Community bereits nahezu vollständig zu LibreOffice abgewandert sei, komme dies einer Einstellung von OpenOffice.org gleich. Gleichwohl sei der Schritt wenig überraschend gewesen.[23] Der maßgeblich für die Abspaltung des LibreOffice-Projekts mitverantwortliche OpenOffice.org Deutschland e. V. erklärte kurz darauf, sich in Freies Office Deutschland e. V. umbenennen zu wollen. Er betonte, sich satzungsgemäß der Unterstützung aller freien Office-Suiten verpflichtet zu fühlen.[24] In die gleiche Richtung äußerte sich auch die Document Foundation und betonte, dass sie jederzeit neue Mitglieder aufnehme und einer Wiedervereinigung der Projekte positiv gegenüberstehe.[25]

Im Juni 2011 erklärte Oracle schließlich, dass das OpenOffice.org-Projekt der Apache Software Foundation übergeben werden solle.[26] Die Document Foundation begrüßte diesen Schritt und wiederholte nochmals ihr Ziel, beide Projekte wieder zu vereinen. Gleichzeitig betrachtete sie diesen Schritt als nicht wahrgenommene Chance: Die Apache Software Foundation habe andere Erwartungen an das Projekt und gebe abweichende Normen hinsichtlich Lizenzierung und Mitgliedschaft vor. Dennoch eröffne die Lizenzierung des OpenOffice.org-Projekts unter der Apache-Lizenz neue Möglichkeiten des Codeaustauschs zwischen beiden Projekten.[27] Trotzdem empfahl die Free Software Foundation nur wenig später, auf LibreOffice und nicht auf OpenOffice.org zu setzen.[28] Am 8. Mai 2012 wurde schließlich die erste stabile OpenOffice.org-Version nach der Spaltung der Gemeinschaft und Übernahme des Projekts durch die Apache Software Foundation veröffentlicht. Das Office-Paket nennt sich seither Apache OpenOffice.[8]

The Document Foundation[Bearbeiten]

Stand der Document Foundation auf der OpenRheinRuhr 2010

Die maßgebliche Entwicklung und Pflege von LibreOffice leistet die am 28. September 2010[4] gegründete Organisation[11][12] The Document Foundation (Abkürzung: TDF).[29] Sie fördert und koordiniert die Weiterentwicklung des Office-Pakets und beteiligt sich an der Weiterentwicklung des offenen Dateiformatstandards OpenDocument bei der OASIS.[30] Die Document Foundation bekennt sich dabei zu freier Software und bewirbt so auch keine proprietären Zusatzmodule oder ähnliches. Sie ist meritokratisch organisiert und verpflichtet sich zur vollkommenen Transparenz.[31] Sie möchte auf die zehnjährige Geschichte des OpenOffice.org-Projekts in der Überzeugung aufbauen, dass nur eine unabhängige Stiftung sowohl den Entwicklern die bestmöglichen Voraussetzungen als auch den Benutzern ein exzellentes Produkt bieten könne.[32] Bis 2012 handelte es sich bei The Document Foundation nicht um eine rechtsgültig gegründete Stiftung. Vielmehr wurde die „Foundation“ bis zur Gründung einer Stiftung nach deutschem Recht von Mitgliedern des Vereins Freies Office Deutschland e. V. getragen.

Dass Oracle im April 2011 erklärte, jegliche kommerziellen Interessen am OpenOffice.org-Projekt aufzugeben,[7] und das Projekt Anfang Juni 2011 an die Apache Software Foundation übergab,[26] ändere nach Verlautbarungen der Stiftung nichts an ihrem Vorhaben. Sie zeigte sich im Gegenteil eher enttäuscht darüber, dass Oracle die Chance nicht genutzt habe, beide Projekte wieder zu vereinen.[25] Sie betonte nochmals, dass die Stiftung jederzeit für neue Mitglieder offen stehe und einer Wiedervereinigung positiv gegenüberstehen würde, dennoch würden formale Differenzen zwischen der Document Foundation und der Apache Software Foundation das erschweren.[27] Bereits kurze Zeit später, Mitte Juni 2011, besetzte die Document Foundation ihr Advisory Board (Beirat). Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Herstellerunabhängigkeit gelegt, sind in ihm doch alle Sponsoren unabhängig von ihrem Beitrag jeweils mit einem Sitz vertreten. Zu den Mitgliedern zählen Google, SUSE, Red Hat, Novell, Canonical, Intel,[33] die Vereine Freies Office Deutschland e. V. und Software in the Public Interest (SPI) sowie die Free Software Foundation.[34]

Am 1. Februar 2012 teilte The Document Foundation mit, dass sie eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts in Berlin gründen wolle.[12] Die hierdurch entstehende Rechtssicherheit stelle die langfristige Weiterentwicklung der Community und der Software sicher. Als Vorstandsvorsitzender der neuen Stiftung fungiert Florian Effenberger, als Stifter trat der Verein Freies Office Deutschland e. V. (früher OpenOffice.org Deutschland e. V.) auf. Am 17. Februar 2012 wurde die Stiftung in Berlin von der Stiftungsaufsicht anerkannt.[35][36]

Unterstützer und Kooperationen[Bearbeiten]

Die Stiftung arbeitet eng mit anderen Organisationen der ehemaligen OpenOffice.org-Gemeinde wie dem deutschen Freies Office Deutschland e. V. und dem brasilianischen BrOffice.org zusammen und erhält Unterstützung von Projekten wie NeoOffice, von Organisationen wie der Free Software Foundation, der Gnome Foundation und der Open Source Initiative und von Firmen wie Google. Die Linux-Distributoren Canonical (Ubuntu), SUSE (openSUSE, SUSE Linux Enterprise Desktop, zur Zeit der Verlautbarung noch unter dem Dach von Novell) und Red Hat (Fedora, Red Hat Enterprise Linux) haben neben ihrer Unterstützung auch die Aufnahme von LibreOffice in die nächsten Versionen ihrer Betriebssysteme zugesagt.[5] Auch die Regierungen verschiedener Länder, darunter Brasilien, Indien, China und Russland, haben sich wegen ihres intensiven Einsatzes von OpenDocument für eine von Firmeninteressen unabhängige Entwicklung ausgesprochen und die Gründung der Document Foundation begrüßt.[37] Schnell nach Gründung des Projekts haben sich große Teile der OpenOffice.org-Community neu organisiert und LibreOffice zugewandt. [38][39] Die Document Foundation betonte seit ihrer Gründung wiederholt, dass sie die Beteiligung neuer Mitglieder und Partner ausdrücklich begrüße.[32] Ende September 2011, ein Jahr nach Gründung des Projekts, zählte die Document Foundation 136 registrierte Mitglieder.[40]

Die Document Foundation ist Mitglied im Open Invention Network und SPI[41] und präsentierte sich bereits im ersten Jahr auf Messen wie der CeBIT und FOSDEM. Sie nimmt beim Google Summer of Code teil[42] und veranstaltete, in Anlehnung an die jährlich stattfindenden OpenOffice.org-Konferenzen, im Oktober 2011 einen Kongress, die „LibreOffice Conference“.[43] Im Jahr 2012 fand die LibreOffice Conference in Berlin statt.[44]

Ziele[Bearbeiten]

„Vereinfacht gesagt, ist das Ziel der Stiftung die Entwicklung eines Repertoires digitaler Produktivitäts- und Kreativitätswerkzeuge der nächsten Generation, indem eine nachhaltige, unabhängige und umfassende Community zur Entwicklung Freier und Open-Source-Software [FOSS] auf der Basis offener Standards, gefördert wird.“

The Document Foundation: CommunityByLaws – Eine Satzung für die Community[45]

In ihrem „Manifest fürs nächste Jahrzehnt“ definiert die Document Foundation die ihrer Arbeit zugrunde liegenden Werte und Ziele. So verpflichtet sie sich dazu, ihren Beitrag zur Überwindung der digitalen Kluft beizutragen, indem sie jedermann den Zugang zu einem kostenlosen Office-Paket ermöglicht. Das bestehende „Monopol der Anbieter von Büro-Software“, gemeint ist das Quasi-Monopol von Microsoft Office, wird abgelehnt, da dieses „de facto eine Steuer auf elektronische freie Meinungsäußerung“ bedeute. Die Vielfalt der Muttersprachen soll gefördert werden, indem sowohl LibreOffice als auch die zugehörigen Dokumentationen in möglichst vielen Sprachen angeboten werden sollen und die Übersetzung in neue Sprachen aktiv gefördert wird. „Die schleichende Dominanz der Computersysteme in einer einzigen Sprache“ soll überwunden werden und niemand gezwungen sein, vor Verwendung eines Computers eine andere Sprache zu erlernen. Die Document Foundation teilt die Ziele des OpenDocument-Projekts und lehnt „die Kontrolle über Dateiformate durch proprietäre Software-Unternehmen“ ab. LibreOffice soll in „einem offenen, transparenten und durch gegenseitige Begutachtung geprägten Softwareentwicklungsprozess, in dem hohe technische Qualität geachtet wird“, entwickelt werden. Das alles soll unter dem Dach einer demokratischen, jedermann offen stehenden Stiftung geschehen, die auch der Beteiligung von Firmen und Organisationen positiv gegenübersteht.[46]

Das Office-Paket[Bearbeiten]

LibreOffice sieht sich als die legitime Fortführung des Projektes OpenOffice.org.[4][5] OpenOffice.org wurde, insbesondere in den meisten Linux-Distributionen, sukzessiv durch LibreOffice ersetzt. So setzen Ubuntu ab Version 11.04,[47] Fedora ab Version 15,[48] openSUSE ab Version 11.4[49] und Linux Mint ab Version 11[50] auf LibreOffice. Das Debian-Projekt geht noch einen Schritt weiter und ersetzt auch bereits bestehende OpenOffice.org-Installationen in Debian 7.0 automatisch,[51] in Debian 6.0 mit Hilfe eines für den Benutzer verfügbaren Backports,[52] durch LibreOffice. Mit Version 6.3 von Oracle Linux liefert auch Oracle LibreOffice als festen Bestandteil der eigenen Linux-Distribution aus.[53]

