Damanhur

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Dieser Artikel beschreibt die ägyptische Stadt Damanhur; nach dieser ist auch eine norditalienische Kommune benannt, siehe Damanhur (Lebensgemeinschaft).

31.04055555555630.47Koordinaten: 31° 2′ N, 30° 28′ O

Karte: Ägypten
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Damanhur
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Ägypten
Damanhur, Straßenszene
Damanhur, Am Nilkanal

Damanhur (ägyptisch Dmỉ-n-Ḥr.w („Dorf von Horus“); koptisch Ⲧⲙⲉⲛϩⲱⲣ; arabisch ‏دمنهور‎, DMG Damanhūr) oder Hermopolis Mikra (altgriechisch Ἑρμοῦ πόλις μικρά) ist eine Stadt in Unterägypten, und Hauptstadt des Gouvernements al-Buhaira. Sie liegt 160 km nordwestlich von Kairo, und 70 km ost-südöstlich von Alexandria, inmitten des westlichen Nildeltas.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Alten Ägypten, war die Stadt Hauptstadt des 7. Nome von A-ment von Unterägypten. Sie lag auf dem Abhang eines Kanals, welcher den See Mareotis mit Kanopus oder dem westlichsten Arm des Nils verband. [1] Die Stadt war dem altägyptischen Gott Horus geweiht. In griechischer und römischer Zeit wurde sie Hermopolis Mikra oder Hermopolis Parva genannt, in Anlehnung an den römischen Gott Hermes, der dem ägyptischen Gott Thot entspricht. Als Hermopolis zog die Stadt die Aufmerksamkeit zahlreicher antiker Geographen auf sich, darunter Stephanos von Byzanz, Strabo [2], Ptolemäus [3], und der Autor des Itinerarium Antonini[4]. Hermopolis ist eine Titularbistum der römisch-katholischen Kirche.

Im Jahr 2008 lag die Bevölkerungszahl bei 247.074 Einwohnern (1986: 188.939).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der landwirtschaftlich geprägten Provinz al-Buhaira konnte sich eine vorwiegend landwirtschaftliche geprägte Industrie etablieren, z.B. die Produktion von Egreniermaschinen (Cotton Gins) zur Verarbeitung von Baumwolle, von Maschinen zur Kartoffelverarbeitung und den Dattelanbau. Es gibt außerdem einen Baumwoll- und Reismarkt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Damanhur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Champollion: L'Egypte, vol. ii. S. 249
  2. xvii. p. 802
  3. iv. 5. § 46
  4. S. 154

Quelle[Bearbeiten]

Dieser Artikel wurde aus der „Encyclopædia Britannica Eleventh Edition“ übersetzt, einer jetzt gemeinfreien Publikation (so genannte public domain) und enthält Text aus dem ebenfalls gemeinfreien „Dictionary of Greek and Roman Geography by William Smith (1856)“.