Dedekindring
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Ein Dedekindring (nach Richard Dedekind, auch ZPI-Ring) ist eine Verallgemeinerung des Ringes der ganzen Zahlen. Die Anwendungen dieses Begriffes finden sich hauptsächlich in den mathematischen Teilgebieten der algebraischen Zahlentheorie und der kommutativen Algebra, besonders in der Idealtheorie.
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[Bearbeiten] Definition
Ein Dedekindring ist ein höchstens eindimensionaler, noetherscher, normaler Integritätsring.
[Bearbeiten] Eigenschaften
Analog zur eindeutigen Zerlegung ganzer Zahlen in Primzahlen gilt für Dedekindringe, dass in ihnen jedes Ideal eine eindeutige Zerlegung in Primideale besitzt. Dedekindringe sind gerade diejenigen Integritätsringe, die ZPI-Ringe sind.
[Bearbeiten] Beispiele
- Jeder Hauptidealring (und damit auch jeder diskrete Bewertungsring) ist ein Dedekindring.
- Ist
ein Hauptidealring, und
eine endliche Erweiterung seines Quotientenkörpers, so ist der ganze Abschluss von
in
ein Dedekindring. Insbesondere gilt das für Ganzheitsringe in Zahlkörpern, also beispielsweise ![\mathbb Z[\sqrt{-5}].](//upload.wikimedia.org/wikipedia/de/math/f/8/2/f8224443ce2d7d16bc6e5fa99f8c3b30.png)
- Lokalisierungen von Dedekindringen sind wieder Dedekindringe.
Keine Dedekindringe sind:
(zweidimensional),
(nicht normal),
oder
(kein Integritätsring).
[Bearbeiten] Literatur
- L. A. Bokut': Dedekind ring. In: Michiel Hazewinkel (Hrsg.): Encyclopaedia of Mathematics. Springer-Verlag, Berlin 2002, ISBN 1-4020-0609-8 (Online).
ein Hauptidealring, und
eine endliche Erweiterung seines ![\mathbb Z[\sqrt{-5}].](http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/math/f/8/2/f8224443ce2d7d16bc6e5fa99f8c3b30.png)
(zweidimensional),
(nicht normal),
oder
(kein Integritätsring).