Die Document Foundation arbeitet an einer stetigen Verbesserung der Unterstützung von LibreOffice. So wurde im Februar 2012 die Plattform Ask LibreOffice eröffnet, an die sich Anwender bei Problemen wenden können, um von anderen Benutzern Hilfe zu erhalten. Das zurzeit nur in englischer Sprache verfügbare Angebot soll später auch auf andere Sprachen, auch Deutsch, erweitert werden.[54]

Funktionen und Eigenschaften[Bearbeiten]

Da LibreOffice eine Abspaltung von OpenOffice.org darstellt, waren die Funktionen und Eigenschaften der Office-Pakete zunächst im Wesentlichen identisch. Zu Beginn des Projekts erschien aufgrund von lizenzrechtlichen Erwägungen im Zusammenhang mit der zu dieser Zeit von Oracle vertriebenen, kommerziellen Variante von OpenOffice.org, StarOffice, eine Aufnahme von im Rahmen des LibreOffice-Projekts entwickelter Neuerungen in OpenOffice.org unwahrscheinlich. Im Gegenzug standen einer Aufnahme von im Rahmen des OpenOffice.org-Projekts entwickelter Neuerungen in LibreOffice nichts entgegen (→ siehe auch: Abschnitt „Rechtliches“). Durch die Übergabe des OpenOffice.org-Projekts an die Apache Software Foundation und der Umbenennung des Office-Pakets in Apache OpenOffice wurden diese lizenzrechtlichen Probleme nur teilweise aus dem Weg geräumt. Während eine Codeübernahme von Apache OpenOffice zu LibreOffice weiterhin kein lizenzrechtliches Problem darstellt, ist eine entgegengesetzte Übernahme nur schwer möglich. LibreOffice wurde unter der GNU GPL, einer Lizenz mit Copyleft, veröffentlicht, deren Konzept in der Apache-Lizenz keine Entsprechung findet. Da die GNU GPL aber ein Bestehenbleiben des Copyleft voraussetzt, ist eine Codeübernahme ausgeschlossen. Da LibreOffice unter der Mozilla Public License (MPL) mehrfachlizenziert ist, wäre eine Codeübernahme zumindest in Binärform theoretisch denkbar.

Nach Untersuchungen des von SUSE bezahlten LibreOffice-Entwicklers Michael Meeks sei ein gegenseitiger Codeaustausch aber immer schwieriger und werde durch die fortschreitende Entwicklung immer unwahrscheinlicher.[55] Durch die inzwischen erheblichen Unterschiede im Quelltext beider Projekte sei eine quasi automatische Übernahme von Neuerungen nicht möglich, stattdessen sei es notwendig, jede einzelne Neuerung, die zwischen den Projekten ausgetauscht werden soll, anzupassen. Demnach sei davon auszugehen, dass mit fortschreitender Entwicklung LibreOffice andere Funktionen enthalten wird als OpenOffice.org und lediglich Änderungen, die den Aufwand rechtfertigen, zwischen den Projekten ausgetauscht werden.[56] In geringem Umfang bestanden bereits bei Veröffentlichung der ersten stabilen Version 3.3 Unterschiede zwischen beiden Projekten (→ siehe auch: Abschnitt „LibreOffice 3.3“). Die OpenOffice.org-Abspaltung Go-oo ist in LibreOffice aufgegangen.[57]

LibreOffice 3.6 Math unter Windows 7

LibreOffice ist, wie auch OpenOffice.org, modular aufgebaut und besteht anwenderseitig aus sechs Einzelprogrammen.[58]

Komponente Beschreibung
Icon Writer Ein WYSIWYG-Textverarbeitungsprogramm[59]
Icon Calc Ein Tabellenkalkulationsprogramm[60]
Icon Impress Ein Programm zum Erstellen, Bearbeiten und Betrachten von Präsentationen[61]
Icon Base Ein Datenbankmanagementsystem[62]
Icon Draw Ein Grafikprogramm[63]
Icon Math Ein Formeleditor, dessen Formeln auch in anderen Komponenten, wie Writer und Impress verwendet werden können[64]

Diese Komponenten dienen jeweils dazu, den Benutzer bei seiner Büroarbeit in einem spezifischen Aufgabenfeld zu unterstützen. Sie können unabhängig voneinander installiert und verwendet werden, dem Konzept des Gesamtpakets folgend. Um unnötigen Mehraufwand zu vermeiden, werden verschiedene Funktionen, wie beispielsweise die Rechtschreibprüfung und der Thesaurus, in mehreren Komponenten verwendet.[65]

Durch diesen modularen Aufbau ist es außerdem möglich, Plug-ins und Vorlagen Dritter zu installieren und zu verwenden. Die Möglichkeiten sind dabei kaum begrenzt und reichen von simplen Dokumentvorlagen über zusätzliche Cliparts bis hin zu komplexen Erweiterungen des Funktionsumfangs. Da die Installation von Zusätzen aus nicht vertrauenswürdigen Quellen ein Sicherheits- und Stabilitätsrisiko darstellt, eröffnete die Document Foundation im September 2011 zwei zunächst als Beta-Version gekennzeichnete Plattformen, die dieses Risiko minimieren und den Benutzer bei der Suche unterstützen sollen. Entwickler können dort Zusätze als freie Software hochladen, welche nach einer Prüfung durch ein Team aus Freiwilligen in die Datenbank aufgenommen und veröffentlicht werden. Die Datenbank soll auch Erweiterungen mit einschließen, die mit OpenOffice.org kompatibel sind.[66] Ende Oktober 2011 wurde die Plattform als final gekennzeichnet[67] und überschritt einen Monat später die Marke von 100 aufgelisteten Erweiterungen.[68]

LibreOffice wird zurzeit in 114 Sprachen angeboten, darunter auch Deutsch.[69] Das Standard-Dateiformat ist OpenDocument.[70]

Verbreitung[Bearbeiten]

Nach Angaben der Document Foundation wurde LibreOffice in der ersten Woche nach Start des Projekts 350.000 Mal heruntergeladen. Sechs Monate nach Start des Projekts stieg die Zahl der Downloads auf 1,3 Millionen, Downloads über andere Webseiten und die Paketverwaltung von Linux-Distributionen nicht mitgezählt.[42] Zum ersten Geburtstag im September 2011 konnte das Projekt bereits über 6 Millionen Downloads verzeichnen. Allein im September 2011 wurde das Office-Paket 900.000 Mal heruntergeladen, wofür 81 Spiegelserver zur Verfügung standen. Hinzu kommen geschätzte 1,5 Millionen Downloads über andere Webseiten.[71]

Die Document Foundation schätzt, dass weltweit 10 Millionen Menschen LibreOffice aktiv verwenden und über Downloads oder CDs bezogen haben. Hinzu kommen geschätzte 15 Millionen Nutzer, die LibreOffice über die Paketverwaltung ihrer Linux-Distribution beziehen. Die Stiftung plant, bis zum Ende des Jahrzehnts diese Zahl von 25 Millionen Nutzern auf über 200 Millionen Nutzer zu steigern.[40] Auch die ersten größeren Unternehmen erklärten ihre Absicht, künftig auf LibreOffice zu setzen. So wechselten beispielsweise die Kopenhagener Krankenhäuser[72] und das dänische Verkehrsministerium zu LibreOffice.[73] Die Verwaltung der französischen Region Île-de-France gab im Oktober 2011 bekannt, 800.000 USB-Sticks, welche LibreOffice und andere freie Software beinhalten sollen, an Studenten verschenken zu wollen.[74]

Im Juni 2013 wurde bekannt, dass Südtirol 7000 Arbeitsplätze in der Landesverwaltung auf LibreOffice migrieren wird, dazu kommen mehrere tausend Arbeitsplätze in den Gemeinden und im Gesundheitsbereich. Die Entscheidung für ein freies Office-Paket sei lediglich der erste Schritt eines langfristigen Umstiegs auf freie Software.[75]

Unterstützte Plattformen[Bearbeiten]

LibreOffice steht für die Betriebssysteme Microsoft Windows (ab XP), Linux (ab Kernel 2.6.18) und Mac OS X (ab Version 10.4) zur Verfügung. Microsoft Windows 2000 wird seit der Version 4.0 von LibreOffice nicht mehr unterstützt. Zum Betrieb von LibreOffice 3.x unter Microsoft Windows 2000 wird der Windows Installer in Version 3.1 oder höher benötigt. Die Linux-Version benötigt zusätzlich verschiedene Pakete und Bibliotheken Dritter, die bei der Mehrzahl der Distributionen ab Erscheinungsdatum Anfang 2007 bereits mitgeliefert werden.

Nach Herstellerangaben sind die minimalen Systemvoraussetzungen für Windows und Linux ein Intel-Pentium-kompatibler Prozessor (ab Intel Pentium III), 256 MB RAM und 1,55 GB Festplattenspeicher. Die Versionen für Mac benötigen mindestens einen PowerPC- oder Intel-Pentium-Prozessor, 512 MB RAM und 800 MB Festplattenspeicher. Die Bildschirmauflösung sollte mindestens 1024×768 Bildpunkte betragen.

