Diptychon

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Dieser Artikel behandelt zweigeteilte Kunstwerke – zu anderen Bedeutungen siehe Diptychon (Begriffsklärung).

Als Diptychon (Plural: Diptychen, Diptycha; von altgriechisch díptychos „doppelt gefaltet“) werden zweigeteilte Gemälde oder zweiteilige Relieftafeln bezeichnet, die oft mit Scharnieren zum Aufklappen verbunden sind und sich insbesondere als Andachts- oder Altarbild finden. Rein weltliche Diptychen sind meistens Bildnisse von bürgerlichen Ehepaaren.

Der Ursprung des gemalten Diptychons findet sich in antiken Schreibtafeln aus Wachs, deren Grundform sich über geschnitzte Elfenbeintafeln aus Byzanz zu den Reliefs der elfenbeinernen Haus- und Reisealtärchen des 14. und 15. Jahrhunderts verfolgen lässt. Der private Charakter der letzteren Diptychen findet eine Entsprechung im transportablen Format und der personenbezogenen Ikonographie gemalter Doppeltafeln im Spätmittelalter. Auf der einen Seite des Diptychons wird der Gegenstand der frommen Verehrung abgebildet, auf der anderen beispielsweise der Auftraggeber des Bildes. Auch die Außenseiten eines Diptychons können bemalt sein.

Beispiel für ein Andachtsbild-Diptychon

Wilton-Diptychon (um 1395, National Gallery London)

  

Beispiel für ein weltliches Diptychon

Hans Holbein der Jüngere (1516, Kunstmuseum Basel)

Berühmte Diptychen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Kermer: Studien zum Diptychon in der sakralen Malerei: von den Anfängen bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts. Stehle, Düsseldorf 1967 (Doktorarbeit Universität Tübingen).
  • John Oliver Hand, Catherine A. Metzger, Ron Spronk: Anmut und Andacht: das Diptychon im Zeitalter von Jan van Eyck, Hans Memling und Rogier van der Weyden. Belser, Stuttgart 2007, ISBN 3-7630-2473-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diptychen – Bilder und Mediendateien