Dössel

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Dieser Artikel behandelt den Stadtteil von Warburg (Nordrhein-Westfalen). Zu anderen Bedeutungen siehe Dössel (Begriffsklärung).

51.5230555555569.1652777777778213Koordinaten: 51° 31′ 23″ N, 9° 9′ 55″ O

Dössel
Stadt Warburg
Höhe: 213 m
Fläche: 5,16 km²
Einwohner: 650
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 34414
Vorwahl: 05641
Karte

Lage von Dössel in Warburg

Dössel ist ein Stadtteil von Warburg im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen (Deutschland) mit ca. 650 Einwohnern und grenzt nördlich an die Kernstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde der Ort um 1200 in einem Corveyer Güterregister. Seit dem Zufallen an Preußen etwa 1800 führt Dössel eine Dorfchronik, 1846 erfuhr das Dorf eine Flurbereinigung, welche dem in der Warburger Börde gelegenen Agrardorf zugutekam. Während des Zweiten Weltkriegs wurde in der Nähe des Ortes das Offizierslager VI B eingerichtet, auf welches am 27. September 1944 aufgrund einer Verwechslung mit dem Bahnhof Nörde eine britische Bombe abgeworfen wurde, welche 90 Gefangenen das Leben kostete. Die Opfer wurden auf dem Dösseler Friedhof beigesetzt. Am 1. Januar 1975 wurde das Dorf im Rahmen der Kommunalreform nach Warburg eingemeindet.[1][2]

Name[Bearbeiten]

Für den heutigen Ortsnamen Dössel gibt es folgende historische Bezeichnungen: Dosele, Dozele.

Vereine[Bearbeiten]

Dössel hat ein vielfältiges und lebendiges Vereinsleben, welches von vielen Dorfbewohnern aufrechterhalten wird. Das Angebot reicht von Musik bis hin zum Sport und zum verantwortungsvollen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr.

Folgende Vereine gibt es in Dössel:

  • Schützenverein (gegründet 1847)
  • Freiwillige Feuerwehr (gegründet 1914)
  • Musikverein (gegründet 1921)
  • Sportverein (gegründet 1960)
  • Tennisverein (gegründet 1985)
  • Jugendclub (gegründet 1973, Neugründung 1993)
  • Hallenbauförderverein (gegründet 1995)

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

  • Hippolytus Böhlen (1878–1950) war ein Franziskanerpater und Bühnenautor, Redakteur und Vertreter des Jugendschrifttums.
  • Heinrich Emmerich, Leiter der kartografischen Abteilung im Vatikan, wurde 1901 in Dössel geboren
  • Paul Mohr, ehemaliger Landtagsabgeordneter und Bürgermeister der Stadt Warburg
  • Johannes Ernst, Mitbegründer des Palastorchesters
  • Michael Stickeln, Bürgermeister der Stadt Warburg seit 2004

Literatur[Bearbeiten]

  • Gorzel, Lorenz (1986): Dössel. In: Mürmann, Franz (Hrsg.): Die Stadt Warburg 1036-1986. Beiträge zur Geschichte einer Stadt. Band 2. Warburg: Hermes, S. 451-453. ISBN 3-922032-07-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.warburg.net/doessel
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 328.