Da der Quelltext des Office-Pakets verfügbar ist, ist eine Installation auch auf anderen Plattformen wie Solaris, FreeBSD und anderen Unix-Varianten möglich – in diesem Fall sind die minimalen Systemvoraussetzungen der Linux-Variante zu erfüllen. Auch Portierungen auf weitere, nicht genannte Plattformen sind möglich.[76]

Portable Ausgabe[Bearbeiten]

LibreOffice erfordert unter Windows im Normalfall eine Installation auf dem Zielsystem, was den rechnerübergreifenden Einsatz mit Wechseldatenträgern (beispielsweise USB-Sticks oder Speicherkarten) erschwert. Mit Hilfe einer portablen Ausgabe ist es möglich, das Office-Paket auch ohne Installation und unter Beibehaltung der Programmeinstellungen zu verwenden. Die offizielle portable Ausgabe wurde auch bereits in das Projekt PortableApps aufgenommen. Nach dem Entpacken auf dem Wechseldatenträger kann LibreOffice mit dem vollen Funktionsumfang verwendet werden; alle Anwendungsdaten wie Programmeinstellungen werden ebenfalls auf dem Wechseldatenträger gespeichert, wodurch keinerlei Daten auf dem System verbleiben sollen.[77]

LibreOffice-Box[Bearbeiten]

Im Herbst 2010 wurde erstmals die LibreOffice-Box veröffentlicht.[78][79] Das von der Document Foundation offiziell unterstützte Projekt stammt vom Freies Office Deutschland e. V. (vormals OpenOffice.org Deutschland e. V.), der zuvor die vergleichbare OpenOffice.org PrOOo-Box anbot. Die LibreOffice-Box ist eine DVD, die – neben der Java-Laufzeitumgebung und jeweils aktuellen Version von LibreOffice für Windows, Mac OS X und Linux – verschiedene weitere Features rund um das Projekt beinhaltet, beispielsweise Dokumentvorlagen, Cliparts und verschiedene Plug-ins wie Anaphraseus und ein Wörterbuch. Zusätzlich sind verschiedene Programme beigelegt, die im Büroalltag häufig benötigt werden, wie beispielsweise 7-Zip, Inkscape, Mozilla Firefox und Ghostscript. Für LibreOffice-Entwickler enthält die DVD neben dem Quelltext des Programms auch das Software Development Kit und verschiedene weitere Programme für Entwickler.[80]

LibreOffice Impress Remote[Bearbeiten]

Mit der Version 4 wurde die LibreOffice Impress Remote eingeführt. Es handelt sich dabei um eine Android-App mit der man Präsentationen per Bluetooth oder WLAN fernsteuern kann. Diese Fernsteuerung muss nur in LibreOffice selbst aktiviert werden.[81]

Entwicklung[Bearbeiten]

Anzahl der an LibreOffice beteiligten Entwickler von September 2010 bis Januar 2012

Bereits zum Start der Document Foundation am 28. September 2010 erschien die erste Beta-Version 3.2.99.1.[4] Während zu diesem Zeitpunkt lediglich 20 Personen an der Entwicklung des Office-Pakets arbeiteten, ist diese Zahl bei der Veröffentlichung der stabilen Version 3.3 bereits auf über 100 gestiegen.[82] Zwei Monate später stieg die Zahl der Entwickler auf 150.[42] Ein Jahr nach Gründung, im September 2011, zählte das Projekt 270 Entwickler und nochmal so viele Übersetzer.[40] Im Jahr 2011 wuchs die Entwickleranzahl nahezu linear und stieg zum Januar 2012 auf 390 Entwickler.[83] Die Mehrzahl dieser ist ehrenamtlich für das Projekt tätig, einige der im Projekt engagierten Unternehmen richten aber auch Mitarbeiterteams ein, die die LibreOffice-Entwicklung vorantreiben sollen.[37][84]

Zum ersten Geburtstag des Projekts im September 2011 wurde die Codebasis von LibreOffice analysiert. So waren zu diesem Zeitpunkt nur noch 20 Prozent des Codes direkt auf OpenOffice.org zurückzuführen, 25 Prozent entfielen auf ehrenamtliche Entwickler und die verbleibenden 55 Prozent wurden von verschiedenen Unternehmen beigesteuert. Dabei wurden 25 Prozent der Codebasis von SUSE-Mitarbeitern und weitere 20 Prozent von Red Hat entwickelt.[40]

In den 18 Monaten seit der Abspaltung von OpenOffice.org haben ungefähr 80 Entwickler pro Monat an über 30.000 Codebeiträgen gearbeitet.[85]

Veröffentlichungszyklen und Qualitätsmanagement[Bearbeiten]

Das Projekt plant, feste Veröffentlichungszyklen neuer Versionen einzuhalten, und möchte diese mit dem im Umfeld der freien Software üblichen, sechsmonatigen März-September-Veröffentlichungszyklus synchronisieren. Da insbesondere von Linux-Distributoren Vorlaufzeiten erwünscht sind, sieht die Planung Veröffentlichungen im Februar und August eines jeden Jahres vor. Stabilitätsaktualisierungen, welche in der Regel ausschließlich Fehlerkorrekturen enthalten, sollen, sofern notwendig, in ungefähr monatlichen Abständen erscheinen. Da ein Entwicklungszweig ein Jahr lang mit derartigen Aktualisierungen versorgt werden soll, werden folglich vom Projekt der jeweils aktuelle und der vorausgehende Entwicklungszweig unterstützt.[86][87]

Das Qualitätsmanagement der Document Foundation hat erheblich Einfluss darauf, für welche Anwenderkreise welche Veröffentlichung als die zu verwendende empfohlen wird. Die Versionen werden in die Kategorien „Developer“, „Bleeding Edge“, „Stable“, „Very Stable“ und „Rock Solid“ eingeteilt. Selbstkompilierte Versionen, Nightly Builds, Vorschauversionen und Freigabekandidaten fallen grundsätzlich in die Kategorie „Developer“ und sollten ausschließlich von dieser Benutzergruppe (Softwareentwickler) verwendet werden. Die jeweils erste Version eines neuen Entwicklungszweigs, beispielsweise LibreOffice 3.4.0, wird als „Bleeding Edge“ betrachtet und nur Early Adoptern empfohlen. Für die Verwendung im weniger professionellen Umfeld, beispielsweise für Privatanwender, ist ein neuer Entwicklungszweig ab dem ersten Stabilitätsupdate, beispielsweise LibreOffice 3.4.1, geeignet und wird in die Kategorie „Stable“ eingeteilt. Die Kategorie „Very Stable“, welche mit dem zweiten Stabilitätsupdate vergeben wird, richtet sich an konservative Anwendergruppen, also beispielsweise Privatanwender, denen eine hohe Stabilität wichtig ist sowie kleine und mittlere Unternehmen. Als „Rock Solid“ werden Versionen betrachtet, die auch für Anwender geeignet sind, die auf größtmögliche Stabilität angewiesen sind, wie etwa Großunternehmen. Dieser Status wird mit dem dritten Stabilitätsupdate erreicht. Nach den Planungen der Document Foundation wird anschließend ein neuer Entwicklungszweig veröffentlicht, in dem der Kreislauf von neuem beginnt. Für die Anwendergruppen, für die in neuen Entwicklungszweigen noch keine Versionen erschienen sind, wird die jeweils letzte Version des vorangegangenen Entwicklungszweigs, die folglich als „Rock Solid“ eingestuft sein wird, empfohlen.[88] Unternehmen sollten generell in Erwägung ziehen, professionelle Hilfe bei der Migration in Anspruch zu nehmen. Die Document Foundation möchte dafür zukünftig eine Liste zertifizierter Organisationen zur Verfügung stellen.[89][90][91]

Die nachfolgende Tabelle berücksichtigt die ursprünglich geplanten Lebenszyklen von LibreOffice 3.5 und 3.6 sowie den Beginn des Lebenszyklus von LibreOffice 4.0. Die Tabelle soll neben dem angepeilten Veröffentlichungszyklus auch die jeweiligen Qualitätskategorien der einzelnen Versionen der Entwicklungszweige verdeutlichen. Die tatsächlichen Erscheinungstermine der Versionen weichen zum Teil ab, so wurde beispielsweise LibreOffice 3.7 in 4.0 umbenannt. Die Entwicklungszweige 3.3 und 3.4 folgten einem leicht abweichenden Zeitschema, die Qualitätskategorien finden Anwendung seit Version 3.4.1. Den Planungen der Document Foundation entsprechend, sollen alle nachfolgenden Versionen dem dargestellten Schema folgen.

[86] 2012 2013
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul
3.5-Familie 3.5.0 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 3.5.6
3.6-Familie 3.6.0 3.6.1 3.6.2 3.6.3 3.6.4 3.6.5 3.6.6
4.0-Familie 4.0.0 4.0.1 4.0.2 4.0.3 4.0.4
Developer Selbstkompilierte Versionen, Nightly Builds, Vorschauversionen und Freigabekandidaten
Bleeding Edge 3.5.0 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.4 3.6.0 3.6.1 3.6.2 3.6.3 3.6.4 3.6.4 4.0.0 4.0.1 4.0.2 4.0.3 4.0.4 4.0.4
Stable 3.5.5 3.6.5
Very Stable 3.5.5 3.6.5
Rock Solid 3.5.6 3.6.6
Rock Solid 3.5.6 3.5.6 3.5.6 3.6.6 3.6.6 3.6.6

Versionen und Versionsgeschichte[Bearbeiten]

LibreOffice knüpft bei der Vergabe seiner Versionsnummern direkt an OpenOffice.org an. Die erste stabile Veröffentlichung lautete daher 3.3.0 und wird vom Projekt als Nachfolger von OpenOffice.org 3.2.1 betrachtet.

Version Veröffentlichung Anmerkungen
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.3.0 Beta 1 28. September 2010 Erste Veröffentlichung von LibreOffice und erste öffentliche Test- und Vorschauversion von LibreOffice 3.3.[4] Beta 2 folgte am 15. Oktober 2010,[92] Beta 3 am 18. November 2010.[93] Vor Veröffentlichung der finalen Version erschien am 5. Dezember 2010 ein erster Freigabekandidat,[94] RC 2 folgte am 23. Dezember 2010,[95] RC 3 am 13. Januar 2011[96] und RC 4 am 20. Januar 2011.[97]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.3.0 25. Januar 2011 Die erste stabile Veröffentlichung von LibreOffice, Version 3.3, basiert auf OpenOffice.org 3.3. Neben den Neuerungen von OpenOffice.org 3.3 erhielt LibreOffice weitere Neuerungen, die im entsprechenden Unterabschnitt näher beschrieben sind.[9]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.3.4 17. August 2011 Viertes und letztes Stabilitätsupdate von LibreOffice 3.3.[98] Voraus gingen die Stabilitätsaktualisierungen 3.3.3 vom 16. Juni 2011,[99] 3.3.2 vom 22. März 2011[100] und 3.3.1 vom 23. Februar 2011, die zusätzlich neue Dokumentenicons einführte.[101]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.4.0 03. Juni 2011 LibreOffice 3.4 (das zweite Major-Release des LibreOffice-Projektes) ist, entgegen dem geplanten sechsmonatigen Veröffentlichungszyklus, bereits am 3. Juni 2011 erschienen und nähert sich damit dem geplanten Veröffentlichungszyklus an.[86] Neben vielen kleinen Detailverbesserungen und wenigen größeren Neuerungen, welche im entsprechenden Unterabschnitt näher beschrieben werden,[102] wurde hauptsächlich die Stabilität verbessert.[103] Obwohl die Version als stabil gekennzeichnet ist, empfiehlt die Document Foundation im Rahmen ihres Qualitätsmanagements, die Veröffentlichung von LibreOffice 3.4.1 abzuwarten, sofern die Software im produktiven Umfeld eingesetzt werden soll (→ siehe auch: Abschnitt „Veröffentlichungszyklen und Qualitätsmanagement“).
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.4.6 22. März 2012 Sechstes und letztes Stabilitätsupdate von LibreOffice 3.4.[104] Voraus gingen die Stabilitätsaktualisierungen 3.4.5 vom 16. Januar 2012,[105] 3.4.4 vom 9. November 2011,[106] 3.4.3 vom 31. August 2011,[107] 3.4.2 vom 1. August 2011[108] und 3.4.1 vom 1. Juli 2011.[109]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.5.0 14. Februar 2012 Das dritte Major-Release des Projekts ist die erste Version, die den geplanten sechsmonatigen Veröffentlichungszyklus einhält.[86] Wie bereits bei LibreOffice 3.4 konzentrierten sich die Entwickler auf die Überarbeitung der Codebasis, der Verbesserung der Stabilität und der Fehlerbehebung. Die Neuerungen von LibreOffice 3.5 sind im entsprechenden Unterabschnitt näher beschrieben.[110]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.5.7 18. Oktober 2012 Siebtes und letztes Stabilitätsupdate von LibreOffice 3.5.[111] Voraus gingen die Stabilitätsaktualisierungen 3.5.6 vom 15. August 2012,[112] 3.5.5 vom 11. Juli 2012,[113] 3.5.4 vom 30. Mai 2012,[114] 3.5.3 vom 2. Mai 2012,[115] 3.5.2 vom 5. April 2012[116] und 3.5.1 vom 15. März 2012.[117]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.6.0 08. August 2012 Auch das vierte Major-Release des Office-Pakets legt sein Hauptaugenmerk auf zahlreiche kleinere Verbesserungen, Fehlerkorrekturen und Optimierungen der Stabilität und Geschwindigkeit. Die Neuerungen sind im entsprechenden Unterabschnitt beschrieben.[118]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.6.7 18. Juli 2013 Siebtes und letztes Stabilitätsupdate von LibreOffice 3.6.[119] Voraus gingen die Stabilitätsaktualisierungen 3.6.6 vom 11. April 2013,[120] 3.6.5 vom 30. Januar 2013,[121] 3.6.4 vom 5. Dezember 2012,[122] 3.6.3 vom 1. November 2012,[123] 3.6.2 vom 4. Oktober 2012[124] und 3.6.1 vom 28. August 2012.[125]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0.0 07. Februar 2013 Ursprünglich als LibreOffice 3.7 geplant,[86] wurde das fünfte Major-Release während der Entwicklungsphase in LibreOffice 4.0 umbenannt. Neue Funktionen sind unter anderen die Integration des Adressbuchs von Mozilla Thunderbird, die Unterstützung des GStreamer-Multimedia-Frameworks, Impress Remote (Präsentationen vom Smartphone oder Tablet via App fernsteuern) und Kontravalenz-Anweisungen in Calc.[121]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0.6 24. Oktober 2013 Sechstes und letztes Stabilitätsupdate von LibreOffice 4.0. Voraus gingen die Stabilitätsaktualisierungen 4.0.5 vom 22. August 2013, 4.0.4 vom 19. Juni 2013, 4.0.3 vom 8. Mai 2013, 4.0.2 vom 4. April 2013 und 4.0.1 vom 6. März 2013.[126]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.1.0 25. Juli 2013 Im sechsten Major-Release von LibreOffice[127] wurde u.a. die Dokumenten-Kompatibilität verbessert sowie das Einbetten von Schriftarten eingeführt. Neu ist außerdem eine experimentelle Sidebar.[128]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.1.6 29. April 2014 Sechstes und letztes Fehlerbereinigungs- und Stabilitätsupdate von LibreOffice 4.1.[129] Voraus gingen die Stabilitätsaktualisierungen 4.1.5 vom 11. Februar 2014, 4.1.4 vom 18. Dezember 2013, 4.1.3 vom 1. November 2013, 4.1.2 vom 4. Oktober 2013 und 4.1.1 vom 29. August 2013.[130]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.2.0 30. Januar 2014 Performance-Verbesserungen, bessere Kompatibilität beim Austausch von Fremdformaten, bessere Integration in Microsoft Windows
Ältere Version; noch unterstützt: 4.2.6-secfix 28. August 2014 Aktuelle Version des älteren Entwicklungszweiges 4.2; Sicherheitsupdate[131] zum sechsten Fehlerbereinigungs- und Stabilitätsupdate vom 2. August 2014.[132] Vorherige Versionen sind die Stabilitätsaktualisierungen 4.2.5 vom 20. Juni 2014, 4.2.4 vom 8. Mai 2014, 4.2.3 vom 10. April 2014, 4.2.2 vom 23. März 2014 und 4.2.1 vom 20. Februar 2014
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.3.0 30. Juli 2014 Erste Version des Entwicklungszweiges 4.3
Aktuelle Version: 4.3.1 28. August 2014 Aktuelle Version; erstes Fehlerbereinigungs- und Stabilitätsupdate von LibreOffice 4.3[133]
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Erste Version: LibreOffice 3.3[Bearbeiten]

LibreOffice 3.3 Writer unter Windows XP

LibreOffice 3.3 basiert auf OpenOffice.org 3.3, dessen Codebasis gesichtet und überarbeitet wurde. Die Import-, Öffnen- und Speicherfunktionen wurden verbessert, so ist in allen Programmen des Office-Pakets das Öffnen und Speichern von Dokumenten als einzelnes XML-Dokument möglich. Der Druckdialog wurde überarbeitet und soll dem Benutzer einen übersichtlicheren und schnelleren Zugriff auf die wesentlichsten Funktionen bieten. Auf Linux-Systemen ist das Java Media Framework zum Abspielen von Musik und Filmen nicht mehr erforderlich.

Der Import von PDF-Dokumenten ist nun möglich. Diese werden in Draw geöffnet und können dort bearbeitet und wieder gespeichert werden. Eine Integration in Dokumente ist als OLE-Objekt in jedem Programm des Office-Pakets möglich. Zur Standardinstallation wurden verschiedene nützliche Plug-ins hinzugefügt, die den Funktionsumfang von LibreOffice erweitern. Die grafische Benutzeroberfläche hat Detailverbesserungen erhalten und ist in 19 zusätzlichen Sprachen verfügbar.

Mit Veröffentlichung des ersten Stabilitätsupdates, LibreOffice 3.3.1, erhielt das Office-Paket außerdem neue Dokumentenicons.[101]

Writer hat eine überarbeitete Funktion zur Autokorrektur erhalten und Titelseiten lassen sich mit Hilfe eines neuen Dialogs leichter verwalten. Der Navigator, mit dessen Hilfe die Struktur größerer Dokumente schneller und leichter nachvollzogen werden kann, wurde überarbeitet. Die Such- und die Statistikfunktionen wurden im Detail verbessert. In Microsoft-Word-Dokumenten lassen sich Formulare einfügen und in Lotus Word Pro und Microsoft Works erstellte Dokumente können importiert werden. Der Import von in WordPerfect erstellten Dokumenten wurde wie auch der Export ins Rich Text Format deutlich verbessert.

In Calc wurde die Möglichkeit überarbeitet, Tastenkürzel zu verwenden. So ist beispielsweise die Navigation in Formeln mittels Tastenkombinationen möglich. Das Öffnen von Tabellendokumenten wurde generell beschleunigt. Das Anlegen neuer Tabellenblätter wurde vereinfacht, die zugehörigen Registerkarten lassen sich einfärben. Die Zahl der in einem Tabellenblatt nutzbaren Zeilen wurde von 65.536 auf 1.048.576 erhöht. In Diagrammen können mehrere, hierarchisch strukturierte Achsenbezeichnungen dargestellt werden. Draw kann Grafiken im SVG-Format bearbeiten; der Import in die übrigen Programme des Office-Pakets ist ebenfalls möglich. Das Öffnen von Microsoft-PowerPoint-Dokumenten in Impress wurde beschleunigt und die Handhabung von Folien-Layouts verbessert.

Zusätzlich sind alle Neuerungen von OpenOffice.org 3.3 auch in LibreOffice 3.3 enthalten.[9][134] Das gilt auch für die im Rahmen von Go-oo entwickelten Verbesserungen.[57]

Weitere 3.x-Versionen[Bearbeiten]

LibreOffice 3.4 Impress unter Fedora 16 (Linux)

Die folgenden Versionen von LibreOffice zielten nicht auf große Änderungen sondern kleine inkrementelle Verbesserungen hinsichtlich Schnelligkeit, geringeren Verbrauchs von Systemressourcen, Stabilität, Fehlerfreiheit, Kompatibilität und neuer Funktionalität. Ein weiteres wichtiges Ziel war die Aufarbeitung des Quelltextes, um diesen für neue Programmierer einfacher verständlich und bearbeitbar zu machen. Im Zuge dieser Aufarbeitung wurde viel unbenutzter Quelltext entfernt und die Implementierung automatisierter Tests vorangetrieben. Darüber hinaus wurden Abhängigkeiten von anderen Programmen, insbesondere Java, reduziert.

