Datenframe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Datenframe ist eine Protocol Data Unit auf der Sicherungsschicht des OSI-Modells. Der Begriff Frame ist im OSI-Modell klar von dem Begriff Paket zu unterscheiden, da dieser für die Vermittlungsschicht verwendet wird.

Ein Datenframe besteht aus:

  • Ziel- und Quell-Adressen: schichtspezifisch, auch Hardware- oder MAC-Adressen genannt
  • Steuerinformationen zur Datenflusskontrolle
  • Nutzdaten des Pakets der Vermittlungsschicht
  • Prüfsummen zur Gewährleistung der Datenintegrität

Der Datenframe bei Ethernet (IEEE-802.3)[Bearbeiten]

Z-MAC Q-MAC T/L DATA FCS
6 Byte 6 Byte 2 Byte 46–1500 Byte 4 Byte
Ziel MAC Quell MAC Type or Length Nutzdaten Frame Check Sequence

Standardmäßig ist der Ethernet-Datenframe 1518 Byte groß, von denen 18 Byte für den Header und Trailer reserviert sind. Für das Datenfeld stehen dann 1500 Byte zur Verfügung, von denen 46 Byte verwendet werden müssen, damit die Mindestrahmenlänge von 64 Byte zur Gewährleistung der Kollisionserkennung eingehalten wird.

Da ein IP-Paket 64 kB groß sein kann, würde es nicht in einen Datenframe passen. Deshalb wird ein IP-Paket vor der Übertragung zur Schicht 2 so zerlegt, dass es in einen Datenframe passt. Diese Zerlegung wird Fragmentierung genannt. Über die Maximum Transmission Unit (MTU) kann die maximale Paketgröße eingestellt werden, die über ein Netzwerk übertragen werden kann, ohne dass das Datenpaket fragmentiert werden muss.

Siehe auch[Bearbeiten]