Die Rache des Wolfes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Rache des Wolfes
Originaltitel Clearcut
Produktionsland Kanada
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Ryszard Bugajski
Drehbuch Robert Forsythnach einem Roman vonM. T. Kelly
Produktion Ian McDougall
Stephen J. Roth
Musik Shane Harvey
Kamera François Protat
Schnitt Michael Rea
Besetzung

Die Rache des Wolfes (Originaltitel: Clearcut) ist ein kanadischer Film aus dem Jahr 1991. Die Literaturverfilmung basiert auf dem Roman A Dream Like Mine des kanadischen Schriftstellers M.T. Kelly. Regisseur Ryszard Bugajski stellt die Problematik der industriellen Waldabholzung („Kahlschlag“, engl. Clearcutting) in Kanada dar und zeigt die damit verbundene Zerstörung des natürlichen Lebensraums indianischer Waldbewohner. Der Film hatte in den USA am 21. August 1992 Premiere, in Deutschland am 9. Juli 1992.

Handlung[Bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Handlung unvollständig.

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

In den waldreichen Gebieten im Norden Kanadas wird jedes Jahr rücksichtslos der Wald gerodet. Damit zerstören die verantwortlichen Papier-Großunternehmen den Lebensraum der Indianer, die sich nun wehren wollen. Peter Maguire, ein unerfahrener Anwalt, soll die Ureinwohner in einem Gerichtsprozess vertreten. Er erhält Einblick in das moderne Reservatsleben, die brutalen Methoden industrieller Forstwirtschaft und das indianische Selbstverständnis seiner Klienten. Bevor es jedoch zum Prozess kommen kann, wird Maguire zusammen mit einem Geschäftsführer einer Papierfabrik von Arthur, einem Indianer, entführt. Er will den „Weißen“ zeigen, was sie der Natur angetan haben.

Kritiken[Bearbeiten]

Der „kompromisslose Ökothriller[1] wurde von der Kritik größtenteils verhalten aufgenommen. Kritisiert wurde zum einen Graham Greene als Darsteller von Arthur, z.B. durch Chris Hicks von Deseret News: „Greenes kraftvolle Bildschirmpräsenz hebt den ganzen Film auf eine realistische, naturbezogene Ebene, die den Film zeitweise unbehaglich macht.[2] Hal Hinson von der Washington Post ging einen Schritt weiter und bezeichnete Greenes Leistung als „krass sarkastisch“, er sei „dort am furchteinflößendsten, wo er lustig ist“.[3] Gelobt wurde dagegen Michael Hogan in der Rolle Bud Rickets, dessen „charmantes Auftreten ein sehr kaltes Herz“ verstecke.[2]

Zum anderen wurde die Grobkörnigkeit des Films kritisiert. Er sei „gut gemeint, aber letztendlich enttäuschend“.[2] Der Film mache zwar seinen Standpunkt klar, „artikuliere“ diesen aber nur „grob“.[3] Auf der anderen Seite erntete die politische Kompromisslosigkeit des Films positive Einschätzungen: „Trotz seiner oberflächlichen Höflichkeit und obwohl er […] an der Grenze zur starken Vereinfachung schwankt, ist [der Film] so radikal in seiner Botschaft wie ein Bild, das man vor Augen hat.[3] Für das Lexikon des internationalen Films stellt dieser „‚moderne Western‘ die These des gewaltlosen Widerstandes in Frage“ und „macht durch seine kompromisslose Härte die Unterdrückung eines Volkes schmerzhaft erfahrbar“.[4] Gelobt wurde außerdem die Kameraarbeit von François Protat.[4][1]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Kurzbeschreibung des Films, Cinema, abgerufen am 5. März 2008
  2. a b c Filmrezension von Chris Hicks, Deseret News, 18. Dezember 1992, abgerufen am 5. März 2008
  3. a b c Filmrezension von Hal Hinson, Washington Post, 14. August 1992, abgerufen am 5. März 2008
  4. a b Lexikon des internationalen Films