Bei der Entwicklung von LibreOffice 3.4 wurde das Hauptaugenmerk auf Stabilität gelegt. So finden sich zwar auch zahlreiche Neuerungen in dieser neuen Hauptversion („major release“), die Großzahl der Änderungen entfällt aber auf Verbesserungen der Stabilität und Geschwindigkeit. So arbeitet LibreOffice unter Linux schneller und verbessert die Textdarstellung, wurde entschlackt und nimmt auf allen Plattformen weniger Arbeitsspeicher in Anspruch. Die Graphite-Engine wurde neu geschrieben, wodurch sie neben einer höheren Stabilität auch zehnmal schneller arbeiten soll. Die Unterstützung spezieller internationaler Schriftarten, unter anderem Rechts-nach-Links-Schriftarten wurde verbessert. Neben der altbekannten Suchfunktion wurde eine Suchleiste, wie auch aus modernen Webbrowsern bekannt, hinzugefügt. Die Kompatibilität zu OpenDocument und zu den OOXML-Formaten wurde verbessert.

LibreOffice 3.5 Calc unter Mac OS X Lion

LibreOffice 3.5 konzentriert sich, wie bereits LibreOffice 3.4, primär auf Fehlerkorrekturen und die weitere Überarbeitung des Quellcodes. In LibreOffice 3.5 neu hinzugekommen ist unter anderem eine Online-Update-Funktion, die unter Windows und Mac Aktualisierungen der Software automatisch einspielt und die Windows-Installationsdatei liegt als MSI-Paket vor. Für die Verschlüsselung wird AES statt Blowfish verwendet. Die Bedienoberfläche wurde insbesondere bei der Behandlung von Kopf- und Fußzeilen und Seitenumbrüchen sowie der Bearbeitung von Grafiken überarbeitet und vereinfacht. Die Unterstützung für die ODF-Openformula-Spezifikationen wurde verbessert, ein nativer Treiber für PostgreSQL-Datenbanken hinzugefügt, der Import von Microsoft-Visio-Grafiken in Draw wurde erstmals ermöglicht und der Import von RTF-Textdokumenten wurde verbessert.[110][135]

LibreOffice 3.6 Writer unter Windows 8

Wie bereits bei den Vorgängerversionen konzentrierte sich das LibreOffice-Projekt auch bei der vierten Hauptversion 3.6 eher auf zahlreiche Detailverbesserungen und Fehlerkorrekturen anstelle von einzelnen, umfangreichen Neuerungen. Neben zusätzlichen Optionen für Formatierungen in Writer und Calc können Dokumenten beim PDF-Export Wasserzeichen hinzugefügt werden. Die Oberfläche der Office-Suite wurde bereinigt und erhielt einige Detailverbesserungen, so werden Statistiken wie die Wortzahl des geöffneten Writer-Dokuments in der Statuszeile angezeigt, und das Design von Startbildschirm, „Start Center“ und Info-Bildschirm wurde vereinheitlicht. Verschiedene Dialoge wurden überarbeitet und bestehende Beschränkungen entfernt, insbesondere wurde das Kontextmenü an einigen Stellen erweitert, wodurch Funktionen schneller erreicht werden können. Der Import von „Smart Arts“ aus Microsoft-Office-Dokumenten und von Grafiken aus CorelDraw wurde erweitert, die Unterstützung der ODF-Openformula-Spezifikation wurde verbessert und unter Linux wurde die Unterstützung für GTK-Themes und Trinity verbessert.[118]

4.x-Versionen[Bearbeiten]

LibreOffice 4.0 bringt wie die vorigen Versionen eine Reihe kleiner Neuerungen und einige Verbesserungen in der Kompatibilität mit verschiedenen Formaten, insbesondere dem docx-Format. Einige dieser Verbesserungen wurden aus der Lotus-Suite importiert, deren Quelltext IBM an Apache OpenOffice gespendet hat. Die bedeutendsten Änderungen, die zur Begründung des Versionssprungs angeführt werden, sind allerdings nicht für Nutzer offensichtlich. So wurde die Relizenzierung des Quelltextes abgeschlossen, der nun vollständig unter der GPL 3 und folgenden Versionen, der LGPL 3 und folgenden Versionen sowie der MPL lizenziert ist.[136] Außerdem wurde die offizielle Unterstützung für einige sehr alte Formate eingestellt und veraltete Funktionalität der Uno-Programmierschnittstelle entfernt. Damit besteht erstmals ein Unterschied zwischen den Programmierschnittstellen von LibreOffice und Apache OpenOffice, so dass Erweiterungen für eines der Programme in Zukunft nicht mehr automatisch mit dem jeweils anderen Programm kompatibel sind. Die Abhängigkeit von Java wurde weiter reduziert, aber nicht vollständig beseitigt.

Entwicklungspläne[Bearbeiten]

Das zukünftige Hauptaugenmerk des Projekts liegt auf der Überarbeitung von Calc, das eine neue Engine (Codename Ixion) erhalten, schneller arbeiten und Unterstützung für VBA-Makros und Datenbanken bieten soll. So wurde von Monty Program AB, Entwickler der MySQL-Abspaltung MariaDB, eine Schnittstelle angekündigt, mit der LibreOffice in der Lage sein soll, auf MariaDB- und MySQL-Datenbanken zuzugreifen.[137] Bei Writer soll ein stärkeres Augenmerk auf Dokumentlayouts gelegt und Impress um neue Slideshow-Elemente erweitert werden. Darüber hinaus soll die Kompatibilität mit Microsoft Office verbessert und die Abhängigkeit von Java reduziert werden.[138][139] Ähnlich dem Renaissance-Projekt von OpenOffice.org plant auch LibreOffice, die Bedienoberfläche des Office-Pakets tiefgreifend zu überarbeiten. Diese Entwicklung soll sich zunächst auf Impress konzentrieren.[140]

Das Projekt ist bemüht, eine reine 64-Bit-Variante für Windows zu veröffentlichen. Zwar sei nach Aussagen der Entwickler eine Portierung zurzeit nicht notwendig, Kompatibilität zu schaffen würde aber auch dabei helfen, den Quelltext aufzuräumen und das Projekt generell für die Zukunft zu rüsten.[141] Gleichermaßen befindet sich eine Variante für Tablet-Computer, insbesondere für das Apple iPad und Android-Tablets, in Entwicklung.[142] Im Rahmen des Broadway-Projekts von GTK+, der Basis verschiedener Desktopoberflächen wie GNOME, entsteht außerdem LibreOffice Online, eine angepasste Variante des Office-Pakets, die vollständig in einem Webbrowser betrieben werden kann.[142][143]

Rechtliches[Bearbeiten]

LibreOffice ist, wie auch OpenOffice.org, freie Software. Vor der Übertragung des OpenOffice.org-Projekts an die Apache Software Foundation wurde OpenOffice.org unter der GNU Lesser General Public License (LGPL) in Version 3 veröffentlicht. Die dem Benutzer häufig eingeräumte Möglichkeit, eine neuere Version der Lizenz zu nutzen, bestand nicht.[144] Das galt folglich zunächst auch für LibreOffice. Durch die Übertragung von OpenOffice.org an die Apache Software Foundation ist der Programmcode auch unter der hauseigenen Lizenz, der Apache-Lizenz, erhältlich. Diese erlaubt sowohl eine nahezu bedingungslose Weiternutzung als auch eine Wiederveröffentlichung unter vollkommen anderen Bedingungen. Da die Document Foundation freie Softwarelizenzen mit Copyleft bevorzugt und die Apache-Lizenz ein derartiges Lizenzmodell ermöglicht, ist LibreOffice unter der LGPL in Version 3 oder neuer und der Mozilla Public License (MPL) in Version 1.1 oder neuer mehrfachlizenziert.[145]

Sowohl bei LibreOffice als auch bei OpenOffice.org werden dem Anwender die aus dieser Lizenzierung entstehenden Freiheiten uneingeschränkt zugestanden. Vor der Übertragung des OpenOffice.org-Projekts an die Apache Software Foundation wurden beteiligte Entwickler, anders als bei LibreOffice, mit Bestimmungen konfrontiert, die ihre Rechte einschränken. Oracle verfolgte, wie auch schon Sun Microsystems seit Bestehen des Projekts, bei der Entwicklung von OpenOffice.org das Ziel, die urheberrechtlichen Verwertungsrechte zu erhalten. Um das zu realisieren, musste jeder Entwickler, der eine Verbesserung einbringen wollte, das Sun Microsystems Inc. Contributor Agreement unterschreiben. Die Wirkung dieser Vereinbarung war unter anderem, dass Oracle das Recht zugesprochen wurde, die Lizenz, unter der die eingebrachten Verbesserungen veröffentlicht werden, zu wählen.[146] Erst dadurch war es Oracle möglich, in OpenOffice.org eingebrachte Änderung zurück in ihr kostenpflichtiges, proprietäres Office-Paket StarOffice fließen zu lassen.

