Courantmark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Der ganze Artikel ist unzureichend belegt

Die Courantmark (auch Mark Courant) war eine vor allem im Bereich der norddeutschen Hansestädte gebräuchliche Kurantmünze und ein Vorläufer der Reichsmark und der Deutschen Mark.

Die Mark als Münze geht auf die Gewichtseinheit Mark zurück. In Lübeck galt spätestens seit dem 13. Jahrhundert die Kölner Mark als Bezugseinheit für die Berechnung von Münzgewichten. Eine Kölner Mark entspricht etwa 233,856 Gramm Feinsilber. 1403 entsprachen etwa 5,6 Mark lübisch einer Kölner Mark Feinsilber. 1461 waren es etwa 10 Mark lübisch.

Eine Reihe von Hansestädten unter Führung von Lübeck hatten sich im 14. Jahrhundert zum Wendischen Münzverein zusammengeschlossen. Als zentrale Währungsseinheit wurde die Lübsche Mark (lat. Marca Lubicensis), auch Lübische Mark, eingeführt. 1502 wurden Münzen zu 2/3 Mark und 1/3 Mark nach einem 13-Mark-Fuß aus einer Kölner Mark Feinsilber geprägt.

In Lübeck wurde die Mark im Jahr 1502 zum Münznominal, das heißt, es wurden auf "Mark" lautende Silbermünzen geprägt. Diese Münze war Zahlungsmittel des mittelalterlich-frühneuzeitlichen Wendischen Münzvereins und aufgrund der Handelsmacht der Hansestädte gleichzeitig im gesamten Ostseeraum.

Auch nach Ende des Wendischen Münzvereins blieb die Mark in den norddeutschen Hansestädten vor dem Taler gebräuchlichstes Zahlungsmittel. Im 18. Jahrhundert folgte Lübeck dem Vorbild Hamburgs und führte eine Mark im 34-Mark-Münzfüß ein. Es wurden jedoch in Hamburg keine auf "Mark", sondern auf "Schilling Hamburger Current" lautenden Münzen ausgeprägt. Später etablierte sich in den Hansestädten und den benachbarten Fürstentümern die französische Bezeichnung "Courant" für Schilling und Zählmark. So gab es ab 1788 den Schilling Schleswig-Holsteinisch Courant in den Herzogtümer Schleswig und Holstein.

Im Ostseeraum war sie bis ins 19. Jahrhundert die zentrale Handelswährung, wie es literarisch auch in Thomas Manns Buddenbrooks belegt ist, und wurde erst durch die Goldmark abgelöst. Im Gegensatz zur Mark Courant gab es in Hamburg auch die reine Buch-/Rechenwährung Mark Banco.

Nach der Gründung des Deutschen Reiches setzte sich dann die Mark durch das Münzgesetz vom 9. Juli 1873[1] als Kompromiss zwischen dem norddeutschen Taler und dem süddeutschen Gulden als deutsche Einheitswährung durch.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Münzgesetz und RGBl. 1873, S. 233-240 vom 9. Juli 1873