Dieter Acker

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Dieter Acker (* 3. November 1940 in Hermannstadt, Rumänien; † 27. Mai 2006 in München) war ein deutscher Komponist.

Leben und Werke[Bearbeiten]

Dieter Acker wurde seit frühester Kindheit durch seinen Lehrer Franz Xaver Dressler (einem Schüler Straubes und Regers) mit der deutschen Musikkultur vertraut. Er studierte Komposition bei Sigismund Toduta, einem Schüler Pizzettis und Casellas. 1969 siedelte Acker aus politischen und kunstpolitischen Gründen von Siebenbürgen (Rumänien) nach Deutschland über.

In Deutschland war er zunächst in Düsseldorf, ab 1972 dann in München an der Hochschule für Musik und Theater, wo er 1976 in der Nachfolge von Harald Genzmer eine Professur für Komposition erhielt. Zahlreiche prominente Komponisten entstammen seiner Kompositionsklasse, so Wolfram Buchenberg, Ferran Cruixent, Oriol Cruixent, Marius Ruhland, Florian Heigenhauser, Peter Wittrich und andere. Im Jahre 2000 verlieh ihm die Klausenburger Hochschule die Ehrendoktorwürde.

„Nie einer avantgardistischen Parteiung verpflichtet, entwickelte Acker einen ganz eigenen Kompositionsstil, der vor allem auf Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit angelegt ist, ohne dabei in populäre Anbiederung zu geraten. Seine Musik ist melodiös, sensibel, von feiner Struktur und doch von intensiver Wirkung, der verhaltenen Stille, des Lyrischen ebenso mächtig wie der großen Steigerung, des Ekstatischen. Ihre Eindringlichkeit berührt und überträgt sich unmittelbar.“ (Zitat H. Leuchtmann)

Dieter Acker schrieb weit über hundert Werke, die von namhaften Interpreten aufgeführt wurden. Vor allem schrieb er Orchesterkompositionen, darunter sechs Sinfonien, Instrumentalkonzerte, Kammermusik in den unterschiedlichsten Besetzungen sowie Klavier-, Orgel- und Vokalwerke.

Der Johann-Wenzel-Stamitz-Preis-Träger 1988 erlag im Alter von 65 Jahren einer schweren Krankheit.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Stigmen für Violine, Violoncello und Klavier, Abegg – Trio, Intercord
  • Cantus gemellus Duo für zwei Violinen, Duo Gelland, Vienna Modern Masters
  • Sonate für Violine solo, Martin Gelland, Vienna Modern Masters
  • Rilke-Sonate für Violine und Klavier, Igor Ozim, Günter Ludwig, Rayuela Records
  • Hölderlin-Sonate für Klavier, Peter Roggenkamp, Rayuela Records
  • Sonate für Viola und Klavier, Tivadar Popa, Thérèse Dussaut, Rayuela Records
  • Eichendorff-Sonate für Klarinette und Klavier, Eduard Brunner, Margarita Höhenrieder, Rayuela Records
  • Mörike-Sonate für Violoncello und Klavier. Götz Teutsch, Till Engel, Rayuela Records
  • Trio für Trompete, Posaune und Klavier, Trio Armin Rosin, Hänssler

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]