Die Vereinbarung ging jedoch noch weiter und sprach alle urheberrechtlichen Rechte des Entwicklers auch Oracle zu – es entstand eine „gemeinsame Urheberschaft“.[147] Die Vereinbarung wurde insbesondere auch deshalb kritisiert,[148][149] da diese gemeinsame Urheberschaft erlosch, sobald eine Änderung an der eingebrachten Verbesserung vorgenommen wurde. Konkret bedeutete dies, dass eine gemeinsame Urheberschaft nur so lange bestand, wie die eingebrachte Verbesserung unverändert blieb – wurde sie verändert, verlor der ursprüngliche Entwickler seine Rechte. Die Vereinbarung war in diesem Fall mit einer Übertragung jeglicher Urheberrechte gleichbedeutend.[150] Oracle wurde mit dieser Vereinbarung auch das Recht zugesprochen, gewerbliche Schutzrechte (Patente, Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster, Marken usw.) anzumelden und in Anspruch zu nehmen sowie das dafür notwendige Eigentum geltend zu machen.[151]

Anders als bei OpenOffice.org brauchten Entwickler, die ihre Verbesserungen LibreOffice zur Verfügung stellen möchten, nie derartige Vereinbarungen zu unterzeichnen. Sie blieben dadurch alleinige Inhaber des Urheberrechts.[145] Seit der Übertragung des OpenOffice.org-Projekts an die Apache Software Foundation gilt das entsprechend auch bei OpenOffice.org. Dennoch seien laut der Document Foundation gerade diese rechtlichen Aspekte ausschlaggebend dafür gewesen, dass sich schnell nach Gründung des Projekts weit mehr Entwickler LibreOffice zuwandten, als es jemals zuvor bei OpenOffice.org der Fall gewesen sei.[40]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dieter Brors, Ralf Nebelo: Kampf der Zwillinge: LibreOffice fordert OpenOffice heraus. In: c’t – magazin für computertechnik. Nr. 5, Heise Zeitschriften Verlag, Hannover 2011, S. 106–109 (Der Artikel beschreibt die Unterschiede zwischen LibreOffice 3.3 und OpenOffice.org 3.3).
  •  Karsten Günther: LibreOffice – kurz & gut. 1. Auflage. O’Reilly, Beijing/Cambridge/Farnham/Köln/Sebastopol/Tokyo 2011, ISBN 978-3-86899-118-5.
  •  Thomas Krumbein: LibreOffice 3 – Einstieg und Umstieg: Kompakte Einführung in alle Module. 1. Auflage. Tintal Verlag, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-94377-101-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: LibreOffice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. LibreOffice Release Notes. The Document Foundation, 28. August 2014, abgerufen am 28. August 2014 (englisch).
  2. Projekteigener Quellcode, d.h. von Entwicklern direkt an das LibreOffice-Projekt übergebener Quellcode, sowie projekteigener Quellcode von Apache OpenOffice (seit LibreOffice 4.0), ist dual-lizenziert unter MPL, LGPL 3+ und GPL 3+. Externe Bibliotheken sind ggf. abweichend lizenziert, mindestens aber mit LGPL 3-only.
  3. Florian Effenberger: Re: [libreoffice-marketing] Abbreviation for LibreOffice? In: LibreOffice Marketing mailing list. The Document Foundation, 9. Mai 2011, abgerufen am 2. November 2012 (englisch).
  4. a b c d e f g h i OpenOffice.org Community announces The Document Foundation. The Document Foundation, 28. September 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010 (englisch).
  5. a b c d e f Ingo Pakalski: Document Foundation: Aus Openoffice.org wird LibreOffice. Golem.de, 28. September 2010, abgerufen am 25. Februar 2011.
  6. a b Dieter Brors: OpenOffice wird zu LibreOffice: Die OpenOffice-Community löst sich von Oracle. Heise online, 28. September 2010, abgerufen am 25. Februar 2011: „Seitdem seien nur noch wenige Ressourcen […] ins Projekt eingeflossen […]. Auch seit dem letzten OpenOffice-Kongress Anfang September, auf dem sich Oracle-Verantwortliche trotz Aufforderung nicht zu den weiteren Plänen mit dem Office-Paket geäußert hätten, sei keine Besserung in Sicht gewesen.“
  7. a b c Peter Steinlechner: Oracle: Open Office wird vollständig „Community-based Open Source“. Golem.de, 16. April 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  8. a b Ingo Pakalski: Office-Suite: Openoffice 3.4 ist fertig. Golem.de, 8. Mai 2012, abgerufen am 3. Juni 2012.
  9. a b c Ingo Pakalski: LibreOffice 3.3: Erste stabile Version des Openoffice.org-Ablegers. Golem.de, 25. Januar 2011, abgerufen am 27. Januar 2011.
  10. Sebastian Grüner: Libreoffice 3.6 mit Detailverbesserungen. Golem.de, 8. August 2012, abgerufen am 25. August 2012.
  11. a b c Florian Effenberger: LibreOffice Community starts 50,000 Euro challenge for setting-up its foundation. The Document Foundation, 16. Februar 2011, abgerufen am 25. Februar 2011 (englisch).
  12. a b c Dieter Broers: LibreOffice-Community gründet Stiftung in Berlin. Heise Verlag, 1. Februar 2012, abgerufen am 1. Februar 2012.
  13. a b Ingo Pakalski: Document Foundation: Aus Openoffice.org wird LibreOffice. Golem.de, 28. September 2010, abgerufen am 25. Februar 2011: „sie [die Document Foundation] wurde gemeinschaftlich von führenden Köpfen der OpenOffice.org-Community ins Leben gerufen, darunter zahlreiche Projektleiter und Mitglieder des Community Councils. Anfangs wird sie von […] internationalen Openoffice.org-Projektverantwortlichen geführt.“
  14. Sun Microsystems Open Sources StarOffice Technology. Sun Microsystems, 19. Juli 2000, archiviert vom Original am 15. August 2000, abgerufen am 21. Dezember 2012 (englisch).
  15. Dieter Brors: OpenOffice wird zu LibreOffice: Die OpenOffice-Community löst sich von Oracle. Heise online, 28. September 2010, abgerufen am 25. Februar 2011: „Die Gründung einer solchen Foundation ist nicht neu und hatte sogar Sun schon zur Freigabe des StarOffice-Quelltextes als Open Source vorgeschlagen. In den Folgejahren ist dies jedoch nicht umgesetzt worden.“
  16. Oracle Press Release: Oracle Completes Acquisition of Sun. Oracle, 27. Januar 2010, abgerufen am 28. Februar 2011 (englisch).
  17. Markus Franz: Interview: Thomas Krumbein von LibreOffice zur Arbeit mit Oracle. Netzwelt.de, 16. November 2010, abgerufen am 22. Juli 2011.
  18. Jörg Thoma: LibreOffice: Oracle erteilt dem Communityprojekt eine Absage. Golem.de, 6. Oktober 2010, abgerufen am 23. Februar 2011.
  19. Oliver Diedrich: LibreOffice-Macher sollen OpenOffice-Rat verlassen. Heise online, 19. Oktober 2010, abgerufen am 25. Februar 2011.
  20. Jens Ihlenfeld: Openoffice.org: Oracle geht auf Konfrontationskurs mit Libreoffice. Golem.de, 19. Oktober 2010, abgerufen am 25. Februar 2011.
  21. Mirko Lindner: LibreOffice erreicht Spendenziel. Pro-Linux, 26. Februar 2011, abgerufen am 26. Februar 2011.
  22. Oracle Announces Its Intention to Move OpenOffice.org to a Community-based Project. In: Press Releases. Oracle Corporation, 15. April 2011, abgerufen am 21. Dezember 2012 (englisch).
  23. Hans-Joachim Baader: OpenOffice.org soll Gemeinschaftsprojekt werden. Pro-Linux.de, 16. April 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  24. Hans-Joachim Baader: Office-Förderverein unter neuem Namen für alle freien Büroprogramme. Pro-Linux.de, 19. April 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  25. a b Ingo Pakalski: Libreoffice: Document Foundation setzt bisherige Strategie fort. Golem.de, 19. April 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  26. a b Jens Ihlenfeld: Apache: Oracle überträgt Openoffice an die ASF. Golem.de, 1. Juni 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  27. a b Florian Effenberger: Statement about Oracle’s move to donate OpenOffice.org assets to the Apache Foundation. The Document Foundation, 1. Juni 2011, abgerufen am 8. September 2011 (englisch).
  28. Oliver Diedrich: Free Software Foundation rät zu LibreOffice. Heise online, 10. Juni 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  29. The Document Foundation History. The Document Foundation, abgerufen am 2. November 2012 (Die Document Foundation kürzt sich auf ihrer offiziellen Webseite häufig selbst mit „TDF“ ab.).
  30. Dieter Brors: The Document Foundation tritt OASIS bei. Heise online, 4. September 2012, abgerufen am 4. September 2012.
  31. Florian Effenberger: Six Months of Freedom and Community. The Document Foundation, 28. März 2011, abgerufen am 30. März 2011 (englisch): „From the very first day, openness, transparency and meritocracy have been shaping the framework we want to work in.“
  32. a b Charles-H. Schulz: What we strive for. Steering Committee der Document Foundation, 18. April 2011, abgerufen am 8. September 2011 (englisch).
  33. Dieter Brors: Intel unterstützt LibreOffice. Heise online, 23. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  34. Jens Ihlenfeld: Herstellerunabhängig: Document Foundation besetzt Advisory Board. Golem.de, 15. Juni 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  35. Florian Effenberger: The Document Foundation officially incorporated in Berlin, Germany. The Document Foundation, 20. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012 (englisch).
  36. Martin Schindler: LibreOffice bekommt eine Stiftung. Silicon.de, 20. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  37. a b Andrea Müller: Hintergründe zu LibreOffice. Heise online, 1. Oktober 2010, abgerufen am 25. Februar 2011.
