Der ungebetene Gast

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel: Der ungebetene Gast
Originaltitel: Der ungebetene Gast
Produktionsland: DDR
Erscheinungsjahr: 1981
Länge (PAL-DVD): 168 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK ohne
Stab
Regie: Peter Wekwerth
Drehbuch: Gerhard Bengsch
Produktion: Erich Kühne
Musik: Bernd Wefelmeyer
Kamera: Horst Hardt
Schnitt: Vera Nowark
Besetzung

Der ungebetene Gast ist der Titel einer in der DDR gedrehten zweiteiligen Literaturverfilmung. Die Regie führte Peter Wekwerth nach dem Drehbuch von Gerhard Bengsch. Die literarische Vorlage lieferte der schweizer Autor Arthur Honegger mit seinem Roman Wenn sie morgen kommen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Das deutsche Ehepaar Anna und Robert Zodinger befinden sich auf der Flucht vor den Nazis in Deutschland und emigrieren in die Schweiz. Für den ehemaligen Redakteur Zodinger würde eine Auslieferung nach Deutschland die Haft im KZ oder gar den Tod bedeuten. Der alte Webherr Stutz schützt die beiden, auch gegen die Anfeindungen durch seinen Schwiegersohn Hilber. Hilber, der sich mit seiner Weberei in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet, macht Geschäfte mit Nazideutschland und kann unter seinem Dach keine Emigranten gebrauchen. Immer auf der Flucht, verdient Anna den Lebensunterhalt als Serviererin. Robert wird nach dem Einmarsch der Nazis in Frankreich im Tessin interniert. Im Lager erkrankt er und nachdem die schweizer Behörden seine Ausweisung beschlossen haben, besorgen ihm Freunde einen Pass für eine Reise nach Moskau. Doch es ist zu spät: Auf der Fahrt durch die schweizer Alpen verstirbt er in den Armen seiner Frau Anna.

[Bearbeiten] Hintergrund

Die Romanvorlage von Arthur Honegger zeichnet ein lebendiges und vielschichtiges Bild des Lebens in der neutralen Schweiz in den Jahren um 1940. Vor allem wird die Angst der Schweizer Bevölkerung thematisiert, nach der Besetzung Frankreichs ebenfalls Ziel der deutschen Besatzer zu werden. Unter den Charakteren gibt es die Nazigegner genauso wie die Mitläufer und die skrupellosen Geschäftemacher. In der filmischen Umsetzung wird die Geschichte aus der Sicht des deutschen Emigrantenpaares Zodinger erzählt, die im Roman eigentlich nicht vorkommen.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Information

Die Erstaufführung des Films erfolgte am 25. Dezember 1981 (Teil 1) und am 27. Dezember 1981 (Teil 2) im Fernsehen der DDR.

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge