Dave Berry

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Dave Berry, 1966

Dave Berry (* 6. Februar 1941 als David Holgate Grundy in Sheffield) ist ein englischer Sänger und war ein Teenidol der 1960er Jahre.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfang 1962 stellte Dave Grundy eine vierköpfige Begleitband namens The Cruisers zusammen und legte sich den Künstlernamen Berry aus Verehrung für sein Idol Chuck Berry zu. Seine erster Erfolg war dann auch eine Version von Berrys Memphis, Tennessee im Jahr 1963.

Ab 1964 trat Dave Berry dann nur noch solo auf. Er kleidete sich überwiegend in schwarze Lederhosen und Lederjacketts und trug schwarze Lederhandschuhe. Sein größter Hit „The Crying Game“ wurde von dem artverwandten Geoff Stephens (The New Vaudeville Band) geschrieben. Die Rückseite dieser Single „Don’t Give Me No Lip Child“ wurde später von den Sex Pistols gecovert, die Dave Berry sogar als ihr Idol bezeichneten; während das „schwarze Lederoutfit“ schon Anfang der 1970er von Alvin Stardust übernommen wurde.

Dave Berry nahm 1966 "Sticks & Stones" auf, eine englische Version von Drafi Deutschers "Marmor, Stein und Eisen bricht". Der Song wurde zwar nie als Single veröffentlicht, ist aber auf einigen Best of Alben zu hören

Auf der ersten LP "Dave Berry" spielte im übrigen auch Jimmy Page (Gitarre und Mundharmonika) mit, wie bei so vielen britischen Projekten zwischen 1964 und 1967.

Bis Ende 1966 war Dave Berry immer wieder in den Charts zu finden, dann startete er eine neue Karriere als Nachtclub- und Cabaretsänger. Mittlerweile gibt es Dutzende "Best Of" - CDs, die bei den Alben nicht extra angeführt sind.

Mitglieder 'The Cruisers'[Bearbeiten]

  • Frank White (Gitarre)
  • Alan Taylor (Gitarre)
  • Peter Cliffe (E-Bass)
  • John Riley (Schlagzeug)

Diskografie[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1963 - Memphis Tennessee (UK Platz 19)[1]
  • 1964 - My Baby Left Me (UK Platz 37)
  • 1964 - Baby It’s You (UK Platz 24)
  • 1964 - The Crying Game (UK Platz 5)
  • 1964 - One Heart Beats Two (UK Platz 41)
  • 1965 - Little Things (UK Platz 5)
  • 1965 - This Strange Effect (UK Platz 37)
  • 1965 - I’m Gonna Take You There
  • 1965 - If I Wait For Love
  • 1966 - Mama (UK Platz 5)
  • 1966 - Picture Gone
  • 1967 - Stranger
  • 1967 - Forever
  • 1967 - Just As Much As Ever
  • 1968 - Do I Figure In Your Life

EPs[Bearbeiten]

  • 1965 - Dave Berry Teenbeat 3
  • 1965 - Can I Get It From You

Alben[Bearbeiten]

  • 1964 - Dave Berry
  • 1966 - The Special Sound Of Dave Berry
  • 1966 - One Dozen Berries
  • 1968 - Dave Berry ’68
  • 2003 - Memphis... In The Meantime, mit dem Titel Cajun Moon

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zu den Top-20-Platzierungen vergleiche Nugent, Stephen / Fowler, Anne / Fowler, Pete: Chart Log of American/British Top 20 Hits, 1955-1974. In: Gillett, Charlie / Frith, Simon (Hrsg.): Rock File 4. Frogmore, St. Albans: Panther Books, 1976, S. 87

Literatur[Bearbeiten]

  • Laufenberg, Frank / Hake, Ingrid: Rock- und Poplexikon. Bd. 1: ABBA – Kay Kyser. Düsseldorf / Wien: Econ Verlag, 1994, S. 128f