  38. Dieter Brors: Massenrückzug aus OpenOffice-Projekt. Heise online, 1. November 2010, abgerufen am 25. Februar 2011.
  39. Andreas Proschofsky: OpenOffice.org-Spaltung: „Es ist falsch, Oracle die Schuld zu geben“. derStandard.at, 16. November 2010, abgerufen am 20. November 2010: „Praktisch die gesamte Community rund um die freie Office-Suite [Anmerkung: OpenOffice.org] verabschiedete sich mit einem Schlag und organisiert sich seitdem im LibreOffice-Projekt neu […]“
  40. a b c d e Hans-Joachim Baader: Document Foundation feiert ersten Geburtstag. Pro-Linux, 28. September 2011, abgerufen am 9. November 2011.
  41. Florian Effenberger: We’re now an SPI-associated project. The Document Foundation, 28. März 2011, abgerufen am 30. März 2011 (englisch).
  42. a b c Sebastian Grüner: Halbjahresbilanz: Document Foundation dankt der Community. Golem.de, 29. März 2011, abgerufen am 30. März 2011.
  43. Florian Effenberger: LibreOffice Conference to be held in Paris this October. The Document Foundation, 1. März 2011, abgerufen am 30. März 2011 (englisch).
  44. Florian Effenberger: LibreOffice Conference 2012 will be held in Berlin, Germany. The Document Foundation, 28. Februar 2012, abgerufen am 4. Juni 2012 (englisch).
  45. CommunityByLaws – Eine Satzung für die Community. Ziele der Stiftung. In: The Document Foundation Wiki. The Document Foundation, 9. März 2011, abgerufen am 30. März 2011.
  46. Next Decade Manifesto – Manifest fürs nächste Jahrzehnt. In: The Document Foundation Wiki. The Document Foundation, 29. Dezember 2010, abgerufen am 30. März 2011.
  47. Mirko Dölle: Ubuntu 11.04 mit Unity-Desktop und Libre Office. Heise online, 28. April 2011, abgerufen am 29. April 2011.
  48. Sebastian Grüner: Linux-Distribution: Fedora 15 mit Systemd und Gnome3. Golem.de, 24. Mai 2011, abgerufen am 25. Mai 2011.
  49. Andrea Müller: OpenSuse 11.4 ist fertig. Heise online, 11. März 2011, abgerufen am 14. März 2011.
  50. Ubuntu-Derivat Linux Mint 11 veröffentlicht. Pro-Linux, abgerufen am 27. Mai 2011.
  51. Debian – Informationen über Paket openoffice.org in wheezy. Debian, abgerufen am 21. März 2011.
    Debian – Informationen über Paket libreoffice in wheezy. Debian, abgerufen am 21. März 2011.
    Das Dummy-Paket „openoffice.org“ dient dazu, bestehende OpenOffice.org-Installationen vollständig mit LibreOffice (Paket „libreoffice“) zu ersetzen. OpenOffice.org wird damit mit Debian 7.0 Wheezy vollständig aus den Paketquellen entfernt.
  52. Hans-Joachim Baader: Debian wechselt zu LibreOffice. Pro-Linux, 24. Juni 2011, abgerufen am 24. Juni 2011.
  53. Oracle Linux 6.3 Release Notes. Oracle, Juni 2012, abgerufen am 23. Juli 2012 (englisch).
  54. Dieter Brors: LibreOffice-Team verbessert Support. Heise online, 20. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  55. Oliver Diedrich: LibreOffice und OpenOffice entwickeln sich auseinander. Heise online, 7. September 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  56. Hans-Joachim Baader: OpenOffice.org und LibreOffice driften auseinander. Pro-Linux.de, 7. September 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  57. a b Go-oo Homepage. Abgerufen am 22. September 2010 (englisch): „Go-oo is obsoleted by LibreOffice“
  58. Produktbeschreibung LibreOffice. The Document Foundation, abgerufen am 12. April 2011.
  59. LibreOffice Writer. The Document Foundation, abgerufen am 12. April 2011.
  60. LibreOffice Calc. The Document Foundation, abgerufen am 12. April 2011.
  61. LibreOffice Impress. The Document Foundation, abgerufen am 12. April 2011.
  62. LibreOffice Base. The Document Foundation, abgerufen am 12. April 2011.
  63. LibreOffice Draw. The Document Foundation, abgerufen am 12. April 2011.
  64. LibreOffice Math. The Document Foundation, abgerufen am 12. April 2011.
  65. LibreOffice Suite. The Document Foundation, abgerufen am 12. April 2011.
  66. Jörg Thoma: Libreoffice: Repositories für Erweiterungen und Vorlagen. Golem.de, 12. September 2011, abgerufen am 13. September 2011.
  67. Florian Effenberger: LibreOffice Extensions and Templates Repository is online. The Document Foundation, 28. Oktober 2011, abgerufen am 28. Oktober 2011 (englisch).
  68. Florian Effenberger: We are 100! The Document Foundation, 25. November 2011, abgerufen am 25. November 2011 (englisch).
  69. LibreOffice Download. The Document Foundation, abgerufen am 7. Januar 2014.
  70. DE/Doku/Allgemein/B OpenDocument – Was ist ein OpenDocument? In: The Document Foundation Wiki. The Document Foundation, abgerufen am 28. September 2012.
  71. The Document Foundation celebrates its first anniversary. The Document Foundation, 28. September 2011, abgerufen am 10. November 2011 (englisch).
  72. Falko Benthin: Krankenhäuser in Kopenhagen wechseln zu LibreOffice. Pro-Linux.de, 19. August 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  73. Falko Benthin: Dänisches Verkehrsministerium wechselt zu LibreOffice und virtuellen Desktops. Pro-Linux.de, 15. März 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  74. Ryan Paul: LibreOffice gaining momentum, heading to Android, iOS, and the Web. ars technica, 14. Oktober 2011, abgerufen am 10. November 2011 (englisch).
  75. Südtirol migriert auf LibreOffice. heise, 21. Juni 2013
  76. LibreOffice Systemvoraussetzungen. The Document Foundation, abgerufen am 28. Februar 2011 (Der Einzelnachweis bezieht sich auf den gesamten Abschnitt).
  77. Ingo Pakalski: LibreOffice 3.3: Portable Version für USB-Sticks ist fertig. Golem.de, 27. Januar 2011, abgerufen am 27. Januar 2011.
  78. LibreOffice-Box: Die freie Office Suite plus Extras auf DVD. The Document Foundation, abgerufen am 14. März 2011.
  79. Florian Effenberger: Team sucht Worker – LibreOffice-Box braucht Mitstreiter. The Document Foundation, 22. Mai 2012, abgerufen am 4. Juni 2012 (deutsch).
  80. Inhalte der LibreOffice DVD. The Document Foundation, abgerufen am 14. März 2011.
  81. App im Google Playstore. Google Inc., 5. Juni 2014, abgerufen am 16. August 2014 (deutsch).
  82. Ingo Pakalski: LibreOffice 3.3: Erste stabile Version des Openoffice.org-Ablegers. Über 100 Entwickler arbeiten an Libreoffice. Golem.de, 25. Januar 2011, abgerufen am 27. Januar 2011: „Nach Angaben der Document Foundation arbeiten derzeit mehr als 100 Entwickler für Libreoffice. Zum Start im September 2010 waren es nur 20.“
  83. LibreOffice DevRoom at FOSDEM 2012 in Brussels. The Document Foundation, 24. Januar 2012, abgerufen am 24. Januar 2012 (englisch).
  84. Oliver Diedrich: Canonical unterstützt LibreOffice. Heise online, 22. Februar 2011, abgerufen am 22. Februar 2011.
  85. Mirko Lindner: LibreOffice 3.5 freigegeben. Pro-Linux, 14. Februar 2012, abgerufen am 6. November 2012.
  86. a b c d e Release Plan. In: The Document Foundation Wiki. The Document Foundation, 23. September 2013, abgerufen am 23. September 2013 (englisch).
  87. Ingo Pakalski: Document Foundation: Zwei Libreoffice-Hauptversionen pro Jahr geplant. Golem.de, 9. Juni 2011, abgerufen am 24. Juni 2011.
  88. Italo Vignoli: LibreOffice 3.4.1 provides stable new features for every user. The Document Foundation, 1. Juli 2011, abgerufen am 1. Juli 2011 (englisch).
  89. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.5: “the best free office suite ever”. The Document Foundation, 14. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012 (englisch).
  90. Oliver Diedrich: LibreOffice: Zertifizierung für Dienstleister. Heise online, 7. Mai 2012, abgerufen am 7. Mai 2012.
  91. LibreOffice Certification Program. The Document Foundation, abgerufen am 2. November 2012 (englisch).
  92. Jens Ihlenfeld: Document Foundation: Zweite Beta des Openoffice.org-Forks Libreoffice. Golem.de, 15. Oktober 2010, abgerufen am 23. Februar 2011.
  93. Jens Ihlenfeld: Openoffice.org Fork: Libreoffice 3.3 Beta 3 veröffentlicht. Golem.de, 18. November 2010, abgerufen am 23. Februar 2011.
  94. Jörg Thoma: Openoffice.org: Libreoffice 3.3 fast fertig. Golem.de, 6. Dezember 2010, abgerufen am 23. Februar 2011.
  95. Jens Ihlenfeld: Openoffice.org Fork: Zweiter Release Candidate von Libreoffice 3.3 erschienen. Golem.de, 23. Dezember 2010, abgerufen am 23. Februar 2011.
  96. Jens Ihlenfeld: Freie Office-Suite: Libreoffice 3.3 RC 3 veröffentlicht. Golem.de, 13. Januar 2011, abgerufen am 23. Februar 2011.
  97. Jens Ihlenfeld: Office-Suite: Vierter Release Candidate von Libreoffice 3.3. Golem.de, 21. Januar 2011, abgerufen am 23. Februar 2011.
  98. Florian Effenberger: LibreOffice 3.3.4 is Ready for Download. The Document Foundation, 17. August 2011, abgerufen am 17. August 2011 (englisch).
  99. Ingo Pakalski: Document Foundation: Libreoffice 3.3.3 ist da. Golem.de, 16. Juni 2011, abgerufen am 24. Juni 2011.
  100. Ingo Pakalski: Openoffice-Ableger: Libreoffice 3.3.2 ist fertig. Golem.de, 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  101. a b Ingo Pakalski: Libreoffice 3.3.1: Fehlerkorrekturen für Openoffice.org-Ableger. Golem.de, 23. Februar 2011, abgerufen am 14. März 2011.
  102. Ingo Pakalski: Document Foundation: Libreoffice 3.4.0 ist fertig. Golem.de, 3. Juni 2011, abgerufen am 3. Juni 2011.
    Liste der Neuerungen in LibreOffice 3.4. The Document Foundation, abgerufen am 8. September 2011.
    Die Einzelnachweise beziehen sich jeweils auf den gesamten Abschnitt und überschneiden beziehungsweise ergänzen sich.
  103. Ingo Pakalski: Document Foundation: Libreoffice 3.4.0 ist fertig. Golem.de, 3. Juni 2011, abgerufen am 1. Juli 2011.
  104. Italo Vignoli: TDF announces LibreOffice 3.4.6. The Document Foundation, 22. März 2012, abgerufen am 25. März 2012 (englisch).
  105. Ingo Pakalski: Office: Libreoffice 3.4.5 mit Fehlerkorrekturen. Golem.de, 16. Januar 2012, abgerufen am 16. Januar 2012.
  106. Dieter Brors: Bugfix-Release von LibreOffice. Heise online, 9. November 2011, abgerufen am 9. November 2011.
  107. Dieter Brors: LibreOffice 3.4.3 erschienen. Heise online, 31. August 2011, abgerufen am 31. August 2011.
  108. Ingo Pakalski: Document Foundation: Libreoffice 3.4.2 ist fertig. Golem.de, 1. August 2011, abgerufen am 1. August 2011.
  109. Ingo Pakalski: Document Foundation: Libreoffice 3.4.1 ist erschienen. Golem.de, 1. Juli 2011, abgerufen am 1. Juli 2011.
  110. a b Ingo Pakalski: Document Foundation Libreoffice 3.5 ist fertig. Golem.de, 14. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  111. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.5.7. The Document Foundation, 18. Oktober 2012, abgerufen am 5. Dezember 2012 (englisch).
  112. Florian Effenberger: LibreOffice 3.5.6 is available. The Document Foundation, 15. August 2012, abgerufen am 15. August 2012 (englisch).
  113. Florian Effenberger: LibreOffice 3.5.5 is available. The Document Foundation, 11. Juli 2012, abgerufen am 11. Juli 2012 (englisch).
  114. Ingo Pakalski: Office-Suite: Libreoffice 3.5.4 mit Geschwindigkeitsschub. Golem.de, 30. Mai 2012, abgerufen am 30. Mai 2012.
  115. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.5.3. The Document Foundation, 2. Mai 2012, abgerufen am 2. Mai 2012 (englisch).
  116. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.5.2. The Document Foundation, 5. April 2012, abgerufen am 8. April 2012 (englisch).
  117. Ingo Pakalski: Document Foundation: Libreoffice 3.5.1 bringt Fehlerkorrekturen. Golem.de, 15. März 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  118. a b Sebastian Grüner: Office-Suite: Libreoffice 3.6 mit Detailverbesserungen. Golem.de, 8. August 2012, abgerufen am 25. September 2012.
    Liste der Neuerungen in LibreOffice 3.6. The Document Foundation, abgerufen am 25. September 2012.
    3.6 New Features and Updates. The Document Foundation, abgerufen am 25. September 2012 (englisch).
    Die Einzelnachweise beziehen sich jeweils auf den gesamten Abschnitt und überschneiden beziehungsweise ergänzen sich.
  119. Florian Effenberger: The Document Foundation announces LibreOffice 3.6.7. The Document Foundation, 18. Juli 2013, abgerufen am 19. Juli 2013 (englisch).
  120. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.6.6. The Document Foundation, 11. April 2013, abgerufen am 12. April 2013 (englisch).
  121. a b Release Plan. In: The Document Foundation Wiki. The Document Foundation, 23. September 2013, abgerufen am 23. September 2013 (englisch).
  122. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.6.4. The Document Foundation, 5. Dezember 2012, abgerufen am 5. Dezember 2012 (englisch).
  123. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.6.3. The Document Foundation, 1. November 2012, abgerufen am 5. Dezember 2012 (englisch).
  124. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.6.2. The Document Foundation, 4. Oktober 2012, abgerufen am 5. Dezember 2012 (englisch).
  125. Dieter Brors: LibreOffice 3.6.1 korrigiert Fehler. Heise online, 29. August 2012, abgerufen am 29. August 2012.
  126. Mirko Lindner: LibreOffice 4.0.1 korrigiert Fehler. pro-linux.de, 6. März 2013, abgerufen am 29. August 2013.
  127. Release Plan – The Document Foundation Wiki. In: wiki.documentfoundation.org. Abgerufen am 29. August 2013.
  128. Italo Vignoli: LibreOffice 4.1: a landmark for interoperability. The Document Foundation, 25. Juli 2013, abgerufen am 29. August 2013 (englisch).
  129. Release Notes
  130. Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 4.1.1. The Document Foundation, 29. August 2013, abgerufen am 29. August 2013 (englisch).
  131. Italo Vignoli: LibreOffice 4.3.1 “Fresh” announced. The Document Foundation, 28. August 2014, abgerufen am 1. September 2014 (englisch).
  132. Florian Effenberger: LibreOffice 4.2.6 is ready. The Document Foundation, 5. August 2014, abgerufen am 9. August 2014 (englisch).
  133. Italo Vignoli: LibreOffice 4.3.1 “Fresh” announced. The Document Foundation, 28. August 2014, abgerufen am 1. September 2014 (englisch).
  134. Liste der Neuerungen in LibreOffice 3.3. The Document Foundation, abgerufen am 8. September 2011.
    LibreOffice 3.3: New Features and Fixes. The Document Foundation, abgerufen am 28. Februar 2011 (englisch).
    Die Einzelnachweise beziehen sich jeweils auf den gesamten Abschnitt und überschneiden beziehungsweise ergänzen sich.
  135. katze sonne: LibreOffice 3.5 veröffentlicht. Ubuntuusers.de Ikhaya, 16. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012.
    Italo Vignoli: The Document Foundation announces LibreOffice 3.5: “the best free office suite ever”. The Document Foundation, 14. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012 (englisch).
    Die Einzelnachweise beziehen sich jeweils auf den gesamten Abschnitt und überschneiden beziehungsweise ergänzen sich.
  136. The meaning of the 4.0. Weblog von Charles-H. Schulz (standardsandfreedom.net, englisch), 24. Januar 2013
  137. Hans-Joachim Baader: Monty Program unterstützt LibreOffice. Pro-Linux, 9. Dezember 2011, abgerufen am 21. Dezember 2011.
  138. Jörg Thoma: Libreoffice: Erste Pläne für die freie Office-Suite. Golem.de, 10. November 2010, abgerufen am 23. Februar 2011.
  139. Florian Effenberger: TDF offers preview of future product and technology developments. The Document Foundation, 10. November 2010, abgerufen am 20. November 2010 (englisch).
  140. Jörg Thoma: Libreoffice: Büropaket will sich neu kostümieren. Golem.de, 22. November 2010, abgerufen am 23. Februar 2011.
  141. Jörg Thoma: Büropakete: Libreoffice auf Windows 64-Bit portiert. Golem.de, 29. März 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  142. a b Ingo Pakalski: Office-Software: Libreoffice für iPad und Android-Tablets geplant. Golem.de, 14. Oktober 2011, abgerufen am 15. Oktober 2011.
  143. Keywan Najafi Tonekaboni: HTML5: Libreoffice läuft im Browser. Golem.de, 9. August 2011, abgerufen am 8. September 2011.
  144. OpenOffice.org Licenses. Oracle, abgerufen am 14. März 2011 (englisch): „OpenOffice.org uses a single open-source license for the source code […]. The source-code license is the GNU Lesser General Public License. Effective OpenOffice.org 3.0 Beta, OpenOffice.org will use the LGPL v3.“
  145. a b Get Involved Developing LibreOffice. The Document Foundation, abgerufen am 14. März 2011 (englisch).
  146. Sun Microsystems Inc. Contributor Agreement. Oracle, abgerufen am 1. März 2011 (PDF, 66 kB, englisch, Nummer 3, Punkt 1, Satz 2 und Nummer 4, Punkt 2): „This includes, at our option, the right to sublicense these same rights to third parties through multiple levels of sublicensees or other licensing arrangements“
  147. Sun Microsystems Inc. Contributor Agreement. Oracle, abgerufen am 1. März 2011 (PDF, 66 kB, englisch, Nummer 3, Punkt 1, Satz 1): „you hereby assign to us joint ownership“
  148. Andreas Proschofsky: OpenOffice.org: „Vollständiger Rückzug von Sun wäre nicht unbedingt negativ“. derStandard.at, 27. Juli 2008, abgerufen am 1. März 2011.
  149. Michael Meeks: Stuff Michael Meeks is doing – Michael Meeks Blog. 2. Oktober 2007, abgerufen am 1. März 2011 (englisch).
  150. Sun Microsystems Inc. Contributor Agreement. Oracle, abgerufen am 1. März 2011 (PDF, 66 kB, englisch, Nummer 3, Punkt 2): „if one of us makes a derivative work of your contribution, the one who makes the derivative work (or has it made) will be the sole owner of that derivative work“
  151. Sun Microsystems Inc. Contributor Agreement. Oracle, abgerufen am 1. März 2011 (PDF, 66 kB, englisch, Nummer 3, Punkt 4): „you agree that we may register a copyright in your contribution and exercise all ownership rights associated with it“
Am 25. Februar 2011 18:02:46 Uhr (CET) wurde der Artikel „The Document Foundation“ in der Version vom 25. Februar 2011, 17:05:47 Uhr (CET) in den Abschnitt „The Document Foundation“ in der Version vom 24. Februar 2011, 13:08:24 Uhr (CET) integriert. Die Autoren des Artikels „The Document Foundation“ finden sich in der dortigen Versionsgeschichte sowie in der Version bei Zusammenführung.
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Dieser Artikel wurde am 29. April 2012 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.